Saturn: Hubble-Teleskop entdeckt mysteriöses gigantisches Dekagon


Astronomen haben am Südpol des Saturns eine riesige zehneckige Wolkenstruktur entdeckt. Das neue Wetterphänomen unterscheidet sich deutlich vom bekannten Hexagon am Nordpol und erweitert unser Wissen über die Atmosphäre von Gasriesen.

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NASA

Zehneckige Struktur am Südpol

Astronomen haben mithilfe des Weltraumteleskops Hubble eine riesige zehneckige Wolkenformation in der Atmosphäre des Saturns identifiziert. Das Dekagon misst fast 168.000 Kilometer im Durchmesser und rotiert in einem Zeitraum von etwa 800 Tagen um den Südpol des Gasriesen. Die Entdeckung gelang erst kürzlich, als sich die Neigung des Planeten so veränderte, dass die südliche Hemisphäre für Beobachtungen gut sichtbar wurde.

Bereits in den 1980ern fanden Raumsonden ein ähnliches sechseckiges Muster am Nordpol des Planeten. Das nun entdeckte Dekagon unterscheidet sich jedoch stark von dem bekannten Hexagon. Während die nördliche Struktur seit Jahrzehnten stabil bleibt und eine sehr gleichmäßige Färbung aufweist, variieren die Helligkeitswerte des neuen Zehnecks deutlich. Forscher gehen deshalb davon aus, dass sich das neuartige Gebilde noch in der Entstehungsphase befindet.

Wie die NASA schreibt, erstreckt sich die wellenartige Formation über mehrere tief liegende Schichten der Atmosphäre. Es handelt sich demnach nicht nur um ein reines oberflächliches Wolkenphänomen. Computermodelle deuten darauf hin, dass das Zehneck durch eine starke Strömung entsteht. Ein Jetstream schließt die Luftmassen ein und zwingt die Winde durch das komplexe Zusammenspiel verschiedener Luftströmungen in eine eckige Bahn.

Beobachtungen aus der Erdumlaufbahn

Das Weltraumteleskop Hubble liefert durch seine hohe Auflösung außerhalb der irdischen Atmosphäre die entscheidenden Daten für solche Langzeitüberwachungen. Astronomen und Ingenieure arbeiten eng zusammen, um die Instrumente optimal auf die veränderten Bedingungen im Weltraum abzustimmen. Die regelmäßige Analyse der Bilder hilft dabei, die dynamischen Prozesse in den äußeren Regionen unseres Sonnensystems zu entschlüsseln.

Zukunft der Wetter-Forschung

Die Entdeckung bietet viele neue Erkenntnisse, bringt aber auch Unsicherheiten für die Wissenschaft mit sich. Zukünftige Beobachtungen müssen klären, wie sich das Dekagon weiterentwickelt. Folgende Szenarien stehen für die weitere Entwicklung der Wolkenstruktur auf dem Gasriesen im Raum:

Die Forscher planen, den Saturn auch in den kommenden Jahren kontinuierlich zu überwachen. Neben dem Hubble-Teleskop soll bald auch das James Webb Space Telescope verstärkt zum Einsatz kommen, um Temperaturprofile der Atmosphäre präziser zu messen. Das langfristige Ziel der Experten ist es, die komplexe Wetterdynamik von großen Planeten besser zu verstehen.

Was denkt ihr über die neuen Wetterphänomene auf dem Saturn? Teilt eure Meinung und Vermutungen zu der Entdeckung gerne unten in den Kommentaren mit uns.

Zusammenfassung

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