Proteste legen den Fokus auf Abschiebeflüge


Panorama

Demonstranten gegen Abschiedbungen stehen am Flughafen Frankfurt am Main.
picture alliance/dpa | Hannes P. Albert

Bundesweit haben bei mehreren Demonstrationen Menschen an Flughäfen gegen Abschiebungen protestiert.

Nein zu Abschiebungen. Bei einem bundesweiten Aktionstag haben an mehreren Flughäfen mehrere Hundert Menschen gegen Abschiebungen und Abschiebehaft demonstriert.

In Leipzig schätzte die Polizei die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf rund 400, in Frankfurt auf rund 300 und in Berlin-Brandenburg auf rund 150 Menschen. An den Airports Köln/Bonn und Düsseldorf sprach die Polizei von jeweils rund 50 Demonstranten. Das Aktionsbündnis ging von höheren Zahlen aus. 

Proteste für sofortigen Abschiebestopp 

Die Proteste richten sich den Angaben zufolge gegen Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber, Abschiebehaft und den Ausbau von Infrastrukturen für diesen Zweck. Auch an den Flughäfen München und Hannover waren Proteste angekündigt worden. In Leipzig ging es auch um Charter-Abschiebungen nach Afghanistan.

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„Wir fordern einen sofortigen Abschiebestopp, weil Schutzsuchende ein Recht auf Asyl haben“, sagte eine Sprecherin des Aktionsbündnisses. Dass ausgerechnet die deutsche Regierung dieses Recht mit Füßen trete und zudem bei den Abschiebungen mit den Taliban zusammenarbeite, sei fürchterlich.

Abschiebungen an Flughäfen – wofür das Geld stattdessen genutzt werden soll

Vom Flughafen Leipzig/Halle aus sind in diesem Jahr bereits mehrfach Abschiebeflüge nach Afghanistan gestartet. Nach Behördenangaben befanden sich an Bord zumeist Straftäter.

In Frankfurt richten sich die Proteste laut dem Netzwerk „We'll come united“, das gemeinsam mit regionalen Akteuren zu den Protesten aufgerufen hatte, auch gegen ein geplantes „Abschiebeterminal“. 

Das Geld, das für Abschiebungen ausgegeben werde, sollte stattdessen in Maßnahmen zur Integration geflüchteter Menschen investiert werden, sagte eine Sprecherin: „Wir wenden uns gegen jegliche Infrastruktur hinter Abschiebungen und fordern Bewegungsfreiheit für alle Menschen.“ (dpa)