OpenAI verschiebt Börsengang wegen Sicherheitsbedenken
OpenAI-Chef Sam Altman
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Kim Kyung-Hoon / REUTERS
Der mit Spannung erwartete Börsengang des ChatGPT-Entwicklers OpenAI wird in diesem Jahr nach Angaben von Firmenchef Sam Altman nicht mehr über die Bühne gehen. Er verwies in einem Interview des Magazins »Fortune« auf die aktuelle Debatte über die Gefahren hoch entwickelter künstlicher Intelligenz. »Man wäre schlecht beraten, genau jetzt an die Börse zu gehen«, sagte Altman. Auf die Nachfrage, ob er sich auch den Verzicht auf einen Börsengang im kommenden Jahr vorstellen könnte, erwiderte Altman: »Ich würde sagen, nicht 2026.«
ChatGPT löste vor mehreren Jahren den anhaltenden Hype um künstliche Intelligenz aus. OpenAI dürfte beim Börsengang nicht nur Dutzende Milliarden Dollar einnehmen, sondern auch eine sehr hohe Bewertung erzielen. Die Aktienplatzierung wird schon länger geplant.
KI-Forscher warnen vor künstlicher Intelligenz
Seit Wochen gibt es große Sorgen um Risiken künstlicher Intelligenz. Sie wurden von Hacking-Attacken durch KI-Software ausgelöst, die sich in Testläufen selbstständig gemacht hatte. In den vergangenen Tagen wurde die Debatte über KI-Sicherheit zusätzlich von dem Forscher Jacob Coxon angeheizt. Er arbeitete für die KI-Firma Anthropic und trat mit einer drastischen Warnung zurück: Die großen Entwickler künstlicher Intelligenz handelten unverantwortlich »und spielen mit unseren Leben«, betonte Coxon.
Anthropic-Forscher Evan Hubinger, der mit dafür zuständig ist, dass KI mit den Interessen der Menschen im Einklang bleibt, bestätigte wenig später Coxons Sorgen. Er persönlich denke, die Gefahr, dass KI die Menschheit töte, liege im kommenden Jahrzehnt bei mehr als zehn Prozent, schrieb er auf der Onlineplattform X.
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Nach Hubinger und Coxon hat sich am Samstag auch der Anthropic-Chef Dario Amodei zu Wort gemeldet. In einem Essay hat er seine Branche zu einer koordinierten Drosselung des bisherigen Entwicklungs-Tempos aufgerufen.
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Angesichts wachsender Sorgen über einen Missbrauch künstlicher Intelligenz skizzierte Amodei einen Drei-Schritte-Plan. Ziel sei es, die Entwicklung zu verlangsamen und mehr Zeit zu gewinnen, um die Risiken zu beherrschen.
msh/dpa