WM in der Rhythmischen Sportgymnastik: Varfolomeev stark in der Qualifikation


Rhythmische Sportgymnastik :

Olympiasiegerin Varfolomeev mit starker Qualifikation bei Heim-WM

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Julian Merz, Frankfurt

13.08.2026, 18:30Lesezeit: 2 Min.

Hoch konzentriert: Darja Varfolomeev, hier beim Einzelfinale Band bei den Deutschen Meisterschaften in Hannover

Bei der WM überzeugt die Olympiasiegerin in der Qualifikation: Sie steht im Mehrkampf sowie bei drei Einzeldisziplinen im Finale. Eine Wiederholung ihres kompletten Triumphs ist aber nicht mehr möglich.

Darja Varfolomeev hat sich bei der Weltmeisterschaft der Rhythmischen Sportgymnastik in Frankfurt souverän für das Mehrkampffinale am Freitag qualifiziert. Nach ihren vier Übungen kam die Olympiasiegerin mit ihren drei besten Wertungen auf insgesamt 89,000 Punkte, womit sie das bis dato beste Ergebnis erzielte. Eine Wiederholung ihres Triumphs mit vier Goldmedaillen wie im Vorjahr in Rio ist allerdings nicht möglich.

Nach Abschluss der Gruppe C liegt Varfolomeev vor der Bulgarin Stiliana Nikolova mit 87,350 Punkten und Sofiia Ilteriakova mit 85,600 Punkten. Da noch weitere Qualifikationsgruppen folgen, steht das endgültige Klassement erst am späten Donnerstagabend fest. Dass noch eine Starterin Varfolomeevs Wert übertreffen kann, gilt jedoch als unwahrscheinlich.

Nach ihren gelungenen Übungen mit Reifen und Ball am Mittwoch, bei denen sie ohne Geräteverlust oder größere Schwierigkeiten geblieben war, setzte Varfolomeev die Qualifikation am Donnerstag mit den Keulen und dem Band fort. Mit fokussiertem Blick und schnellen Schritten betrat die Neunzehnjährige die Wettkampffläche. Nach einem guten Start verlor Varfolomeev das Gerät kurz, konnte aber schnell ihren Rhythmus wiederfinden und schloss die Übung an den Keulen mit 27,950 Punkten ab.

Nervosität vor den Qualifikationstagen

Mit dem Band zeigte Varfolomeev anschließend eine nahezu fehlerfreie und elegante Übung. Ihre Darbietung wurde mit 30,050 Punkten bewertet. Damit kam sie zusammen mit ihren Wertungen für den Reifen von 29,250 Punkten und den Ball von 29,700 Punkten auf die für das Mehrkampfklassement maßgeblichen 89,000 Punkte. Die Keulenwertung wurde als ihr schwächstes Ergebnis gestrichen.

Damit steht sie außerdem in den Gerätefinals mit Reifen, Ball und Band. Das Keulenfinale verpasste sie nach ihrem Geräteverlust. Die jeweils acht besten Gymnastinnen der Qualifikation treten am Sonntag um die einzelnen Gerätetitel an. Das Mehrkampffinale der besten 18 beginnt am Freitag um 16 Uhr.

Nachdem sie sich vor der Weltmeisterschaft eher zurückhaltend zu ihren Ambitionen geäußert hatte, sei sie vor den beiden Qualifikationstagen sehr nervös gewesen, sagte Varfolomeev der F.A.Z. In der Qualifikation entscheide sich „eigentlich noch gar nichts und gleichzeitig alles“, weil dort die Plätze für das Mehrkampf- und die Gerätefinals vergeben würden. Zwar habe es mit den Keulen nicht für das Finale gereicht. Sie sei aber dankbar für drei Gerätefinals und die Teilnahme am Mehrkampffinale.

Für Lada Pusch endete die WM-Qualifikation dagegen mit einer Enttäuschung. Bei ihrer Keulenübung verlor die Achtzehnjährige während einer Drehung eine Keule und konnte anschließend auch die zweite, noch in der Luft befindliche Keule nicht fangen. Pusch erhielt 25,200 Punkte. Beim Verlassen der Wettkampffläche wirkte sie den Tränen nahe, vom Publikum wurde sie mit großem Applaus verabschiedet. Nach ihren Auftritten mit Reifen und Ball am Mittwoch erreichte sie kein Finale.

Auch für Anastasia Simakova ist die Weltmeisterschaft beendet. Die Einundzwanzigjährige, die für Deutschland ausschließlich mit dem Band antrat, leistete sich mehrere Unsicherheiten und ließ das Gerät zweimal fallen. Mit 24,400 Punkten verpasste sie das Gerätefinale.