AfD Sachsen-Anhalt: Siegmund spricht bei „ungeskriptet“ über seine Pläne


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Ulrich Siegmund tritt bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als Spitzenkandidat für die AfD an. Er zieht dort eine Abschaffung des Verfassungsschutzes in Erwägung, wenn die AfD nach der Landtagswahl die Regierung stellen sollte. Es gebe unterschiedliche Meinungen in der AfD – den Verfassungsschutz komplett abschaffen oder behalten und auf seine eigentlichen Aufgaben zurückführen, sagte Siegmund im Podcast „ungeskriptet“ von Ben Berndt. „Da bin ich völlig ergebnisoffen, das werden wir uns mal anschauen in Sachsen-Anhalt.“

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Es gebe bei beiden Varianten Vor- und Nachteile, betonte Siegmund. Konsens sei in der AfD aber, dass die Behörde nicht dazu benutzt werden dürfe, die Opposition zu überwachen und „für Stimmung zu sorgen, weil das haben wir aktuell“, so der 35-Jährige. „Wer zweifelt daran?“ Dies sei offensichtlich.

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AfD Sachsen-Anhalt: Siegmund spricht bei „ungeskriptet“ über Pläne nach der Wahl

Zuletzt hatte eine Podcastfolge von „ungeskriptet“ für Wirbel gesorgt, in der Björn Höcke zu Gast gewesen war. Einige bemängelten damals einen unkritischen Umgang mit dem als gesichert rechtsextrem geltenden AfD-Politiker. Podcast-Host Ben Berndt nahm dazu im Podcast „Amann Unframed“ von Melanie Amann, Chefredakteurin digital der FUNKE Zentralredaktion, ausführlich Stellung.

In der aktuellen Podcastfolge von Berndts „ungeskriptet“ kündigte Siegmund mit Blick auf die Beobachtung der AfD Sachsen-Anhalt durch den Verfassungsschutz an, man werde diese Entscheidung überprüfen und „rechtsstaatlich neutral bewerten“.

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AfD in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft

Die AfD erhebt immer wieder den Vorwurf, dass der Verfassungsschutz nicht neutral agiere. „Die Aufgabe dieses Verfassungsschutzes ist völlig ad absurdum geraten. Er überwacht die Opposition, er wird als politisches Instrument eingesetzt“, sagte Siegmund. Das Innenministerium in Magdeburg hatte diesen Vorwurf in der Vergangenheit stets zurückgewiesen und darauf verwiesen, dass der Verfassungsschutz nach Recht und Gesetz handle.

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Der Verfassungsschutz hat die AfD Sachsen-Anhalt im November 2023 als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Demnach wurden „zahlreiche muslimfeindliche, rassistische und auch antisemitische Aussagen von Funktions- und Mandatsträgern“ ausgewertet. Die AfD geht gegen die Einstufung gerichtlich vor. Das Verfahren war zuletzt ausgesetzt. Hintergrund ist möglicherweise, dass ein Verfahren auf Bundesebene abgewartet werden soll.

dpa/pvt