Bewerbungsgespräche: Warum in sozialen Medien gerade alle über Coffee-to-go reden


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Darfst du einen Kaffee-to-go mit zu deinem Bewerbungsgespräch bringen oder solltest du ihn vorher austrinken? Diese Recruiting-Frage schlägt auf Linkedin und Tiktok aktuell große Wellen. Warum die Meinungen dabei gerade zwischen älteren Generationen und der Gen Z auseinandergehen.

Recruiting-Debatte auf Tiktok: Warum Bewerber ihren Coffee-to-go lieber vor der Tür austrinken sollten

Kaffee zum Jobinterview mitbringen: Ist das ratsam? (Bild: Shutterstock/Artsaba Family)

Wenn du dich auf ein Bewerbungsgespräch vorbereitest, spielst du im Kopf wahrscheinlich schon Teile der Konversation durch. Welche Fragen werden die Verantwortlichen stellen? Und gibt es vielleicht kuriose Tests, von denen die Bewerber:innen im Vorfeld nichts wissen? Jetzt kommt zumindest laut Social Media eine weitere Frage hinzu, die du dir vor dem Jobinterview stellen solltest.

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Kaffee beim Bewerbungsgespräch?

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Die Frage ist nämlich genau die: Falls du dir vor dem Gespräch einen Coffee-to-go im Becher holst, solltest du ihn dann vor dem Jobinterview austrinken oder stattdessen einfach mit zum Interview nehmen? Ursprung dieser Diskussion ist der Tiktok-Post der Recruiterin Caitlin Wehniainen. Im Video sagt sie, dass Gen-Z-Bewerber:innen immer öfter mit den Coffee-to-go-Bechern zum Bewerbungsgespräch erscheinen würden.

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Als Recruiterin mit sechzehn Jahren Erfahrung machen die Bewerber:innen dadurch eher einen negativen Eindruck auf sie. Sie würden damit vermitteln, dass das Bewerbungsgespräch nur ein weiterer Punkt auf ihrer Tagesagenda sei: „Du bist zu Target gegangen, dann zu Starbucks, jetzt machst du dein Bewerbungsgespräch und dann steht schon der nächste Punkt an. Es sieht zu beiläufig aus.“ Deshalb rät die Recruiterin dazu, den Kaffee vorher auszutrinken oder sich nach dem Gespräch einen Becher zu holen, statt ihn mit ins Jobinterview zu bringen.

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Warum das Video umstritten ist

Der Kommentarbereich unter dem Video ist laut Wehniainen zu einem „Schlachtfeld“ geworden. Auf Linkedin schreibt sie, dass sie nicht damit gerechnet hätte, so viel Aufmerksamkeit wegen eines Kaffeebechers zu bekommen. Einige stimmen der Recruiterin zu und betonen, dass es um ein professionelles Auftreten geht. Zudem sei ein Kaffee nicht notwendig, um das Bewerbungsgespräch zu bestreiten, und genauso gut davor oder danach getrunken werden.

Gerade die angesprochene Gen Z hält aber dagegen. Das Bewerbungsgespräch ist eben einer von vielen Wegen am Tage. Da noch gar nicht feststehen würde, ob das Unternehmen den- oder diejenige einstellt, würde sich nicht alles um dieses eine Gespräch drehen. Zumal es auch eines von mehreren Jobinterviews sein könnte. Selbst andere Recruiter:innen betonen, dass es ihnen egal wäre, ob Bewerber:innen Kaffee mitbringen. Für manche ist es sogar ein Zeichen von Selbstbewusstsein und gutem Zeitmanagement. Schließlich haben sie es pünktlich zum Gespräch geschafft und hatten noch Zeit, sich einen Kaffee zu holen.

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In ihrem Linkedin-Beitrag versucht Wehniainen, die Wogen etwas zu glätten. Sie schreibt: „Nur fürs Protokoll: Ich wollte nie sagen, dass ein Kaffee jemanden zu einem schlechten Kandidaten für den Job macht. Mein Punkt war lediglich, dass man Ablenkungen vermeiden sollte. Nach 16 Jahren im Recruiting und tausenden Bewerbungsgesprächen habe ich schon alles gesehen. Ein Teil meines Jobs ist es, Bewerbern zu zeigen, wie sie in bestimmten Bereichen wahrgenommen werden könnten.“

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