Regeln für Deepfakes: Österreich muss endlich eine Behörde schaffen!
Jakob Pflügl
Regeln für Deepfakes: Österreich muss endlich eine Behörde schaffen!
Seit August müssen Deepfakes gekennzeichnet werden. Österreich hat immer noch keine Behörde, um das zu überprüfen
Kommentar
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Jakob Pflügl
Wer auf Social Media unterwegs ist, hat es vielleicht schon bemerkt: Seit Anfang August schreibt die KI-Verordnung der EU vor, dass Deepfakes klar gekennzeichnet sein müssen. Gemeint sind damit Ton-, Foto- oder Videodateien, die vorgeben, echte Personen, Landschaften oder Gegenstände abzubilden. Verpflichtet sind alle, die KI zu beruflichen Zwecken nutzen – egal ob als Influencerin, Werber oder Journalistin. Wer gegen die Vorgaben verstößt, dem drohen empfindliche Strafen.
Das Problem ist nur: In Österreich gibt es nach wie vor keine Behörde, die die Einhaltung der Vorgaben kontrolliert. Eigentlich hätten die EU-Mitgliedsstaaten bereits vor einem Jahr Vorkehrungen treffen müssen, hierzulande ist das aber noch immer nicht passiert. Österreich ist nicht der einzige EU-Mitgliedsstaat, der im Verzug ist, wohl aber einer der letzten mit der Umsetzung.
Unverständlich
Die Folge von alldem: Unternehmen fehlt es an Rechtssicherheit, Bürgerinnen und Bürger an einer Beschwerdestelle. Es entsteht der Eindruck, dass man die KI-Verordnung von staatlicher Seite nicht ernst nimmt.
Die österreichische Regierung rühmt sich gern damit, bei Digitalthemen vorzupreschen – etwa beim Gesetz gegen Hass im Netz oder jüngst beim Entwurf für ein Social-Media-Verbot für Jugendliche. In beiden Fällen war und ist fraglich, ob die österreichischen Alleingänge EU-rechtskonform sind. Umso unverständlicher ist es, dass Österreich bei der KI-Verordnung nicht rechtzeitig mitzieht. (Jakob Pflügl, 3.8.2026)
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