Samsung Galaxy Watch 9 im Test: Darum fühlt die sich so gut an
SMARTWATCH
28. Juli 2026 um 17:43 Uhr
Die Samsung Galaxy Watch 9 verspricht höhere Leistung und neue KI-Funktionen. Wir konnten die neue Smartwatch mittlerweile gründlich testen und fanden ganz andere Punkte viel überzeugender.
Samsung Galaxy Watch9 im Test
Testnote 1,7 gut Leserwertung
1 Bewertung
Gesundheit & Wellness
1,7
Smarte Funktionen
1,0
Sport- und Fitness
1,5
Ausstattung & Akku
2,2
Service & Umwelt
3,9
ab 409,00€
So gemütlich wie nie
Mit der schlanken Form und dem neuen Silikonarmband gehört die Galaxy Watch9 für mich zu den gemütlichsten Smartwatches des Jahres. Herzstück ist ein neuer Prozessor, der anspruchsvolle Multitasking-Aufgaben ohne Ruckler bewältigt. Auch die Gesundheitswerte werden genau gemessen. Nur der neue Fitnessindex wirft Fragen auf, denn die Bewertungen sind kaum nachvollziehbar. Dazu kommt der Akku, der nach knapp einem Tag schlappmacht. Trotz dieser Kleinigkeiten bleibt die Galaxy Watch9 eine starke Smartwatch.
Das hat uns gefallen
- Sehr hoher Tragekomfort am schmalen Handgelenk
- Schneller Snapdragon-Wear-Elite-Chip für anspruchsvolle Aufgaben
- Präzise Gesundheitsmessungen
Das hat uns nicht gefallen
- Ein Tag Akkulaufzeit ist kurz
- Der neue Fitnessindex ist schwer nachvollziehbar
- Lässt sich nur mit Android koppeln
Zwei Jahre lang hat Samsung die normale Galaxy Watch kaum angerührt. Jetzt ist das neue Modell da. Das Beste an der Smartwatch steckt aus meiner Sicht aber nicht in den technischen Daten. Vielmehr ist es das Gefühl am Handgelenk. Die Uhr ist flach und mit 40 Millimetern Durchmesser perfekt für schmale Handgelenke geeignet. Ich fand, es ist eine der angenehmsten Smartwatch-Modelle des Jahres - dazu sieht sie schick aus.
Doch die Form allein reicht nicht, um zu überzeugen. Samsung verspricht einen schnellen Chip vom Hersteller Qualcomm, eine längere Akkulaufzeit sowie KI-Funktionen. Wer eine Galaxy Watch6 oder älter hat, sollte die bessere Leistung zu spüren bekommen. Bei einer Galaxy Watch7 oder Watch8 müsst ihr nicht unbedingt upgraden - es sei denn, ihr wollt eine längere Akkulaufzeit, ein flacheres Gehäuse oder legt Wert auf die neuen KI- und Gesundheitsfunktionen.
Aussehen und Qualität
Samsung bleibt beim bekannten "Squircle-Design", also einem runden Display in einem fast eckigen Gehäuse. Dadurch erkennt man sofort: Das ist eine Galaxy Watch. Das Gehäuse besteht aus Aluminium, wodurch die Uhr angenehm leicht bleibt - jedoch ist das Material deutlich anfälliger für Kratzer als Titan oder Keramik.
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Im Lieferumfang findet ihr die Uhr und das Ladegerät. (Quelle: Netzwelt) [Auf einer Seite anzeigen | Als Story anzeigen] Bild 1/4
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Das Gehäuse ist aus Aluminium und sieht hochwertig aus. (Quelle: Netzwelt) [Auf einer Seite anzeigen | Als Story anzeigen] Bild 2/4
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Über zwei Tasten an der Seite steuert ihr die Uhr. (Quelle: Netzwelt) [Auf einer Seite anzeigen | Als Story anzeigen] Bild 3/4
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Samsung bleibt dem "Squircle"-Design treu. (Quelle: Netzwelt) [Auf einer Seite anzeigen | Als Story anzeigen] Bild 4/4
Am Handgelenk macht das überarbeitete Armband einen Unterschied. Es ist jetzt weicher und flexibler, wodurch es sich angenehm ans Handgelenk anschmiegt. Gerade nachts war das für mich ein großer Pluspunkt. Die Uhr saß eng an, um den Puls und andere Werte zu erfassen. Trotzdem habe ich sie kaum bemerkt. Wer will, kann ein alternatives Armband montieren - solche gibt es von Samsung und zahlreichen Drittanbietern.
20 Prozent mehr Akku
Obwohl die Uhr gleich groß ist, bringt sie ein Gramm mehr auf die Waage als der Vorgänger. Das könnte am größeren Akku liegen. Dieser misst nun 390 statt 325 Milliamperestunden. Beim 44-Millimeter-Modell wächst der Akku auf 445 Milliamperestunden. Laut Samsung sollen beide Varianten damit bis zu 40 Stunden durchhalten, allerdings nicht mit dauerhaft aktivem Display (Always-on-Display, AOD).
