Shell beendete laut Bericht Gespräche mit Unimot über Schwedt-Anteil


Wirtschaft

Shell beendete laut Bericht Gespräche mit Unimot über Schwedt-Anteil

Die Raffinerie versorgt Berlin und Ostdeutschland mit Treibstoff, Rosneft-Anteile stehen unter deutscher Treuhandverwaltung

London – Der britische Ölkonzern Shell hat einem Bericht zufolge die Verhandlungen über den Verkauf seines Anteils an der deutschen Raffinerie PCK Schwedt an den polnischen Energiekonzern Unimot ergebnislos beendet. Die 2023 begonnenen Gespräche über das Paket von 37,5 Prozent seien vor Monaten abgeschlossen worden, meldete Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Noch im Februar hätten sich die Verhandlungen in einem fortgeschrittenen Stadium befunden, so der Bericht. Stellungnahmen von Shell und Unimot lagen zunächst nicht vor.

Frühere Verkaufsversuche scheiterten am Vorkaufsrecht von Rosneft und anderen Hürden.

Shell versucht seit Langem, sich aus Schwedt zurückzuziehen. Nach dem Scheitern der Gespräche mit Unimot und einem früheren misslungenen Verkaufsversuch an die britische Prax Group hatte der Konzern im Dezember einen neuen Anlauf gestartet. Ein Verkauf an eine Tochter des estnischen Energiehändlers Liwathon war 2021 am Vorkaufsrecht des russischen Mehrheitseigners Rosneft gescheitert.

Die Raffinerie in Schwedt versorgt den Großraum Berlin und weite Teile Ostdeutschlands mit Treibstoffen. Die Bundesregierung hatte die Anteile des Rosneft-Konzerns, der 54,17 Prozent hält, nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022 unter Treuhandverwaltung gestellt. Diese staatliche Kontrolle muss alle sechs Monate verlängert werden. (APA, 27.8.2026)

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