Roboterkoch an Münchner Tankstelle – warmes Essen auch mitten in der Nacht
Stand: 13.10.2026, 20:00 Uhr
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An einer Allguth-Tankstelle in München-Giesing kocht seit Mitte September ein Roboter warme Gerichte rund um die Uhr. Acht Gerichte stehen zur Auswahl – von vegan über vegetarisch bis klassisch ist alles dabei.
München – Chiemgauerstraße 185, München-Giesing. Zwei mechanische Arme fuchteln wild hinter einer Glasscheibe umher, auf acht Induktionsherdplatten drehen sich Kochtöpfe. Darin: Paprika, Nudeln, Käsespätzle oder ein Kaiserschmarrn im Anfangsstadium. Per Magnet hebt ein Roboterarm die Töpfe nacheinander von der Platte und gibt sie weiter an seinen Roboterkollegen, der wiederrum garniert mit Lauchzwiebeln, Röstzwiebeln oder Puderzucker. Keine fünf Minuten sind vergangen, seit Hendrik Susemihl an einem Terminal bestellt und mit seiner Kreditkarte bezahlt hat. Schon hält er eine Portion fertiger Udon-Nudeln in der Hand.

„Wir sind sehr stolz auf den Roboter“, sagt Susemihl, Mitgründer des Hamburger FoodTec-Unternehmens „goodBytz“. Seit Mitte September steht einer seiner Roboter in der Münchner Allguth-Filiale – und ist damit der erste in einer deutschen Tankstelle. „Das Ziel des Foodroboters ist, 24/7 Essen anbieten zu können“, sagt Markus Erbrich, der Leiter Convenience und Partnerentwicklung von Allguth.
Acht verschiedene Gerichte zur Auswahl – zubereitet von Roboterarmen
Und so geht’s: Per Touch-Screen können Hungrige aus acht verschiedenen Gerichten auswählen. Darunter neben klassischen Käsespätzle auch Tortellini-Variationen, Udon-Nudeln oder die thailändische Suppe Tom Kha Gai – jeweils für 9,90 Euro. Für Freunde des Nachtischs ist seit vergangenem Wochenende auch ein Kaiserschmarrn für 6,90 Euro Teil des Sortiments. Ist die Bestellung abgeschlossen, machen sich die Roboterarme an die Arbeit.
Ein Kochtopf wird mit nötigen Zutaten gefüllt – etwa vorher zubereiteten, tiefgekühlten Käsespätzle und Reibekäse – und auf eine sich drehende Herdplatte gestellt. „Durch die Drehbewegung wird das Essen automatisch umgerührt und ein Anbrennen verhindert“, sagt Susemihl. Nach einigen Minuten Kochzeit garniert ein zweiter Arm das fertige Gericht und stellt es in die Ausgabefächer. Per QR-Code kann es abgeholt werden – und das auch um 3 Uhr nachts. Besonders beliebt in den ersten Wochen: die Portion Käsespätzle. Na dann, guten Appetit!