Ruhrorter Hafenfest: Feuerwerk steht auf der Kippe – und noch viel mehr
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Wird das Ruhrorter Hafenfest vom 21. bis zum 24. August eine der traurigsten Ausgaben der Traditionsveranstaltung? Normalerweise ist Duisburgs maritime Sause eines der beliebtesten Feste. Mit Blick auf den Rheinpegel haben aber schon etliche historische Schiffe abgesagt, obwohl diese noch im Programm zu finden sind. Auch der Schiffskorso wird wohl nicht stattfinden. Und ob es überhaupt ein Höhenfeuerwerk geben kann, ist angesichts der Trockenheit ebenfalls ungeklärt.
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„Es ist schwierig, wenn beim Hafenfest das zentrale Element, das Wasser, fehlt“, sagt „Duisburg Kontor“-Chef Uwe Kluge. Hinzu kommt: 2025 gab es ein Extra-Budget, weil das Hafenfest zum 30. Mal stattfand. In diesem Jahr fehlen die großen Namen.
„So einen Act wie Blümchen konnten wir uns vor dem Jubiläumsjahr nicht leisten und können wir nun auch nicht“, sagt Kluge, ohne konkrete Zahlen zum Budget zu nennen. Nur so viel: Es muss gespart werden. „Wir sprechen davon, dass wir den größten Binnenhafen haben. Es wäre schön, wenn das auch die Firmen im Hafen verinnerlichen würden und das Hafenfest zu ihrer Veranstaltung machen würden.“
Duisburg-Ruhrort: Hafenfest-Organisatoren denken über Drohnenshow nach – die Zeit ist knapp

Vor allem der Freitag war beim Ruhrorter Hafenfest immer rappelvoll. © FUNKE Foto Services | Michael Dahlke
Immerhin summiert sich das Programm auf rund 30 Stunden. Die Hauptbühne wird etwas versetzt wieder oberhalb der Mühlenweide stehen. Das habe den Vorteil, dass nicht so viele Straßensperren eingerichtet werden müssen. Die andere Bühne wird an der Schifferbörse stehen. Dort gibt’s etwa Shanty-Gesang vom Hafenchor und der Gesangsgruppe der Wasserschutzpolizei. Rody Reyes & Havanna con Klasse wollen kubanische Lebensfreude in den Hafenstadtteil transportieren. Auf dem Richard-Hintorf-Platz treten beispielsweise „Patchwork Noise“, die „Schlager Deluxe Band“ und die „Groove Delighters“ auf.
Auf dem Neumarkt wird sonntags wieder ein Kunstmarkt aufgebaut. Das Theater „Kreuz & Quer“ ist hier am Vormittag zu sehen, die „Fry Hfn Bnd“ spielt mittags. „Schön, dass Klaus Brüggenwerth wieder mit an Bord ist und den Markt organisiert“, bedankt sich „Duisburg Kontor“-Sprecher Alexander Klomparend. Außerdem gibt es natürlich wieder den beliebten Hinterhof-Trödel. Rund 40 Ruhrorter Höfe beteiligen sich. Interessierte können stöbern und Schnäppchen oder Schätze finden.
Entscheidung soll in der kommenden Woche fallen

2025 gab es erstmals eine Drohnenshow beim Hafenfest. Für ein überzeugenderes Ergebnis bräuchte man allerdings mehr Drohnen. © FUNKE Foto Services | Frank Oppitz
Wie sich das Hafenfest konkret gestaltet, wird sich kurzfristig zeigen. Regen ist aktuell nicht angesagt. Deshalb laufen Überlegungen, noch eine alternative Drohnenshow zu organisieren – doch auch das ist alles andere als trivial.
„Man braucht ein Drehbuch und einen Dienstleister, der über eine entsprechende Menge an Drohnen verfügt“, gibt Klomparend Einblick. Anders als am Innenhafen, wo eine eher kleinere Fläche bespielt wurde, müssten die Bilder in Ruhrort dreidimensional wirken. „Eigentlich sind wir uns alle einig, dass das Feuerwerk das Markenzeichen des Hafenfests ist und wir deshalb daran festhalten wollen“, so Klomparend.

Die Kirmes mit rund 100 Schaustellern soll stattfinden.© FUNKE Foto Services | Alexandra Roth
Auch hier hängt eine Menge an der Vorbereitung. Eine Firma habe die Show bereits geplant, entsprechende Pyro-Elemente bestellt. Duisburg Kontor ist teilweise bereits in Vorkasse gegangen. Um ein Feuerwerk und eine Drohnenshow parallel vorzubereiten, fehle schlicht das Geld. Auch das sei im vergangenen Jahr nur möglich gewesen, weil sich Sponsoren für den Programmpunkt gefunden hatten.
Zudem mussten bereits das Wasser- und Schifffahrtsamt informiert, Straßensperren angemeldet und Security organisiert werden. „Die haben ihre Personalplanung schon gemacht“, weiß Kluge. Teilweise seien die Dienstleister zwar kulant, doch ein Teil der Kosten müsse in jedem Fall bezahlt werden, auch wenn das Feuerwerk ausfallen sollte.
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Die Pyro-Technik könnte zwar grundsätzlich eingelagert werden, allerdings verursache auch das wiederum Kosten. In der kommenden Woche soll in Absprache mit der Feuerwehr eine Entscheidung getroffen werden. Nur: Die Mühlenweide vorher zu bewässern, würde bei diesem Ausmaß der Trockenheit nicht helfen.

Leer bleibt die Mühlenweide jedoch in keinem Fall. Die Kirmes findet statt, das Riesenrad wird aufgebaut und rund 100 Schausteller haben ihr Kommen zugesagt.