Schumacher-Managerin packt aus: Neue Details über Michaels Innenleben enthüllt
Schumacher-Managerin gibt Einblicke in Michaels Innenleben
Stand: 04.09.2026, 13:17 Uhr
Ferrari ehrt Michael Schumacher beim Italien-GP in Monza. Seine Managerin Sabine Kehm spricht über Emotionen, die der Rekordweltmeister stets zu verbergen suchte.
Monza – Es gibt Orte im Motorsport, die mehr sind als bloße Rennstrecken. Monza ist so ein Ort – und für Michael Schumacher war er stets ein ganz besonderer. Wenn Ferrari den siebenmaligen Weltmeister beim Italien-GP in diesem Jahr ehrt, dann trifft das einen Nerv, der weit über den Sport hinausgeht. Sabine Kehm, die langjährige Managerin des Rekordchampions, hat sich nun in einem Interview mit RTL/ntv und Sky Sport geäußert – und dabei Einblicke gegeben, die man so selten bekommt.

Kehm kennt Schumacher wie kaum eine andere Person außerhalb seiner Familie. Sie hat die Höhen und Tiefen seiner Ferrari-Jahre hautnah miterlebt, war dabei, als aus einer zunächst holprigen Verbindung eine große Liebe wurde. Dass die Scuderia ihrem einstigen Ausnahmepiloten nun in Monza eine besondere Hommage bereitet, bewegt sie sichtlich.
Michael Schumacher, Ferrari, Monza: Kehm über einen emotionalen Dreiklang
„Ferrari, Michael, Monza: Das ist ein Dreiklang, den jeder Formel-1-Begeisterte einfach liebt“, sagte Kehm. „Ich glaube, dass es ein ganz tolles Wochenende wird. Ich bin super dankbar und finde es ganz toll, dass Ferrari Michael diese Ehre zuteil werden lässt.“ Und dann fügte sie etwas hinzu, das tief blicken lässt: „Ich bin sicher, er ist ganz glücklich darüber und ganz stolz darauf.“
Was Kehm dabei beschreibt, ist mehr als Dankbarkeit. Es ist ein Fenster in das Innenleben eines Mannes, der seine Gefühle stets hinter einer Fassade aus Konzentration und Professionalität verbarg. Schumacher habe immer gesagt – und auch vorgelebt –, dass er den Menschen mit seinen Auftritten auf der Rennstrecke Freude bringen wolle. „Und das hat er ja getan, damals schon“, so Kehm. Zudem kündigte die Schumacher-Familie den Besuch von Michaels langjährigem Ferrari-Kollegen Rubens Barrichello an.
Dabei war der Beginn seiner Zeit bei der Scuderia alles andere als reibungslos. Kehm erinnerte sich daran, wie der traditionsunbewusste Deutsche zunächst mit dem emotionalen Kosmos der Italiener fremdelte. Eine Liebe auf den zweiten Blick sei es gewesen – „aber dafür war sie dann umso größer“. Schumacher habe sich nie von seinem Team abgesetzt, immer einer von ihnen sein wollen. Als er Ferrari verließ, schenkten ihm die Mechaniker ein Bild mit der Aufschrift: „Du bist einer von uns.“ Genau das, so Kehm, sei es gewesen, was er immer angestrebt hatte.
Zum Rahmenprogramm des Rennwochenendes gehört auch eine Demonstration des legendären Ferrari F2002 – jenem Boliden, mit dem Schumacher 2002 seinen fünften WM-Titel holte. Sebastian Vettel, für den Schumacher das große Kindheitsidol war und mit dem ihn später eine echte Freundschaft verband, wird das Auto vor dem Grand Prix über den Asphalt von Monza bewegen. „Wir sehen Michael nicht mehr, aber ich bin sicher, dass wir ihn am Sonntag sehr deutlich spüren und hören werden“, sagte Vettel auf Instagram.
Monza, Ferrari, Schumacher – dieser Dreiklang klingt an diesem Wochenende lauter denn je. Und Sabine Kehm hat mit ihren Worten daran erinnert, was hinter der Legende steckte: ein Mensch, der den Leuten Freude bringen wollte. Das ist sein Vermächtnis – und es hallt nach, dreißig Jahre nach seinem ersten Ferrari-Sieg auf eben dieser Strecke. Passend dazu enthüllte ein Weggefährte die Lebensweisheit von Michael Schumacher. (ck)