Ich habe die Uhr mit aktiviertem AOD getragen und alltägliche Funktionen genutzt: So hat die Uhr kontinuierlich den Puls gemessen und automatische Workouts beim Gehen und Fahrradfahren erkannt. Bei dieser Auslastung hat sie etwas über einen Tag durchgehalten. Zum Aufladen haben bei mir circa 100 Minuten auf dem Ladepuck für einen vollen Akku ausgereicht.
Wer keine Lust hat, seine Uhr ständig zu laden, findet Modelle mit deutlich längerer Akkulaufzeit - und das sogar günstiger. Jedoch müsst ihr dann Abstriche bei der Form machen. Ein großer Akku braucht nämlich Platz. Zum Beispiel hält die Huawei Watch 5 Pro eine ganze Woche - ist dafür aber deutlich größer als die Galaxy Watch9.
Der neue Prozessor macht sich bemerkbar
Herzstück der Galaxy Watch9 ist der neue Snapdragon-Wear-Elite-Prozessor. Mit diesem soll die Uhr nicht nur flüssiger arbeiten, sondern auch starke Leistung für KI-Features bieten. Der Vorteil sind schnellere Antworten, weil sie direkt auf der Uhr und nicht über das Handy verarbeitet werden.
Um das auszuprobieren, habe ich mich mit Gemini unterhalten. Ich habe mit einfachen Fragen nach dem Wetter gestartet. Blitzschnell kam die Antwort. Danach habe ich Gemini gebeten, eine Sightseeing-Tour durch Hamburg zu planen - auch hier war die Antwort schnell da. Selbst als ich Nachfragen gestellt habe, hat Gemini schnell reagiert, ähnlich wie am Handy oder PC.
Auch Multitasking-Aufgaben liefen sauber und flüssig. Es war kein Problem, mit Google Maps zu navigieren, ein Workout aufzuzeichnen und Fragen an Gemini zu stellen. Trotz der vielen Aufgaben kam die Watch nicht ins Stocken - jedoch war der Akku deutlich schneller leer.
Das Display hinterlässt einen starken ersten Eindruck
Beim Display setzt Samsung auf ein OLED-Panel mit bis zu 3.000 Nits Helligkeit. Als ich mich in die pralle Sonne gestellt habe, konnte ich trotz des dunkel gestalteten Betriebssystems alles erkennen. Die Farben haben kräftig geleuchtet und es gab keine Spiegelungen auf dem Glas. Ein Pluspunkt für alle, die draußen Sport machen und ihre Werte im Blick behalten möchten.
Galaxy Watch9 Display
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Der Bildschirm lässt sich auch bei praller Sonne gut ablesen. (Quelle: Netzwelt) [Auf einer Seite anzeigen | Als Story anzeigen] Bild 1/2
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Trotz dunklem Betriebssystem geht bei viel Licht nichts unter. (Quelle: Netzwelt) [Auf einer Seite anzeigen | Als Story anzeigen] Bild 2/2
Genauigkeit der Gesundheitsfunktionen
Mit der Pulsmessung der Galaxy Watch9 war ich sehr zufrieden. Bei normaler Belastung im Alltag lagen die Werte sehr nah an den mit einem Brustgurt ermittelten Referenzwerten, auch wenn der Puls im Training schnell anstieg. Lediglich kurze Belastungsspitzen wurden um wenige Schläge pro Minute verpasst, was nicht ungewöhnlich ist.
Leichte Ungenauigkeiten sind bei optischen Sensoren von Smartwatches normal. Sie reagieren etwas langsamer als die elektrischen Sensoren eines Brustgurts, wodurch die Verzögerungen entstehen. Die Abweichungen waren aber sehr gering. Wer ambitioniert trainiert und seinen Puls im Blick behalten möchte, sollte keine Probleme haben.
Schlaftracking
Bei der Schlafaufzeichnung macht die Galaxy Watch9 eine gute Figur. Ich habe die Auswertung mit dem Oura Ring 5 verglichen, der mich mittlerweile gut kennt. Puls, Schlafdauer und Sauerstoffsättigung stimmen fast mit der Watch überein. Unterschiede fallen bei den Schlafphasen auf, also wie lange REM-, Tief- und Leichtschlaf gedauert haben.
Das liegt wahrscheinlich an unterschiedlichen Algorithmen, die eure Gesundheitsdaten auswerten. Welcher der Tracker in diesem Fall genauer war, könnte man nur in einem Schlaflabor überprüfen. Dass die Werte insgesamt nah beieinander liegen, spricht für ein gutes Schlaftracking von Samsung.
Stressindex
Bei der Stressmessung bekommt ihr eine tägliche Einordnung zu eurem Stresslevel. Diese wird anhand verschiedener Messwerte wie Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität (HRV) berechnet und auf einer Skala von 1 bis 100 bewertet.
