Phanteks EX5 & Plus & Max: Slim-Fit-Gehäuse schottet Hardware ab
Einfach anders: Phanteks verstaut beim EX5 die Hardware einzeln
Das EX5 hat Phanteks als „Slim-Fit“-Gehäuse konzipiert, bei dem jedes Bauteil separat untergebracht wird. Das erzeugt einen einzigartigen Look, hat aber auch einen Preis, deuten erste Tests an – und zwar ausnahmsweise nicht in Form hoher Euro-Beträge. Das Einstiegs-EX5 kostet einen knapp zweistelligen Betrag.
Die Idee des EX5 ist eigentlich simpel. CPU, Grafikkarte, Netzteil und Kühler sitzen in jeweils unterschiedlichen Kammern des Gehäuses. Dazwischen wird die Form eingezogen und lässt den Tower wie eine Ansammlung von Klötzen wirken. Im „Innenraum“ ist dabei Platz für ein ATX-Mainboard, die mit Mesh-Gitter umschlossene Kammer für die Grafikkarte erlaubt jedoch nur den Einbau einer maximal 3,6 Slots oder 73 Millimeter dicken Erweiterungskarte.
Auf diese Weise soll die Grafikkarte direkt Frischluft einsaugen und ausblasen können, also möglichst effizient gekühlt werden. Prozessorkühler sind auf eine Höhe von 78 Millimeter beschränkt. Für eine Luftkühlung hat Phanteks das Gehäuse jedoch nicht entworfen.
Das Design sieht stattdessen die Verwendung einer 360-mm-AiO-Wasserkühlung vor. Sie wird neben dem Mainboard platziert und zieht Luft gleichzeitig über die Grafikkarte. Zur aktiven Belüftung des Gehäuses sitzt zudem ein 120-mm-Lüfter hinter der Hauptplatine. Festplatten verteilt Phanteks. Ein Datenträger lässt sich hinter dem Mainboard, ein weiterer vor dem Netzteil am Gehäuseboden verbauen.
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Phanteks EX5 Plus (Bild: Phanteks)
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Ein erster Test von Hardware Canucks (YouTube) zeigt, dass das Konzept noch nicht ganz aufgehen könnte. Im Vergleich mit einem Corsair Frame 4000D (Test), einem normalen Midi-Tower, schneidet das EX5 sowohl bei den Temperaturen der CPU als auch der GPU bei gleicher Lautstärke schlechter ab. Eine Differenz von knapp 4 und 7 Grad ist deutlich.
Drei Versionen mit günstigem Start
Für ein exotisch geformtes Gehäuse fällt der Preis überraschend niedrig aus. Das EX5 startet zum Einführungspreis beim Online-Händler Caseking für rund 100 Euro. Beim EX5 Plus mit vormontierter 360-mm-Wasserkühlung steigt der Preis auf rund 130 Euro – immer noch wenig, erst recht in Anbetracht des Kühlers. In der Spitzenausführung EX5 Max verbaut Phanteks eine andere 360-mm-AiO mit 6-Zoll-Display über der Pumpe, das sich in das Gesamtdesign des Towers einfügt. Der Preis steigt allerdings auf rund 200 Euro. Als Liefertermin nennt Caseking aktuell Mitte Oktober.
| Phanteks EX5 | |
|---|---|
| Mainboard-Format: | ATX, Micro-ATX, Mini-ITX |
| Chassis (L × B × H): | 449 × 234 × 474 mm (49,80 Liter) |
| Material: | Kunststoff, Stahl, Glas |
| Nettogewicht: | 7,85 kg |
| I/O-Ports / Sonstiges: | 1 × USB 3.1 (USB 3.2 Gen 2) Type C, 2 × USB 3.0 (USB 3.2 Gen 1), HD-Audio Beleuchtung (RGB) |
| Einschübe: | 1 × 3,5" (intern) 1 × 2,5" (intern) |
| Erweiterungsslots: | 4 |
| Lüfter: | Seitenteil rechts: 4 × 120 mm (1 × 120 mm inklusive) |
| Staubfilter: | Netzteil |
| Kompatibilität: | CPU-Kühler: 78 mm GPU: 358 mm Netzteil: 210 mm |
| Preis: | ab 115 € |