Polizisten an Türen: BMW-Fahrer vor Gericht
Gericht
Köhlbrandbrücke blockiert: Autofahrer soll Polizisten mitgerissen haben
Eine Protestaktion auf der Köhlbrandbrücke eskaliert: Ein 43-Jähriger soll trotz Polizisten an den Türen plötzlich losgefahren sein.
Weil er bei einer Protestaktion zwei Polizisten verletzt haben soll, wirft die Hamburger Staatsanwaltschaft einem 43-Jährigen versuchte Nötigung, tätlichen Angriff auf und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, gefährliche Körperverletzung und gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr vor. Eigentlich sollte er sich heute vor Gericht verantworten. Doch der Prozess wurde verschoben.
Der Vorfall ereignete sich am 29. März 2023 gegen 10 Uhr auf der Köhlbrandbrücke. Laut Anklage soll der Mann mit seinem BMW gemeinsam mit weiteren Beteiligten beide Fahrspuren blockiert haben. Dafür soll er sich mit den Insassen eines neben ihm fahrenden Mercedes Vito abgesprochen haben. Beide Fahrzeuge sollen schließlich nebeneinander zum Stehen gekommen sein.
Angabe der Staatsanwaltschaft zufolge befanden sich in dem BMW Banner und Klebstoff, die für eine Blockade mit festgeklebten Personen vorgesehen waren. Die Polizei sollte die Aktivisten an der Durchführung der Aktion hindern. Dafür näherten sich die Beamten und griffen jeweils nach der Fahrer-, beziehugnsweise Beifahrertür. In dem Moment gab der Angeklagte mit seinem Wagen plötzlich Gas.
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Durch das abrupte Anfahren „mit quietschenden Reifen und hoher Geschwindigkeit“, wie es in der Anklage heißt, wurden die Beamten mitgerissen. Einer stürzte und rollte ein Stück über den Boden. Er zog sich leichte Verletzungen an Hand und Fuß zu. Sein Kollege klagte anschließend über Schmerzen an der Hand.
Protestaktion auf Köhlbrandbrücke: Am Freitag findet der Prozess statt
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Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, die Verletzungen der Polizisten zumindest in Kauf genommen zu haben.
Am Freitag sollte der Fall eigentlich vor Gericht verhandelt werden. Der Termin wurde jedoch kurzfristig aufgehoben. Er soll jetzt am 13. November vor dem Amtsgericht Harburg stattfinden. Dort wurde zuletzt Mitte April ein 49-Jähriger gleich wegen mehrerer Straßenblockaden – bei denen er sich unter anderem auf dem Asphalt festgeklebt hatte – zu einer Geldstrafe von 2000 Euro verurteilt.
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