„Sind nicht im Kindergarten“: CDU-Generalsekretärin Hoppermann „beendet“ Merz-Debatte – und kritisiert SPD
„Sind doch nicht im Kindergarten“: CDU-Generalsekretärin erklärt Kanzlertausch-Debatte für beendet
Stand: 28.09.2026, 07:40 Uhr
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Rückhalt für Merz – und Kritik am Koalitionspartner SPD: CDU-Generalsekretärin Hoppermann sieht die Arbeit von Schwarz-Rot „an einem Wendepunkt“.
Berlin – Schluss mit der Personaldebatte: CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann stellt sich im Führungsstreit schützend vor Parteichef Friedrich Merz und fordert eine Rückkehr zur Sachpolitik. Anstatt sich in internen Machtkämpfen zu verlieren, müsse sich die Politik nun auf drängende Reformen konzentrieren – und schießt dabei scharf gegen die SPD.

CDU-Generalsekretärin Hoppermann: Personaldiskussion in der CDU ist beendet
Die Debatte in der CDU über eine mögliche Ablösung von Bundeskanzler Merz ist nach Hoppermanns Worten erledigt: „Die Personaldiskussion ist beendet. Das ist auch gut so“, erklärte sie gegenüber der Rheinischen Post (Ausgabe vom 28. September). Nun müsse es darum gehen, „dieses Land zusammenzuführen und die notwendigen Modernisierungsschritte konsequent weiterzugehen“.
Auf die Frage, ob sich kein Ministerpräsident getraut habe, Merz herauszufordern, betonte Hoppermann: „Wir sind doch nicht im Kindergarten und stellen uns gegenseitig Mutproben. Es geht um gemeinsame Verantwortung für unser Land.“
Wahlerfolge der AfD: Hoppermann gibt Rhein recht – „Produzieren die Extremisten von morgen“
Die CDU-Politikerin warb dafür, Reformen besser zu erklären und auch gerecht auszugestalten. Gerechtigkeit sei das Kernthema, „egal, wohin man schaut: bei der Ausgestaltung der Sicherungssysteme, im Steuersystem und im Verhältnis zwischen Staat, Unternehmen und Bürgern. Auch bei der Einbeziehung in den Reformprozess“.
Die Wahlergebnisse für die AfD und die Linke speisten sich auch aus diesem Gefühl, unterstrich Hoppermann und verwies dabei auf den hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein. Dieser habe „recht, wenn er sage: Die Themen der Menschen sind nicht falsch, nur weil sie von den Falschen angesprochen werden.“ Das nehme die Partei ernst.
Die nun anstehenden Reformen seien „unbedingt notwendig, damit denjenigen geholfen werden könne, die künftig Unterstützung bräuchten“. „Wenn wir jetzt nichts tun, produzieren wir die Extremisten von morgen, weil immer mehr Menschen immer größere Lasten tragen müssten“, mahnte die Generalsekretärin.
CDU-Generalsekretärin Hoppermann kritisiert Koalitionspartner SPD: „Erwarte Ernsthaftigkeit“
Dabei wollte Hoppermann vom Koalitionspartner SPD mehr Eile sehen. „Es sind noch zu viele Beschlüsse des Koalitionsausschusses offen.“ Bei der Rentenreform müsse nun schnell ein Gesetzentwurf auf den Weg gebracht werden, weil der Bundeshaushalt die enorme Höhe des Rentenzuschusses kaum noch verkrafte.
„Die Menschen sehnen sich nach Stabilität und Orientierung. Dafür braucht es eine stabile Bundesregierung“, forderte Hoppermann mit Blick auf die Ergebnisse der drei jüngsten Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Sie ergänzte: „Ernsthaftigkeit erwarte ich auch von der SPD.“ Man stehe an einem Wendepunkt, an dem Ernsthaftigkeit und Nähe zu den Menschen eine neue Aktualität gewännen. (Quellen: AFP, dpa) (frs)