Österreicher Thomas Preining zum zweiten Mal DTM-Champion


Motorsport

Österreicher Thomas Preining zum zweiten Mal DTM-Champion

Ein dritter Platz im Abschlussrennen in Hockenheim reichte dem Oberösterreicher. "Wahnsinnig große Last von meinen Schultern gefallen"

Ein neon-grüner Porsche 911 GT3 R Evo mit der Startnummer 91, gesponsert von KÜS, fährt während eines Rennens auf dem Hockenheimring in Baden-Württemberg, Deutschland. Zuschauertribünen sind im Hintergrund zu sehen.
Thomas Preining fuhr seinen zweiten DTM-Titel ein.

Hockenheim – Nervenstark zum Titel: Der Oberösterreicher Thomas Preining hat sich zum zweiten Mal nach 2023 die Meisterschaft in der DTM gesichert. Beim Finale in Hockenheim genügte dem Porsche-Fahrer der dritte Platz, um zu triumphieren. Preinings Rivale Maro Engel gewann im Mercedes zwar das letzte Saisonrennen, musste sich aber am Ende mit der Vizemeisterschaft trösten. Für Marco Wittmann, ebenfalls mit Titelchancen nach Hockenheim gereist, reichte es zum dritten Platz in der Gesamtwertung.

Um sich erstmals zum DTM-Champion zu krönen, hätte Engel einen Ausrutscher von Preining benötigt. Doch der 28-Jährige, der als Favorit ins Finale gegangen war, hielt sich schadlos. Vom siebten Platz gestartet, war Preining bereits in der ersten Runde bis auf Rang drei vorgefahren und schien wild entschlossen, die große Chance zu ergreifen.

Dies galt auch für Engel, der gegen Mitte des Rennens mit einem Überholmanöver gegen den Dänen Bastian Buus (Porsche) die Führung übernahm. Auch Preining überholte Buus, die beiden Spitzenfahrer setzten sich in der Folge vorne ab.

Preining bleibt cool

Preining versuchte dann, Druck aufzubauen, indem er eine Runde vor Engel an die Box kam. Doch dieser Plan ging nicht auf, Engel behauptete seine Führung auch nach dem Reifenwechsel. Der 41-Jährige spulte seine Runden ab und baute seinen Vorsprung auf die Verfolger aus. Preining leistete sich aber ebenfalls keine Fehler, obwohl ihm der Schweizer Ricardo Feller im Porsche und Buus dicht auf den Fersen waren.

Auch der zweite Boxenstopp - diese sind in der DTM im Sonntagsrennen Pflicht - ging bei Preining fehlerfrei über die Bühne. Und so wurden die verbleibenden Runden zu einer Triumphfahrt des Österreichers. "Das war der längste und schlimmste Tag meines Lebens. Ich bin froh, dass er vorbei ist", sagte er danach auf ServusTV. "Es ist eine wahnsinnig große Last, die von meinen Schultern gefallen ist. Es ist nicht einfach, mit einem Riesenvorsprung ins letzte Wochenende zu starten, weil im Endeffekt kann es nur schiefgehen."

Schwieriger Start, großes Finale

Dabei hatte es zu Saisonbeginn nicht danach ausgesehen, als würde Preining den Titel holen. Doch der 28-Jährige legte eine phänomenale Aufholjagd hin, kämpfte sich Schritt für Schritt an die Spitze heran. Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten leistete er sich keinerlei Patzer mehr und übernahm am Sachsenring die Führung in der Gesamtwertung.

Diese gab er auch beim Saisonfinale nicht her. Seinen ersten Matchball am Samstag vergab er zwar, doch am Sonntag ließ er nichts mehr anbrennen. (sid, red, 11.10.2026)

Forum: 7 Postings

Ihre Meinung zählt.

Die Kommentare im Forum geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Benutzer:innen können diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H. vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.