Ölpreis aktuell: Ölpreise steigen nach neuen Angriffen am Persischen Golf


Ölpreis aktuell: Ölpreise steigen nach neuen Angriffen am Persischen Golf

Der Ölpreis ist am Mittwoch wieder über die Marke 100 Dollar gestiegen. Der Kampf zwischen den USA und dem Iran um die Kontrolle der Straße von Hormus hält an.

Lesen Sie hier aktuelle News und die neuesten Nachrichten von heute zum aktuellen Ölpreis. Foto: Eli Hartman/Odessa American/AP/dpa

9. September 2026 – Ölpreise steigen nach neuen Angriffen am Persischen Golf

Die Ölpreise sind am Mittwoch erneut gestiegen, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Grund dafür sind neue gegenseitige Angriffe zwischen den USA und dem Iran am Persischen Golf. Ein Barrel Rohöl der Nordsee-Referenzsorte Brent kostete erstmals seit dem 24. Juli wieder mehr als 100 US-Dollar. Der Preis für Brent zur Auslieferung im November stieg am Mittag auf 100,71 Dollar. Brent verteuerte sich in diesem Jahr bereits um 64 Prozent. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI stieg ebenfalls um 64 Prozent. Raffinierte Produkte wie Diesel verteuerten sich noch stärker, da sich der Konflikt im Nahen Osten bis ins Rote Meer nahe Saudi-Arabien ausgeweitet hat.

Hinzu kommt der Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Die europäischen Erdgaspreise stiegen nach den jüngsten US-Angriffen den vierten Handelstag in Folge. Steigt der Rohölpreis, werden Tanken sowie das Heizen mit Öl und Gas tendenziell teurer. Ein hoher Ölpreis beeinflusst auch die allgemeine Preisentwicklung, weil der Rohstoff ein wichtiger Kostenfaktor für die gesamte Wirtschaft ist.

Rohstoffe

97 statt 200 Dollar – warum der Öl-Schock im Iran-Krieg ausbleibt

von Jakob Hanke Vela, Judith Henke und Friederike Hofmann

Der Kampf zwischen den USA und dem Iran um die Kontrolle der Straße von Hormus hat sich zuletzt weiter verschärft. Das US-Militär zerstörte nach eigenen Angaben als Vergeltung für Teherans Angriffe auf ein US-Kriegsschiff fünf iranische Rohöltanker und versenkte einen davon. Irans Revolutionsgarden reagierten nach eigenen Angaben umgehend mit „schweren Raketenangriffen“ auf das mit den USA verbündete Königreich Jordanien. Nach Angaben der staatlichen jordanischen Nachrichtenagentur Petra fing die Armee 20 ballistische Raketen ab.

US-Außenminister Marco Rubio warnte Teheran vor weiteren Attacken: „Der Iran versucht weiterhin, Schiffe der US-Marine anzugreifen, und jedes Mal, wenn sie dies tun oder versuchen zu tun, werden sie Tanker verlieren“, sagte Rubio während eines Besuchs in Kolumbien. Erst am Samstag hatte das US-Militär mitgeteilt, drei iranische Öltanker angegriffen zu haben.

3. September 2026 – Ölpreise fallen nach Preisanstieg der Vortage

Die Ölpreise haben am Donnerstag einen Teil der Preissprünge aus der ersten Wochenhälfte abgegeben. Ein Barrel Rohöl der Nordsee-Referenzsorte Brent zur Lieferung im November kostete zeitweise 94,02 US-Dollar und damit rund 1,5 Prozent weniger als am Vortag. Der Anstieg der vergangenen Handelstage wurde damit zunächst gestoppt, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

Seit Montag hat sich Brent-Rohöl um mehr als fünf Prozent verteuert, nachdem der Iran-Krieg mit gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran erneut aufgeflammt war. Am Mittwoch war der Preis zeitweise auf bis zu 97 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit einem Monat.

