Resonance A Plague Tale Legacy: Test-Wertungen im Überblick - Ein starkes Prequel mit Ecken & Kanten
Morgen erscheint „Resonance: A Plague Tale Legacy“, doch die ersten Tests und Wertungen zur Vorgeschichte von Schmugglerin Sophia liegen schon jetzt vor und verraten, ob die Insel des Minotaurus einen Ausflug wert ist.
Nach den gefeierten Vorgängern „A Plague Tale: Innocence“ und „Requiem“ wagt das französische Entwicklerstudio Asobo mit „Resonance: A Plague Tale Legacy“ einen spürbaren Richtungswechsel.
Das Prequel setzt rund 15 Jahre vor den Ereignissen des Erstlings an und schickt die Schmugglerin und Piratin Sophia – Fans bestens aus dem zweiten Teil bekannt – auf die Insel des Minotaurus, um ihre mysteriöse Verbindung zur Prima Macula zu ergründen.
Dafür setzen die Entwickler nicht nur auf ein vollwertiges Nahkampfsystem, sondern auch auf ein spannendes Dual-Timeline-Feature. Doch kann Sophias Vorgeschichte qualitativ an die emotionalen Abenteuer von Amicia und Hugo anschließen? Pünktlich zum morgigen Release liefern die ersten internationalen Reviews und Test-Wertungen die Antwort.
Starke Story, Gameplay mit kleineren Schwächen
Nach den ersten 44 Tests steht „Resonance: A Plague Tale Legacy“ bei einem soliden Metascore von 79 Punkten, muss sich damit aber hinter den beiden ersten Spielen anstellen: „A Plague Tale: Innocence“ kommt auf 81 Punkte, während die Fortsetzung „Requiem“ sogar 82 Zähler einfahren konnte.
Was die Tester an „Resonance“ fast durchgehend loben, ist die Inszenierung der Story und wie gut Asobo die bekannten Seuchen-Elemente mit der griechischen Mythologie und dem Mythos um König Minos verknüpft. Zudem sind die Kulissen, die Sophia besucht, allesamt gewohnt bildgewaltig inszeniert.
Und apropos Sophia: Auch die neue Heldin kommt gut an und funktioniert als erwachsene, fehlerbehaftete und zähe Protagonistin sehr gut, sodass ihre emotionale Tiefe das gesamte Abenteuer tragen kann.
Ebenfalls positiv hervorgehoben werden die cleveren Physik- und Lichtbrechungsrätsel, die die Erkundung auflockern und für Abwechslung abseits der klassischen Schleichpassagen sorgen. Zudem sorgt der aktivere Nahkampf mit Sophia für viele Tester ebenfalls für eine willkommene, direktere Spieldynamik.

Doch so sehr der Action-Ansatz auch begrüßt wird, so bemängeln viele Kritiker im Detail, dass sich die Nahkämpfe auf Dauer etwas steif, simpel und repetitiv anfühlen. Manche Gegner-Loops laufen zu monoton ab und auch schwache Bosskämpfe werden vereinzelt kritisiert. Letztlich hinkt Asobo in der Ausführung Größen wie „Uncharted“ oder „Tomb Raider“ hinterher.
Außerdem drückt die zweite Hälfte des Spiels für manche Tester zu sehr auf die Tränendrüse: Nachdem die erste Hälfte straff erzählt ist, wirkt der zweite Part aufgrund der inszenierten Härte und des schweren Pacings fast schon zu erdrückend, sodass man eher emotional erschöpft anstatt gepackt wird.
Abschließend berichten einige Tester auch von kleineren Framerate-Einbrüchen in weitläufigen Arealen, unruhigen Texturen und Grafik-Pop-Ups in Innenlevels, die den ansonsten sehr starken optischen Eindruck leicht trüben.
Das sagen die internationalen Tests
Eine der höchsten Wertungen kommt von PlayStation Universe, die 9,5 von 10 Punkten zücken: „Eine düstere, emotionale Geschichte, gepaart mit fantastischen Kämpfen, Erkundung und Rätseln. Resonance: A Plague Tale zementiert das Franchise als eine der besten Reihen der modernen Ära und sollte auf keinen Fall verpasst werden.“
Areajugones vergibt 8 von 10 Punkten, da „dem Kampfsystem etwas die Tiefe fehlt“, die „Erkundung und die Rätsel wirklich gut funktionieren“. Die größte Stärke sei jedoch das „spektakulären Setting, das durch herausragende Grafik und Art Direction ergänzt wird. Es übertrifft zwar weder Innocence noch Requiem, bleibt aber ein äußerst unterhaltsames und empfehlenswertes Abenteuer.“

Nicht ganz so angetan zeigt sich Eurogamer, die auf 6 von 10 Punkten kommen: „Asobo Studio ergänzt das Plague Tale-Rezept mit direktem Nahkampf und intuitiven Rätseln mit durchschlagendem Erfolg – allerdings trübt der drastische emotionale Overkill (‚Trauma-Porn‘) der zweiten Hälfte den Glanz eines ansonsten clever getimten Action-Adventures beträchtlich.“
Und auch IGN vergibt 6 von 10 Punkten, da die „Reise für die Hauptfigur deutlich weniger packend“ sei und die „Gefechte viel zu schnell repetitiv werden“, während auch die „Lichtmanipulations-Rätsel, eher für ein schwaches Flackern der Begeisterung als für eine lodernde Flamme“ sorgen. „Es kam nie auch nur annähernd an die Wucht heran, mit der mich die Abenteuer von Amicia und Hugo umgehauen haben“, so das Fazit.
Internationale Test-Wertungen in der Übersicht (Auszug):
Da in den nächsten Stunden und Tagen womöglich noch weitere Reviews folgen, sei wie gewohnt darauf hingewiesen, dass der aktuelle Metascore nur eine Momentaufnahme darstellt und sich in den kommenden Tagen natürlich noch nach oben oder unten korrigieren kann.
Wer jetzt selbst mit Sophia auf die geheimnisvolle minoische Insel aufbrechen möchte, kann bereits ab morgen loslegen: „Resonance: A Plague Tale Legacy“ erscheint am 27. August 2026 für die PS5, Xbox Series X/S und den PC. Zudem ist das Spiel direkt zum Release im Xbox Game Pass enthalten, sodass Abonnenten ohne zusätzliche Kosten reinschnuppern können.
Beim Kauf werden preislich 59,99 Euro für die Standard Edition fällig, die sowohl in digitaler als auch in physischer Form mit Disc erhältlich ist. Außerdem können Sammler zu einer Collector’s Box greifen, die unter anderem eine Statue von Sophia und Theseus umfasst, mit 149 Euro aber kein Schnäppchen ist – zumal das Spiel hier nicht enthalten ist und separat erworben werden muss.
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