RLB OÖ steigert Gewinn zum Halbjahr deutlich
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RLB OÖ steigert Gewinn zum Halbjahr deutlich
Trotz "herausfordenden Umfelds" konnten alle relevanten Kennzahlen gesteigert werden
Wien/Linz - Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) hat ihre Ergebnisse heuer im ersten Halbjahr "in einem herausfordernden Umfeld" spürbar gesteigert. Der Gesamtperiodenüberschuss wuchs um 452,6 Mio. auf 833,2 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Freitag bekanntgab. Das Betriebsergebnis verbesserte sich demnach ebenfalls kräftig – um 611,8 Mio. auf 879 Mio. Euro.
"Das erste Halbjahr 2026 war für die RLB OÖ äußerst erfolgreich. Wir konnten unsere Kapitalbasis weiter stärken, im operativen Geschäft wachsen und gleichzeitig wesentliche Zukunftsprojekte vorantreiben", resümierte Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer.
Die Bank sei in zentralen Kundensegmenten gewachsen. Neben einer stabilen operativen Geschäftsentwicklung habe insbesondere die "starke Wertentwicklung der At-equity-Beteiligungen" das Ergebnis geprägt, teilte die Bank mit Blick auf Unternehmen wie den Stahlkonzern voestalpine und die Raiffeisen Bank International (RBI) mit. "Besonders erfreulich ist die positive Entwicklung unserer Beteiligungen, allen voran der Raiffeisen Bank International", bekräftigte der RLB-OÖ-Chef.
Stabile Entwicklung
Das operative Geschäft entwickelte sich den Angaben zufolge auf einem konstant hohen Niveau. Das Finanzierungsvolumen bezifferte die Bank mit 26,5 Mrd. Euro per Ende Juni 2026 – ein Plus von 3 Prozent. Der Zinsüberschuss erhöhte sich um 1,4 Prozent auf 274,5 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss legte um 10,2 Prozent auf 123,5 Mio. Euro zu.
Die Einlagen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden lägen weiterhin stabil bei 14 Mrd. Euro. Die Konzernbilanzsumme sei mit 49,2 Mrd. Euro gegenüber dem Wert zum Jahresende 2025 "leicht gesteigert" worden und befinde sich "weiterhin auf hohem Niveau".
Die Kapitalausstattung der RLB OÖ sei auch im ersten Halbjahr 2026 weiter gestärkt worden. Die harte Kernkapitalquote (CET1-Ratio) habe sich gegenüber dem Jahresende 2025 um 0,3 Prozentpunkte auf 19,6 Prozent verbessert, die Gesamtkapitalquote um 0,1 Prozentpunkte auf 21,1 Prozent. "Unsere hohe Kapitalstärke ist ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil", so der Generaldirektor.
Neue Konzernzentrale
Im ersten Halbjahr habe die RLB OÖ heuer zahlreiche strategische Initiativen umgesetzt. Ein besonderer Meilenstein sei der Baustart der neuen Konzernzentrale im Linzer Neustadtviertel gewesen – der Spatenstich erfolgte im Mai. Künftig sollen dort bis zu 1.000 Beschäftigte arbeiten.
Am Kapitalmarkt platzierte die Bank eine besicherte Benchmark-Anleihe über 500 Mio. Euro und sei damit "bei internationalen Investoren auf großes Interesse" gestoßen.
Firmengeschäft umstrukturiert
Im Firmenkundengeschäft wurde den Angaben zufolge eine umfassende organisatorische Neuausrichtung umgesetzt, um Verantwortlichkeiten zu bündeln und Synergien zu heben. Parallel dazu sei die Marktpräsenz in Deutschland weiter gestärkt und die bisherige Zweigniederlassung Süddeutschland zur "Niederlassung Deutschland" weiterentwickelt worden.
Trotz eines weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds erwartet die Bank für das zweite Halbjahr "eine weiterhin stabile operative Entwicklung". Die Investitionen in Digitalisierung, nachhaltige Infrastruktur, moderne Zahlungslösungen und die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells will sie "konsequent fortsetzen". (APA, 28.8.2026)
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