Marktteilnehmer verwiesen auf Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Er hatte erklärt, dass die erneuten Angriffe auf den Iran nur von kurzer Dauer sein würden. Der Iran-Krieg bleibt das bestimmende Thema am Ölmarkt. Am frühen Morgen wurde der Golfstaat Kuwait erneut Ziel iranischer Angriffe. Die Luftabwehr wehre „feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab“, teilte das Militär des mit den USA verbündeten Landes auf der Plattform X mit. „Die jüngste Eskalation dürfte den Markt stützen“, sagte Dennis Kissler vom Finanzdienstleister BOK Financial Securities. Zugleich wies er darauf hin, dass sowohl die USA als auch der Iran nach Wegen zur Deeskalation suchten. „Weitere Friedensgespräche könnten die Preise schnell wieder sinken lassen.“

1. September 2026 – Ölpreise steigen auch am Dienstag

Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gestiegen. Nach dem zeitweise deutlichen Anstieg zu Beginn der Woche legten die Notierungen im frühen Handel weiter zu. Ein Barrel Rohöl der Nordsee-Referenzsorte Brent zur Lieferung im November kostete zuletzt 92,03 US-Dollar und damit rund 1,5 Prozent mehr als am Vortag. Am Montag waren die Ölpreise zeitweise um zweieinhalb Prozent auf 91,52 Dollar gestiegen, nachdem der Iran-Krieg nach gegenseitigen Militärschlägen der USA und des Iran erneut eskaliert war, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) hatte in der Nacht zuletzt gemeldet, dass in der Straße von Hormus erneut ein Öltanker angegriffen worden sei. Demnach wurde das Schiff während der Ausfahrt aus der Meerenge von Geschossen getroffen. Wer den Angriff verübt hatte, blieb unklar. Am Markt herrsche derzeit Ungewissheit über den weiteren Verlauf des Iran-Kriegs, sagte Rohstoffstratege Bart Melek von der kanadischen Investmentbank TD Securities. Er rechnet eher mit weiter steigenden Rohölpreisen, da es „keine Anzeichen dafür gibt, dass der normale Transit durch die Straße von Hormus in naher Zukunft wieder aufgenommen wird“.

Zunehmend wird damit gerechnet, dass die Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran noch Monate andauern könnten. Hinzu kommt der Krieg zwischen Russland und der Ukraine mit immer neuen Angriffen auf die russische Ölindustrie, die das Angebot derzeit insbesondere bei Diesel verknappen.

24. August 2026 – Ölpreise geben zum Wochenstart nach

Die Ölpreise sind zum Wochenstart wieder leicht gefallen, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent mit Lieferung im Oktober wurde zuletzt bei 91,19 US-Dollar gehandelt und damit mehr als 2,5 Prozent niedriger als am Freitag.

Am Markt zeigte sich eine Gegenbewegung, nachdem die Ölpreise in der vergangenen Woche kräftig gestiegen waren. Zuletzt hatten die USA erklärt, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran und auf dessen Handelspartner erhöhen zu wollen, um ein Ende des Kriegs mit dem Iran erreichen zu können. In einem Gastbeitrag für die „Financial Times“ hat US-Finanzminister Scott Bessent nochmals eine Warnung an die Unterstützer des Iran gerichtet. „Sie wären gut beraten, die Konsequenzen dieser Unterstützung zu bedenken“, wird Bessent zitiert.

Allerdings ist am Markt unklar, wie genau die USA den wirtschaftlichen Druck auf Teheran wirksam erhöhen könnten, ohne Gegenmaßnahmen von China als Hauptabnehmer des iranischen Öls zu provozieren. Die weitere geopolitische Entwicklung im Nahen Osten ist das bestimmende Thema am Ölmarkt. Die Aussicht, dass der Transportweg für Öllieferungen aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Straße von Hormus weiter blockiert bleibt, hatte die Ölpreise in der vergangenen Woche deutlich steigen lassen. Seit Beginn des Jahres hat sich der Rohstoff mehr als 50 Prozent verteuert.

19. August 2026 – Ölpreise legen den vierten Handelstag in Folge zu

Die Ölpreise haben sich am Mittwoch erneut verteuert, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Der Preis für die Referenzsorte Brent mit Lieferung im Oktober stieg am Morgen weiter über die Marke von 91 US-Dollar. Ein Barrel wurde laut dem Analysehaus TradingView zuletzt bei 91,48 Dollar gehandelt und damit rund ein halbes Prozent höher als am Vortag. Der Ölpreis legte damit den vierten Handelstag in Folge zu.

