"Österreich weit hinterher": OECD-Bildungsdirektor in "ZiB 2" für frühe Förderung und längere Volksschule
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"Österreich weit hinterher": OECD-Bildungsdirektor in "ZiB 2" für frühe Förderung und längere Volksschule
Andreas Schleicher erkennt wenig Sinn in häufigerem Sitzenbleiben. Mit der kurzen Grundschule und frühen Trennung des Bildungswegs sei "Österreich eine der wenigen Ausnahmen"
Harald Fidler
Die Frage nach einer Schulnote für Österreichs Bildungssystem erspart ORF-Anchorwoman Marie-Claire Zimmermann Dienstagabend dem Bildungsdirektor der OECD, Andreas Schleicher. Seine mündliche Bewertung ist nach den jüngsten Ergebnissen der Pisa-Studie für Österreich und Education at a Glance am Dienstag trotz positiver Aspekte klar und unerfreulich: "Bei Mathematik und gerade bei den Lesekompetenzen sind die Leistungen weiter nach unten gegangen, leider." Ebenso klar sagt Schleicher, wie Österreichs Bildung besser werden könnte – nicht ganz überraschend.
"Hinkt wirklich weit hinterher"
Smartphone "stark negativ"
Die Lesekompetenz hat in Österreich weiter abgenommen – woran liegt das, fragt Zimmermann den OECD-Experten. "Österreichs jungen Menschen fällt es schwerer, mit komplexen Aufgaben zurechtzukommen, Texte zu bewerten, zu reflektieren. Schüler lesen schneller, aber weniger akkurat", sagt Schleicher und ordnet das als "Folge der digitalen Welt" ein.
"Wenn Schüler ihr eigenes Smartphone nutzen, hängt das doch echt sehr stark negativ mit der Leistungsentwicklung zusammen", analysiert der OECD-Bildungsdirektor. Digitale Geräte einzusetzen, sei "nicht immer zielführend: Es ist wichtig, dass die Medien wirklich gezielt und pädagogisch sinnvoll eingesetzt werden. Ohne wirklich klares pädagogisches Konzept eingesetzt, dann hat das oft eben auch hier negative Folgen."
Klingt nach einer Gesamtnote genügend. (Harald Fidler, 30.9.2026)
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