14 Tage kein Regen, Rhein fast leer: „Als wäre das nicht genug“ – Experten warnen vor Trockenheit bis Dezember


Rhein verkommt zum Rinnsal: Warum uns die Trockenheit jetzt bis in den Dezember begleiten könnte

Stand: 20.09.2026, 06:16 Uhr

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Der Rhein schrumpft dramatisch: Kaub bei 23 Zentimetern, Worms schon im Minus. Und die nächsten 14 Tage? Kaum ein Tropfen! Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Frankfurt – Was sich gerade an unseren Flüssen abspielt, muss man erst einmal sacken lassen. Der Pegel bei Kaub liegt bei gerade mal 23 Zentimetern, in Worms zeigt die Messlatte sogar schon minus fünf. Der einst so mächtige Strom schrumpft zum traurigen Rinnsal, Sandbänke tauchen dort auf, wo sonst schwere Frachter fahren.

Die Regenmengen bis 5. Oktober 2026.

Die Regensummen bis zum 5. Oktober 2026 sind erschreckend gering. Die Dürre nimmt weiter dramatisch zu. © Metdesk/www.wxcharts.com

Und jetzt kommt der eigentliche Hammer für alle, die auf Regen hoffen: In den nächsten 14 Tagen fällt über weiten Teilen des Landes so gut wie nichts. Ein paar Tröpfchen hier, ein Schauer da – aber der große, rettende Landregen bleibt komplett aus. Der Boden ist staubtrocken, und die Lage spitzt sich Tag für Tag weiter zu.

Der Rhein wird zum Rinnsal: Trockenheit bis in den Dezember?

Schuld ist ein hartnäckiges Hoch, das sich einfach nicht vertreiben lässt. Statt Tiefs mit ordentlich Nass bekommen wir ruhiges, viel zu trockenes Herbstwetter serviert – und das mindestens die kommenden zwei Wochen. Das Fatale daran: Ein schnelles Ende ist nicht in Sicht. Ändert sich an dieser festgefahrenen Lage nichts, könnte uns die Trockenheit bis in den Dezember begleiten. Der Herbst, sonst die feuchte Jahreszeit schlechthin, fällt diesmal buchstäblich ins Wasser – nur eben andersherum.

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Und dann noch der Sprit

Als wäre das nicht genug, kommt der Ärger an der Zapfsäule dazu. Die Preise für Benzin und Diesel sind ohnehin schon auf Rekordniveau – und ein niedriger Rhein macht es schlimmer: Tankschiffe können nur halb beladen fahren, manche gar nicht. Weniger Fracht, höhere Kosten, gerade im Süden und Westen. Immerhin: Die Politik will jetzt gegensteuern, von Entlastungen bis zu einer Sondersteuer für die Ölkonzerne ist die Rede. Ob das reicht, bevor die Heizsaison startet? Fraglich.