Exoplanet TOI-1355 b verschwindet 2033 – für mehrere Jahrhunderte
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Ein Forschungsteam der Uni Tokio hat einen seltsamen Riesenplaneten entdeckt, der seinen Stern sehr schnell und auf ungewöhnliche Weise umkreist. Den Astronom:innen bleiben aber nur sieben Jahre, um weitere Erkenntnisse zu TOI-1355 b zu gewinnen.
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Astronom:innen haben einen seltsamen Planeten entdeckt – der bald „verschwindet“. (Symbolfoto: Shutterstock/zhengzaishuru)
Auf der Suche nach außergewöhnlichen Exoplaneten sind Forscher:innen der Uni Tokio auf einen seltsamen Riesenplaneten gestoßen. Bei TOI-1355 b handelt es sich um einen sogenannten heißen Super-Jupiter. Der Planet verfügt über knapp die sechsfache Masse des Jupiter und ist 1,4-mal so groß.
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Heißer Super-Jupiter mit seltsamem Orbit
Wie das Forschungsteam um Noriharu Watanabe und Norio Narita anhand der Analyse von Daten des Tess-Weltraumteleskops herausgefunden hat, kreist der Exoplanet innerhalb von nur gut zwei Tagen um seinen Stern. Dieser ist mit 8.400 Grad Celsius fast 3.000 Grad heißer als unsere Sonne.
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Eigentlich, so die Astronom:innen, müsste TOI-1355 b eine kreisförmige Umlaufbahn um seinen Stern haben. Aber anders als bei heißen Jupitern, die um heiße Sterne kreisen, ist der Orbit elliptisch. Für Watanabe und Narita ein Grund, den Planeten im Detail zu erforschen, wie es in einer Mitteilung der Uni Tokio heißt.
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Interaktion mit anderen Riesenplaneten
Schließlich könnte die Entdeckung eines heißen Jupiters mit sehr exzentrischer Umlaufbahn die Theorie stützen, dass solche Planeten, die um heiße Sterne kreisen, mit anderen Planeten interagieren. Die durch weitere Riesenplaneten möglicherweise erzeugte stark elliptische Bahn könnte durch Gezeiten später nach und nach weiter verkleinert werden und sich abrunden.
Im Rahmen der Untersuchungen stellten die Forscher:innen aber fest, dass TOI-1355 b sich nur noch rund sieben Jahre lang von der Erde aus beobachten lässt. Mitte 2033 könnte er aus der Sichtlinie verschwinden, in der er aus unserer Perspektive heraus vor seinem Stern vorbeizieht, wie es bei scinexx.de heißt. Über die sogenannte Transitmethode könnte er dann für mehrere Jahrhunderte für Astronom:innen nicht mehr sichtbar sein.
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Astronomen wollen Webb-Weltraumteleskop nutzen
Innerhalb der kommenden sieben Jahre bieten sich derweil über 1.000 Transfers für weitere Beobachtungen an, wenn die entsprechenden Bedingungen wie Wetter und Licht stimmen und Teleskope verfügbar sind. Die Astronom:innen der Uni Tokio wollen eigenen Angaben nach etwa beim James-Webb-Weltraumteleskop der Nasa anfragen.
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