Seit Beginn der Woche hat sich Brent um mehr als zwei Dollar je Barrel verteuert. Am Markt wächst die Sorge, dass eine Normalisierung der Öllieferungen aus den Fördergebieten am Persischen Golf vorerst nicht zu erwarten ist. Der Iran fordert für die Öffnung der Straße von Hormus die Umsetzung eines Mitte Juni mit den USA unterzeichneten Rahmenabkommens. Zuletzt dementierte der Iran Angaben über einen Raketenangriff auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Die Aussagen seien „völlig unbegründet“, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der VAE waren zwei aus dem Iran in Richtung des Landes abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen worden. Daraufhin kündigte das emiratische Außenministerium an, alle Handelsbeziehungen und Finanztransaktionen mit dem Iran bis auf Weiteres auszusetzen.

Unterdessen gibt es in den USA weitere Hinweise auf einen Rückgang der Ölreserven. Der Interessenverband American Petroleum Institute (API) hatte in der vergangenen Woche einen Rückgang der Rohöllagerbestände um 0,3 Millionen Barrel verzeichnet. Am Nachmittag werden die offiziellen Daten der US-Regierung zur Entwicklung der Ölreserven erwartet.

14. August 2026 – Ölpreise legen wieder leicht zu

Die Ölpreise sind am Freitag nach dem Rückgang am Vortag wieder leicht gestiegen. Ein Barrel Rohöl der Referenzsorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am Morgen 87,38 US-Dollar und damit 0,36 Prozent mehr als am Vortag. Seit Montag hat sich Brent-Rohöl aus der Nordsee damit um rund drei Dollar verteuert, während weiterhin kein Ende des Iran-Kriegs in Sicht ist, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

Kurz vor dem Ablauf einer 60-tägigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran bleibt die Lage in der faktisch blockierten Straße von Hormus angespannt. In der Nacht wurden in der Meerenge zwei Schiffe des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc angegriffen. Niemand sei bei dem Vorfall verletzt worden, berichtete die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM. Zu möglichen Schäden an den Schiffen gab es zunächst keine Angaben. Die Waffenruhe läuft an diesem Samstag aus.

Der seit Ende Februar andauernde Krieg der USA und Israels gegen den Iran hatte den Schiffsverkehr in der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht. Dadurch stiegen weltweit die Preise für Öl, Gas und Düngemittel. Die Kriegsparteien bemühen sich seit längerer Zeit um eine vollständige Wiedereröffnung der faktisch blockierten Meerenge, bislang ohne Erfolg.

11. August 2026 – Ölpreise kaum verändert; Straße von Hormus bleibt im Fokus

Die Ölpreise haben sich am Dienstag nach dem Anstieg vom Vortag kaum verändert. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Oktober kostete 88,08 US-Dollar und damit etwa ein halbes Prozent mehr als am Vorabend.

Die weitere Entwicklung der Öltransporte durch die Straße von Hormus bleibt das bestimmende Thema am Ölmarkt, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Zu Beginn der Woche hatten die Spannungen in der Region am Persischen Golf den Ölpreis noch um etwa vier Dollar je Barrel steigen lassen. US-Präsident Donald Trump sagte zuletzt, die Straße von Hormus sei nach einer Minenräumung für Schiffe wieder befahrbar. Zudem werde sie „zu 100 Prozent“ von den USA kontrolliert. Der Iran hatte zuvor eine Öffnung der Seestraße von Zugeständnissen der USA und ihrer Verbündeten abhängig gemacht und beabsichtigt, Gebühren für die Durchfahrt durch die Meerenge zu erheben.

Beide Kriegsparteien ringen weiter um die vollständige Wiedereröffnung der Handelsroute, über die ein Großteil der Ölexporte aus den Förderstaaten am Golf abgewickelt wird. Rohstoffexperten der kanadischen Investmentbank TD Securities weisen darauf hin, dass die Schiffstransporte durch die Meerenge noch weit von einem normalen Niveau entfernt seien und die weltweiten Lagerbestände drastisch zurückgegangen seien. Vor diesem Hintergrund sei mit einem weiter steigenden Preis für Rohöl der Sorte Brent zu rechnen

Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige

Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com

Anzeige

ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln

Anzeige

IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik

Anzeige

Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s

Anzeige

Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen!

Anzeige

Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen

Anzeige

Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche

Anzeige

Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick