An diesen Flughäfen lohnt sich der Fast Track wirklich


Silke Hümmer Redakteurin

7. September 2026, 13:22 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Lange Warteschlangen vor der Sicherheitskontrolle können den Start in den Urlaub erheblich erschweren. Doch an vielen Flughäfen gibt es eine Möglichkeit, das Gedränge zu umgehen. Eine aktuelle Auswertung zeigt, an welchem Flughafen sich die Buchung eines sogenannten Fast-Track-Zugangs lohnt und wo die Schnellspur kaum Vorteile bringt.

Europas Flughäfen mit dem größten Fast-Track-Vorteil

Das Fluggastrechteportal Airhelp hat untersucht, an welchen 30 größten europäischen Flughäfen Reisende mit einem Fast-Lane-Zugang die meiste Zeit sparen können. Dafür analysierten die Experten die längsten Wartezeiten an den einzelnen Wochentagen und errechneten daraus einen durchschnittlichen „Worst-Case“-Wert. Diesen verglichen sie mit einer Fast-Track-Kontrolle, die laut Airhelp üblicherweise rund 15 Minuten dauert.

Besonders groß fällt der mögliche Zeitgewinn am spanischen Flughafen Barcelona-El Prat aus. Dort beträgt die durchschnittliche Wartezeit im ungünstigsten Fall eine Stunde und 47 Minuten. Wer den Fast-Track nutzt, könnte damit bis zu 92 Minuten sparen.

Auf den weiteren Spitzenplätzen folgen London-Stansted mit einem möglichen Zeitgewinn von 79 Minuten sowie Manchester mit 75 Minuten. In Madrid und Palma de Mallorca liegt das Einsparpotenzial jeweils bei 73 Minuten.

Amsterdam, Wien und Heathrow im Mittelfeld

Auch an einigen stark frequentierten europäischen Drehkreuzen kann die Schnellspur spürbare Vorteile bringen. Für den Flughafen Amsterdam errechnete Airhelp einen möglichen Zeitgewinn von 38 Minuten. In Wien sind es 28 Minuten, während Reisende in London-Heathrow ihre Wartezeit um rund 18 Minuten verkürzen können.

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Frankfurt führt Liste deutscher Flughäfen an

Unter den deutschen Flughäfen bietet Frankfurt laut der Analyse das größte Einsparpotenzial. Passagiere können dort durch die Nutzung des Fast Tracks rund 41 Minuten gewinnen. An zweiter Stelle folgt Hamburg mit einer möglichen Zeitersparnis von 36 Minuten. In Düsseldorf und Stuttgart sind es jeweils etwa zwölf Minuten.

Anders sieht die Situation in München und am Berliner Flughafen BER aus. Nach Angaben von Airhelp existiert dort kein regulärer Fast-Lane-Zugang. Entsprechend wurde für diese Flughäfen kein Einsparpotenzial ausgewiesen.

Insgesamt verfügen neun der 20 größten deutschen Flughäfen über eine Fast Lane. Das entspricht einem Anteil von 45 Prozent. An deutschen Flughäfen mit entsprechendem Angebot lassen sich laut Airhelp im Durchschnitt rund 25 Minuten Wartezeit einsparen.

Wo die Schnellspur kaum Vorteile bringt

Die Kosten für einen Fast-Track-Zugang liegen zwischen 5 Euro und 25 Euro pro Person. Gratis steht er laut Airhelp nur in Frankfurt, Düsseldorf und Amsterdam zur Verfügung. Und nicht überall lohnt sich der Aufpreis. In Brüssel entspricht die angenommene Dauer der Fast-Track-Kontrolle mit 15 Minuten exakt der regulären Wartezeit. Einen Zeitvorteil gibt es dort somit nicht. In Istanbul gelangen Reisende laut der Untersuchung über die normale Sicherheitskontrolle sogar schneller ans Ziel als über die Schnellspur.

Wer die Wartezeiten an europäischen Flughäfen generell möglichst gering halten möchte, sollte zudem den Reisetag berücksichtigen. Laut Airhelp sind die Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen montags am längsten.