Schock für 400 Passagiere in Frankfurt-Flieger – Go-around hat fast fatale Folgen
Stand: 13.10.2026, 20:00 Uhr
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Ein Lufthansa-Flug aus Frankfurt muss kurz vor der Landung in Los Angeles durchstarten. Dabei kommt das Heck der Boeing 747 dem Asphalt gefährlich nah. Wenig später setzt die Maschine sicher auf.
Frankfurt/Los Angeles – Nur wenige Zentimeter trennten den Flug, der am Flughafen Frankfurt gestartet war, von einem großen Unglück mit möglicherweise weitreichenden Folgen: Es ist Samstag, der 10. Oktober. Rund 400 Passagiere an Bord eines Lufthansa-Jumbos freuen sich auf die Landung in der Sonne Kaliforniens. Doch kurz vor dem Aufsetzen auf dem Los Angeles International Airport bricht der Pilot die Landung ab.
Rückblende: Der Flug LH456 startet mit gut 40 Minuten Verspätung um 11.18 Uhr am Frankfurter Flughafen. Auf Portalen wie flightradar24.com lässt sich sein Weg über die Nordsee, später Grönland, Kanada und die Westküste der USA nachvollziehen. Die Boeing 747-8 mit der Kennung D-ABYK hält Kurs auf Los Angeles. Alles verläuft routinemäßig – bis zum Landeanflug.
Heck von Frankfurt-Flieger schwebte zentimetergenau über dem Asphalt
Gegen 13.18 Uhr Ortszeit setzt die Maschine zur Landung an. Doch es dauert zu lange. Der Pilot entscheidet sich für ein sogenanntes Go-around – ein Durchstartmanöver, bei dem die Nase des Flugzeugs steil nach oben gezogen wird. Genau in diesem Moment berührt das Fahrwerk kurz die Landebahn, bevor der Jet wieder abhebt. Das Heck des Giganten schwebt dabei gefährlich nah über dem Asphalt – nur Zentimeter trennten ihn vom Boden.
Auf einem Video, das von einer Livestream-Kamera aufgenommen wurde, ist die Situation festgehalten. „Holy Moly!“, kommentieren die Macher und sprechen damit wohl einigen Betrachtern aus der Seele.
Die gute Nachricht für Crew, die etwa 400 Passagiere aus Frankfurt und alle anderen Beteiligten: Kurz nach dem Zwischenfall drehen die Piloten eine Schleife und setzen zum zweiten Anflug an. Um 13.33 Uhr landet die Maschine sicher in Los Angeles. Schäden am Flugzeug gab es keine.
Was steckt hinter einem Durchstartmanöver?
Lufthansa bestätigte den Vorfall gegenüber dem Luftfahrtportal Simple Flying. Den genauen Grund für den abgebrochenen Anflug nannte die Airline nicht.
Ein Go-around ist im Luftfahrtbetrieb ein standardisiertes Sicherheitsmanöver. Piloten brechen die Landung ab, wenn der Anflug instabil ist – etwa weil die Maschine zu hoch oder zu schnell ist, der Wind dreht oder das Aufsetzen zu weit hinten auf der Landebahn erfolgt. Für die Cockpitcrew ist es Routine, für die Passagiere oft ein Schrecken.