Parkplatz-Situation in Bad Sooden-Allendorf: Stadt arbeitet an neuem Konzept
Stand: 10.10.2026, 18:00 Uhr
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Die Arbeit an einem neuen Parkraumkonzept in Bad Sooden-Allendorf hat begonnen. Zum Auftakt präsentierte ein Kasseler Ingenieurbüro die größten Probleme der Stadt.
Bad Sooden-Allendorf – An Vormittagen wird es für Autofahrer oft schwer, in den Zentren von Allendorf und Bad Sooden einen Parkplatz zu finden. Das hat eine Untersuchung des Kasseler Ingenieurbüros für konzeptionelle und strategische Mobilitätsplanung (IKS) ergeben. Dessen Geschäftsführer Lauritz Klöpping stellte die Resultate jetzt während eines 90-minütigen Workshops im Kultur- und Kongresszentrum vor.
Dabei ging es zunächst nur um eine Bestandsaufnahme des Parkraum- und Beschilderungskonzeptes in der Badestadt. Ein zweiter Workshop Anfang kommenden Jahres soll das Thema vertiefen. Die Einwohner der Stadt sind explizit eingeladen, Kritik und Anregungen beizutragen.
Konkret untersucht hat das Büro in Allendorf die Bereiche um Marktplatz, Kirchstraße, Rathofplatz bis hin zur Waldis- und Gartenstraße und zu den Schulen, in Bad Sooden das Umfeld von der Kurhessen-Klinik bis hin zur Lindenallee, der Straße „Auf den Teichhöfen“ und dem Bahnhof.
Ingenieurbüro präsentiert Untersuchungs-Ergebnisse
Weil die meisten Menschen ihre Autos so nah wie möglich am Zielort abstellen, wird es nach Einschätzung von Klöpping schon problematisch, wenn ein Fußweg von mehr als fünf Minuten zu bewältigen ist.
Insgesamt gibt es nach seinen Angaben im Untersuchungsgebiet 1658 Parkplätze, davon 1462 öffentliche. Unterschiedlich behandelt werden die Bewirtschaftungsregeln über Parkscheiben mit einer Gültigkeit von 30 Minuten, einer oder zwei Stunden, oder Parkgebühren.
Gemessen um 11 Uhr, registrierte das Büro eine hohe Auslastung des Parkraums in der Altstadt von Allendorf und im Umfeld der Kurhessenklinik in Sooden. Freie Parkplätze seien zu dieser Zeit besonders in den Randbereichen und auf den gebührenpflichtigen Anlagen zu finden. Auch tagsüber seien mindestens 50 Prozent der parkenden Fahrzeuge von Bewohnern der Stadt.
Dominierende Nutzergruppen zur Spitzenzeit seien Kunden in Geschäftsbereichen, Pendlerfahrzeuge am Bahnhof, am Schulzentrum und in den Randbereichen sowie Bewohner in Wohnbereichen und im Umfeld der genannten Klinik.
Situation in Sooden besonders problematisch
Als problematisch wird die Situation in Allendorfs engen Gassen, speziell auch in der Schusterstraße, angesehen. Wegen der dort parkenden Autos beträgt die Fahrbahnbreite stellenweise nur 2,80 Meter. Für Rettungs- und Müllfahrzeuge nannte Klöpping eine Mindestbreite von 3,05 Meter. Als möglichen Lösungsansatz sehen die Planer die Ausweisung dieser Straße als verkehrsberuhigten Bereich. Das würde bedeuten, die geparkten Fahrzeuge nach außen, also auf den dann ehemaligen Gehweg, zu schieben. Der Fußverkehr dürfe die ehemalige Fahrbahn auf voller Breite nutzen. Kinderspiele seien überall erlaubt und Parken nur möglich in gekennzeichneten Flächen. Gegebenenfalls würden Parkplätze entfallen ohne eine bauliche Umgestaltung, die, lobte Klöpping, vorbildlich vorgenommen worden sei in der parallel verlaufenden Weberstraße.
Unterm Strich bestehe mit einer Parkraumauslastung von insgesamt unter 60 Prozent „kein Parkdruck“. Prinzipiell zielführend sei die Bewirtschaftung, aber die vielen verschiedene Regelungen führten zu einer Unübersichtlichkeit. Potenzial für Verbesserungen gebe es in Geschäfts- und Wohnstraßen sowie zur Verlagerung von Pendlerfahrzeugen.
Ausschlaggebend für die Untersuchung sei, dass es immer mehr und immer größere Fahrzeuge gebe. Die übergeordnete Zielsetzung bestehe unter anderem in einer Aufwertung und Effizienzsteigerung der zentralen Parkplätze, Schaffung zusätzlicher Parkflächen und Verbesserung der Aufenthaltsqualität.
Eine Beteiligung an der Diskussion ist bis zum 1. November möglich unter [email protected] (Chris Cortis)