Sieben Konzerte in Harpstedt: Musikvielfalt bis Weihnachten
Stand: 11.09.2026, 06:30 Uhr
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Von Simon & Garfunkel über Dudelsack und Gospel bis zu ukrainischem Chorgesang und Barock: Die Konzert-AG Harpstedt präsentiert sieben vielfältige Abende bis Weihnachten.
Harpstedt – „Simon & Garfunkel“, Dudelsack und Klezmer, Gospel, ukrainischer Chorgesang und barocke Meisterwerke: Das Konzertprogramm der Kirchengemeinde Harpstedt bietet in den kommenden Monaten musikalische Vielfalt. Bis Weihnachten stehen sieben Veranstaltungen in der Christuskirche auf dem Programm. Dabei setzt die Konzert-AG nicht nur auf bekannte Namen, sondern auch auf ungewöhnliche Formate und junge Talente.
Den Auftakt macht bereits am Samstag, 19. September, um 19.30 Uhr die „Simon & Garfunkel“-Revival-Band mit ihrem Programm „Feelin‘ Groovy“. Die Musiker sind in Harpstedt bereits bestens bekannt und „immer gern gesehene Gäste“, wie die Konzert-AG berichtet. Mit den großen Hits des legendären Duos dürfte die Band erneut für einen gut gefüllten Konzertabend sorgen. Karten kosten im Vorverkauf 27 Euro. Einlass ist ab 18.30 Uhr.
„Wir versuchen, den ganzen Spannungsbogen, den es im Programm gibt, von Gospel, A-cappella bis hin zur Klassik, zu bedienen“, sagt Heinz-Jürgen Grashorn von der Konzert-AG. Die Kirche solle ein lebendiger Ort sein, der musikalisch offen für unterschiedliche Stilrichtungen bleibt.
Am Sonntag, 27. September, folgt die Musikschule des Landkreises Oldenburg ab 17 Uhr (Einlass 16.30 Uhr) mit ihrer traditionellen „Herbstserenade“. Schüler präsentieren, was sie im Unterricht erarbeitet haben. Für die jungen Musiker ist das Konzert vor allem eine wichtige Gelegenheit, Bühnenerfahrung zu sammeln. Der Eintritt ist frei.
Am 11. Oktober wird es ab 17 Uhr ungewöhnlich: Das Trio „Silja pipes‘n‘strings“ bringt mit „Neue Dudelei“ Klezmer, traditionelle deutsche Musik und jazzige Einflüsse zusammen. Dudelsäcke treffen auf das schwedische Instrument Nyckelharpa, Violine, Gitarre und Gesang. Die Konzert-AG knüpft damit an den Erfolg der „Happy German Bagpipers“ aus dem vergangenen Jahr an. Statt der erwarteten rund 100 Besucher kamen damals 260. Eintritt: 15 Euro im Vorverkauf. Einlass ab 16.30 Uhr.
Ein Wiedersehen gibt es am 1. November um 17 Uhr mit dem „SingOUT“-Gospel-Stammchor Niedersachsen unter der Leitung von Edwin Silas. Der Chor ist bereits zum dritten Mal in Harpstedt zu Gast. Silas organisiert deutschlandweit große Gospel-Mass-Choir-Projekte. In Harpstedt tritt sein regionaler Stammchor auf. Dass Gospel hier nicht nur zum Zuhören gedacht ist, zeigte sich bereits beim vergangenen Konzert, als das Publikum zum Mitsingen eingeladen wurde. „Solche Veranstaltungen sind nicht passiv“, sagt Grashorn. „Das ist schon sehr aktiv.“ Eintritt: 17 Euro im Vorverkauf. Einlass ab 16 Uhr.
Besonders nachdenklich dürfte es am 15. November, dem Volkstrauertag, werden. Der ukrainische Frauenchor „Gloria UA“ aus Bremen gastiert ab 17 Uhr (Einlass 16 Uhr) mit seinem Programm „Hoya“ in Harpstedt. Unter der Leitung von Yana Wermuth singen die Frauen über Liebe, Glauben und Leben, aber auch über Krieg, Verlust, Freiheit und Gerechtigkeit. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine erhält das Konzert eine besondere Bedeutung. Eintritt: 17 Euro im Vorverkauf.
Klassisch wird es am 29. November ab 17 Uhr (Einlass 16 Uhr) mit der Klassischen Philharmonie Nordwest unter der Leitung von Ulrich Semrau. Es werden vorweihnachtliche Festmusik und barocke Meisterwerke präsentiert. Karten kosten im Vorverkauf 22 Euro.
Den musikalischen Schlusspunkt setzt am 13. Dezember ab 17 Uhr (Einlass 16.30 Uhr) das traditionelle Weihnachtskonzert der Kirchengemeinde. Dann stehen die Harpstedter Ensembles und Chöre selbst im Mittelpunkt. Mit traditionellen und neuen, besinnlichen und fröhlichen Liedern soll die Vorfreude auf Weihnachten geweckt werden. Der Eintritt ist frei.
Hinter dem Konzertprogramm steckt viel ehrenamtliches Engagement. Die Mitglieder der AG kümmern sich um Programmplanung, Künstlerkontakte, Verträge, Medienarbeit und Kartenverkauf. Auch der Weinstand bei den Konzerten gehört dazu. Rainer Windhusen leitet die Weinstandgruppe, die bei den Veranstaltungen in der Christuskirche Getränke ausschenkt. Die Einnahmen fließen vollständig an den Förderverein, der damit wiederum Projekte der Kirchengemeinde unterstützt – etwa bei Baumaßnahmen, Technik oder anderen Anschaffungen.
Auch bei den Eintrittspreisen versucht die Konzert-AG, Kultur erschwinglich zu halten. „Wir haben einen anderen Ansatz“, erklärt Grashorn. Hochwertige Veranstaltungen sollen auch in Harpstedt für viele Menschen zugänglich bleiben. Die besondere Atmosphäre der Christuskirche hilft dabei: Das Publikum sitzt vergleichsweise nah an den Künstlern. „Die Künstler kommen eigentlich alle ganz gerne wieder“, sagt Grashorn. Auch die persönliche Betreuung durch die Ehrenamtlichen trage dazu bei.
Und die Planungen reichen bereits ins kommende Jahr: Am 9. Januar steht „Musik in d‘ Lüchterkark“ auf dem Programm, am 24. Januar „Denis Fischer singt Achim Reichel“. Es folgen am 21. Februar das Norddeutsche Bläser-Kollegium und am 4. April die „AE-Band“ mit „Volle Möhre, frische Minze“. Buchbar sind die Veranstaltungen ab Oktober. Karten für die Konzerte sind im Kirchenbüro erhältlich.