Europa sucht günstige Waffen: US-Startup will in Sachsen bald 5.000 Marschflugkörper pro Jahr bauen
Rüstungsproduktion in Sachsen: US-Startup baut günstige Marschflugkörper für Europa
Stand: 10.09.2026, 13:44 Uhr
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Ein US-Verteidigungs-Startup plant die Massenproduktion kostengünstiger Marschflugkörper in Deutschland.
Dresden – Das von Investoren wie Peter Thiel unterstützte US-Verteidigungs-Startup Covenant hat Aufträge im Wert von rund 150 Millionen US-Dollar (ca. 129 Millionen Euro) für seine in Serie gefertigten Anthem-Marschflugkörper verbucht. Wie die Nachrichtenagentur Reuters und die Washington Post übereinstimmend berichteten, ist der Beginn der Produktion in Sachsen für das kommende Jahr geplant, wobei erste Auslieferungen für 2027 anvisiert werden. Das Unternehmen will im ersten Jahr in Sachsen etwa 1.000 Einheiten fertigen und strebt bis 2028 eine jährliche Produktionsrate von 5.000 Lenkflugkörpern an.
Covenant positioniert das Waffensystem als kostengünstigere Option mit schwerer Nutzlast, um den Mangel an teuren Systemen auszugleichen. Laut Reuters liegt der Stückpreis im mittleren sechsstelligen Bereich bei einem Gefechtskopf von über 200 Kilogramm.
Europäische Lieferkette und Abschreckung
Um europäische Bedenken hinsichtlich der Abhängigkeit von US-Komponenten zu adressieren, stützt sich die Lieferkette in Sachsen nahezu vollständig auf europäische Quellen. Weniger als fünf Prozent der Bauteile stammen von außerhalb Europas, wie Reuters berichtete. Das Unternehmen führt bereits Gespräche mit der Bundeswehr und dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, wie die Deutsche Welle unter Berufung auf die Nachrichtenagentur DPA anmerkte.
Der pensionierte Generalleutnant Andreas Marlow bewertete die europäischen Bemühungen im Bereich der Langstreckenwaffen als ein wichtiges Element zur Schließung von Lücken in der hiesigen Abschreckungsarchitektur, so die Deutsche Welle. (Redaktion)