Royales Familienmitglied nach langer Krankheit gestorben
Stand: 24.09.2026, 20:01 Uhr
Die britische Königsfamilie trägt Trauer: Phil Tindall, der Vater von Prinzessin Annes Schwiegersohn Mike Tindall, ist nach langer Krankheit im Alter von 80 Jahren gestorben. Zara Tindalls Ehemann machte den Verlust selbst publik.
Gerade erst haben mehrere Todesfälle im norwegischen Königshaus große Trauer in der Adelswelt ausgelöst, nun trägt auch die britische Königsfamilie einen angeheirateten Verwandten zu Grabe: Phil Tindall, der Vater von Prinzessin Annes Schwiegersohn Mike Tindall, ist im Alter von 80 Jahren verstorben.
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Briten-Royals trauern mit Mike Tindall um verstorbenen Vater Phil
Phil Tindall, der wie sein Sohn Mike ein begabter Rugbyspieler mit tiefen Wurzeln in der westenglischen Grafschaft Yorkshire war, litt mehr als zwei Jahrzehnte lang an der Parkinson-Krankheit. Sein Tod ereignete sich bereits Mitte September, wie Mike Tindall in seinem Podcast "The Good, The Bad & The Rugby" mitteilte. "Leider ist mein Vater letzte Woche verstorben", erklärte der 47-jährige ehemalige englische Rugby-Nationalspieler.

Phil Tindall mit 80 Jahren nach langer Krankheit gestorben
Mike Tindall bestritt zwischen 2000 und 2011 insgesamt 75 Länderspiele für die englische Rugby-Nationalmannschaft. Mit König Charles' Nichte Zara Tindall ist er seit 15 Jahren verheiratet, das Paar hat drei gemeinsame Kinder. Phil Tindall hatte die Diagnose Parkinson im Jahr 2003 erhalten – im selben Jahr, in dem sein Sohn mit England den Rugby-Weltmeistertitel gewann.
Phil Tindall gab bereits als 17-Jähriger in der Saison 1963/64 beim Otley Rugby Club in West Yorkshire sein Debüt in der ersten Mannschaft. Er spielte auf den Positionen Fly-Half und Center und übernahm schließlich in der Saison 1972/73 die Kapitänsbinde des Vereins. Auch abseits des Platzes sorgte Phil für eine denkwürdige Geschichte: Kurz vor seiner Hochzeit mit Linda im Jahr 1969 brach er sich das Bein. Den Gang zum Altar absolvierte er daraufhin im Gipsverband. "Es ging irgendwie alles schief. Er musste mit 27 aufhören", erzählte Mike Tindall in seinem Podcast über das frühe Karriereende seines Vaters. In Otley kam später auch Mike zur Welt.
Letzte Rugby-Ehre für Phil Tindall: Dieser Abschied rührte Mike Tindall zu Tränen
Der Otley Rugby Club würdigte Phil Tindall bei seinem jüngsten Heimspiel gegen Chester mit einer Schweigeminute. Zudem widmete der Verein ihm einen Beitrag im offiziellen Spieltagsheft. Mike Tindall zeigte sich tief bewegt von dieser Geste. "Großen Dank an den Otley Rugby Club. Sie haben am Wochenende gegen Chester gespielt und eine Schweigeminute für meinen Vater eingelegt, der '72, '73 Kapitän war", sagte er in seinem Podcast. Jemand habe die Szene aufgenommen und ihm zugeschickt, berichtete der 47-Jährige weiter. "Diesen kleinen Moment konnte ich mir anschauen", schilderte er. Auch die Worte im Programmheft habe er gelesen. "Vielen herzlichen Dank an den Otley Rugby Club dafür", fügte er hinzu. Die Verbindung der Familie Tindall zu dem Verein in West Yorkshire reicht über Generationen zurück.
Phil Tindall nach jahrelangem Kampf gegen Parkinson-Erkrankung gestorben
Die Diagnose Parkinson erhielt Phil Tindall im Jahr 2003. Über mehr als 23 Jahre hinweg verschlechterte sich sein Zustand stetig. Noch im Mai dieses Jahres hatte Mike ein düsteres Bild vom Gesundheitszustand seines Vaters gezeichnet. "Meinem Vater geht es im Moment nicht gut", sagte er damals. "Parkinson ist brutal, und es gibt keine Pause davon, wie es den Körper angreift und Menschen verändert." Die Krankheit habe seinen Vater zu "einem Schatten dessen, was er einmal war" gemacht, so Mike. Bereits bei seiner Hochzeit mit Zara im Jahr 2011 war Phil zeitweise auf einen Rollstuhl angewiesen. Die Erkrankung hatte seine Wirbelsäule und Bandscheiben angegriffen und die Bewegungsfähigkeit massiv eingeschränkt. Mikes Mutter Linda, eine frühere Sozialarbeiterin, übernahm einen Großteil der Pflege ihres Mannes. Mike beschrieb sie als hingebungsvolle Betreuerin, die ihren Mann mit zunehmenden Bedürfnissen kaum noch allein lassen wollte.
Mike Tindall engagiert sich wegen seines Vaters für die Parkinson-Forschung
Die Erfahrungen mit dem Leiden seines Vaters trieben Mike Tindall dazu, sich intensiv für die Parkinson-Forschung einzusetzen. Seit 2018 fungiert er als Schirmherr der Wohltätigkeitsorganisation Cure Parkinson's. Die Diagnose seines Vaters im Jahr 2003 war der Ausgangspunkt für dieses Engagement. Über die Jahre sammelte der frühere Rugby Nationalspieler durch verschiedene Veranstaltungen Spenden für die Erforschung besserer Therapien. Zu seinen regelmäßigen Aktionen zählen das jährliche Celebrity Golf Classic sowie Rad- und Laufherausforderungen, wie die Organisation Cure Parkinson's bestätigt.
Der schleichende Verfall seines Vaters habe ihn in seinem Entschluss bestärkt, den Kampf gegen Parkinson voranzutreiben, erklärte Mike. Die sinkende Lebensqualität von Phil sei der Grund gewesen, warum er sich so entschieden für die Suche nach wirksameren Behandlungsmethoden und letztlich einer Heilung einsetze.