Revolution auf See: Seedrohnen verändern moderne Kriegsstrategien


Podcast «NZZ Akzent»

Seedrohnen verändern den Krieg auf dem Meer

Unbemannt, günstig und effizient – wie in der Luft gewinnen Drohnen auch auf dem Wasser immer mehr an Bedeutung. Die Ukraine hat mittlerweile eine Seedrohnenflotte, die international Eindruck macht.

11.08.2026, 05.30 Uhr


No hands on deck: Seedrohnen verändern den Krieg auf dem Meer

Sarah Ziegler mit Marco Seliger

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In dieser Podcast-Episode:

Das schwarz-grau lackierte Boot setzt langsam ans Ufer zurück. Das Wasser um es herum plätschert gemütlich. An der Seite des kleinen Bootes steht sein Name: «Sea Baby». Was niedlich klingt, ist eine Angriffswaffe, die die Ukraine im Oktober 2025 vorgestellt hat. Ihr Ziel sind unter anderem Tanker der russischen Schattenflotte auf dem Schwarzen Meer. Beladen mit einem 940 Kilogramm schweren Sprengkopf, könne «Sea Baby» einen Riesentanker zwar nicht sofort versenken, meint Marco Seliger, Redaktor für Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Aber das Schiff in Schieflage bringen oder ein Feuer verursachen, das könne sie.

Die Ukraine hat mittlerweile eine grosse Flotte von Seedrohnen, die auf oder unter Wasser agieren können. Manche sind wie «Sea Baby» zum Angriff gerüstet, andere dienen der Aufklärung oder retten Schiffbrüchige. Sie sind günstiger als bemannte Kriegsschiffe und bringen keine Soldaten in unmittelbare Gefahr.

Dass diese Art von Drohnen nicht nur für die ukrainische Marine relevant geworden ist, zeigt ein Beispiel aus dem Juni 2026. Nach dem Absturz eines amerikanischen Kampfhelikopters konnten die Piloten mithilfe einer unbemannten Drohne der US Navy in Sicherheit gebracht werden. Und auch Nato-Staaten wie Deutschland entwickeln und testen Seedrohnen. Welche das sind, analysiert Marco Seliger in dieser Folge von «NZZ Akzent».

Alle Episoden von «NZZ Akzent» finden Sie in dieser Übersicht.

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