„Progressivste Sportliga“: Formel-1-Weltmeister Vettel engagiert sich für innovativen Segelwettbewerb
Sebastian Vettel ist jetzt in der Formel 1 des Wassers unterwegs
Stand: 30.08.2026, 17:34 Uhr
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Der mehrmalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel engagiert sich jetzt im Segelsport und lobt den dortigen Fokus auf die Nachhaltigkeit.
Sassnitz – Mit vier WM-Titeln machte sich Sebastian Vettel in der Formel 1 zum Helden. Dass er sich ausgerechnet als Motorsportler nach seiner aktiven Karriere für Klima- und Umweltschutz einsetzte, stieß nicht überall auf Verständnis. Doch Vettel lässt sich von seinem Weg nicht abbringen. Jetzt engagiert er sich im Segelsport, der Formel 1 des Wassers, wie er sagt.

„Ich glaube, der Vergleich ist absolut gerechtfertigt. Es ist die höchste Liga im Segelsport“, erklärt der Heppenheimer im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur beim Stopp der SailGP-Serie in Sassnitz auf Rügen. Die Serie habe zwar nicht die Tradition wie der Americas Cup, würde diesem aber langsam den Rang ablaufen.
Nachhaltigkeitsaspekt überzeugt Formel-1-Weltmeister Vettel an der SailGP
„Im SailGP geht es ein bisschen mehr zur Sache. Alles ist durchsichtiger, leichter zugänglich, verständlicher. Der Vergleich ist insofern gerechtfertigt, als dass es die schnellsten Boote auf dem Wasser und die besten Segler sind. Es macht auch die Formel 1 aus, dass sich dort die besten Fahrer tummeln“, analysierte Vettel, der seit 2023 Miteigentümer des Team Germany ist.
Das Besondere an der SailGP: Mit der Impact League gibt es auch einen Nachhaltigkeitswettbewerb. Für Vettel ein entscheidender Grund, sich in dem Sport zu engagieren: „Die SailGP ist in der Hinsicht wahrscheinlich die progressivste globale Sportliga. Das hat mich damals auch dazu bewegt, ja zu sagen. Das fühlt sich gut an. Da sind nicht nur der Sport und die Menschen dahinter interessant. Da ist auch noch ein bisschen mehr dabei.“
Nachhaltigkeit sei aber ein Thema, dem sich jeder Sport stellen müsse. „Ich denke, Klimafragen werden nicht verstummen, oder? Jede Sportart ist damit verbunden. Egal, ob Tennis oder Formel 1. In der Formel 1 ist die Präsenz nochmal größer, weil man nicht vom Wind angetrieben wird, sondern von Kraftstoffen. Jetzt von synthetischen Kraftstoffen, endlich dieses Jahr. Es muss Schritt für Schritt gehen“, betonte der 39-Jährige.
Einen Segelschein hat Vettel noch nicht, er arbeite aber bereits am Erhalt eines Motorbootscheins. Ob er irgendwann dann selbst als Sportler in der SailGP unterwegs ist, steht noch in den Sternen. Für den viermaligen Formel-1-Weltmeister zählt aber eh vor allem eines: „Wenn ich sehe, dass man hier und da vielleicht etwas besser oder anders machen könnte, kann man schon sagen, dass es der größte Traum ist, die Welt ein Stück besser zu machen.“ (phm)