Jedoch konnte ich die Werte nicht immer nachvollziehen. Vor allem, weil Samsung kaum Einordnungen liefert. Ich würde den Wert deshalb als Orientierung sehen und nicht zu ernst nehmen. Wer seinen Stress gezielt reduzieren möchte, erhält vom Oura Ring mehr Hintergrundinformationen, eine bessere Einordnung und konkrete Empfehlungen.
Fitnessindex
Ganz neu ist ein Fitnessindex, der bei mir gemischte Gefühle hinterließ. Wie bei einer Körperfettwaage wird dafür eure Körperzusammensetzung gemessen. Dafür müsst ihr ähnlich wie bei der EKG-Funktion die Finger auf die seitlichen Tasten an der Uhr legen, um die Messung durchzuführen. Daraus ergeben sich Werte zu Skelettmuskel und Fettmasse. Außerdem fließen all eure Aktivitäten, die langfristig gesammelt werden, in die Bewertung mit ein.
Im Ergebnis werden eure Körperzusammensetzung, die Herzgesundheit, die Ausdauer, die Flexibilität sowie die Stärke bewertet. Besonders bei der Flexibilität war ich skeptisch: Ich wurde mit 50 von 100 bewertet. Dabei turne ich mein Leben lang und bekomme problemlos einen Spagat hin. Eine Abfrage zur Beweglichkeit wäre wahrscheinlich besser. Zum Beispiel, ob man im Stehen mit den Händen auf den Boden kommt.
Auch die Einschätzung zum Körperfett konnte ich nicht nachvollziehen. Die Uhr bescheinigte mir 28 Prozent Körperfett - das liegt im oberen Normalbereich. Gleichzeitig bin ich schlank und sogar Bauchmuskeln sind sichtbar. Dadurch hatte ich Zweifel, ob die Messung meinen tatsächlichen Körperzustand korrekt widerspiegelt.
Allerdings habe ich die Galaxy Watch9 erst seit einer Woche im Einsatz. Möglicherweise fehlen dem Fitnessindex deshalb noch Daten für eine genauere Bewertung. Insgesamt finde ich die Funktion spannend und werde beobachten, wie sich die Werte über längere Zeit entwickeln.
Preis und Verfügbarkeit
Ihr könnt die Galaxy Watch9 ab sofort vorbestellen. Der offizielle Verkaufsstart ist am 7. August. Samsung bietet die Smartwatch in 40 und 44 Millimetern an. Zur Auswahl stehen die Farben Graphite und Cream (40 mm) sowie Graphite und Silver (44 mm). Der Preis startet bei 409 Euro. Beachtet aber, dass die Watch nur mit Android funktioniert. Wer ein iPhone hat, kann keine passende App installieren.
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Fazit: Eine der besten Android-Smartwatches
Mich hat die Galaxy Watch9 durch ihren Tragekomfort überzeugt. Das flache Gehäuse macht einen guten Eindruck am schmalen Handgelenk und das neue Silikonband macht sie zu einer der angenehmsten Smartwatches des Jahres. Dazu kommt starke Leistung durch den neuen Prozessor: Mehrere Aufgaben gleichzeitig und KI-Anfragen verarbeitet die Uhr ohne Ruckler.
Aber nicht alles überzeugt: Beim neuen Fitnessindex konnte ich einige Bewertungen nicht nachvollziehen. Zum Beispiel, wie meine Flexibilität bewertet wurde. Ich bin gespannt, ob sich die Auswertungen im Langzeittest verbessern. Außerdem bleibt die Akkulaufzeit mit etwas mehr als einem Tag weiterhin einer der größten Schwachpunkte.
Wer von einer Galaxy Watch 6 oder älter upgraden möchte, wird einen deutlichen Leistungssprung bemerken. Wenn ihr schon eine Galaxy Watch 7 oder 8 habt, lohnt sich die Uhr nur, wenn ihr die neuen KI-Features möchtet. Wenn euch eine lange Akkulaufzeit wichtig ist, würden wir aber zu einer anderen Watch greifen. Dabei müsst ihr aber auf das schlanke Design verzichten. Spannende Alternativen findet ihr im Vergleichstest.
Samsung Galaxy Watch9
Testnote 1,7 gut Leserwertung
1 Bewertung
Gesundheit & Wellness
1,7
Smarte Funktionen
1,0
Sport- und Fitness
1,5
Ausstattung & Akku
2,2
Service & Umwelt
3,9
ab 409,00€
Transparenzhinweis: Samsung hat uns die Watch für einen Testzeitraum zur verfügung gestellt.
Sagt euch nicht zu? Ihr sucht nach passenden Alternativen? Eine umfangreiche Liste an Samsung Galaxy Watch9-Alternativen halten wir für euch in unserer Smartwatch-Übersicht bereit.
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