Sonnenfinsternis hat begonnen: Wo ist sie zu sehen? Uhrzeiten, Ablauf & Infos
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Diese Chance kommt so schnell nicht wieder: Heute Abend (12. August 2026) wird der Mond fast die gesamte Sonne verdecken. Die totale Sonnenfinsternis begann in Nordsibirien. Der Kernschatten des Mondes zieht nach astronomischen Berechnungen in einem großen Bogen an Grönland und Island entlang und durchquert Spanien. Auch in Deutschland hat die partielle Sonnenfinsternis bereits begonnen.

Man sollte deshalb unbedingt innehalten und in den Himmel blicken: Zwischen 19.10 und 20.45 Uhr schiebt sich der Mond vor die Sonne – und zwar tief am Westhorizont, kurz vor Sonnenuntergang. Am besten beobachtet man das Schauspiel in Richtung West-Nordwest bei weiter und freier Sicht auf den Horizont. Der Mond verdeckt dann 85 bis 90 Prozent der Sonne.
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Über Hamburg und Berlin soll der Neumond rund 83 bis 85 Prozent der Sonne bedecken, in München sollen es 88 Prozent, in Konstanz am Bodensee sogar 90 Prozent werden. In Spanien, Island und Grönland lässt sich am 12. August sogar eine totale Sonnenfinsternis beobachten.
Das Wetter spielt mit: Laut Deutschem Wetterdienst ist es am Mittwochabend in Deutschland vielerorts größtenteils wolkenlos.
Sonnenfinsternis 2026: Uhrzeiten und Abdeckung im Überblick
| Ort | Uhrzeit | Grad der Sonnen-Bedeckung |
|---|---|---|
| Kiel | 20.07 Uhr | 85 Prozent |
| Hamburg | 20.08 Uhr | 85,4 Prozent |
| Berlin | 20.09 Uhr | 83,9 Prozent |
| Köln | 20.13 Uhr | 88,2 Prozent |
| Frankfurt/Main | 20.14 Uhr | 87,2 Prozent |
| München | 20.16 Uhr | 87,8 Prozent |
| Freiburg | 20.18 Uhr | 89,3 Prozent |
Quelle: Vereinigung der Sternenfreunde e.V.
Sonnenfinsternis erleben: Unbedingt Brille tragen!
Was genau geschieht bei der Sonnenfinsternis? Das Max-Planck-Institut erklärt: Der Mond zieht auf seiner Bahn um die Erde vor der Sonne vorbei, verdeckt sie teilweise oder ganz und wirft seinen Schatten auf die Erde. Verdeckt er die Sonne vollständig, sprechen Fachleute von einer totalen Finsternis. Sie dauert meist nur wenige Minuten. Am 12. August erleben wir dagegen eine partielle Finsternis: Die Sonne bleibt ein schmaler Rand.
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Wer das Naturschauspiel sicher genießen will, besorgt sich vorher eine besondere Brille. Für Fernglas und Teleskop braucht man zusätzlich einen speziellen Sonnenfilter – dieser schwächt das Licht und schützt damit die Augen.
Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt eindringlich: Wer ohne Schutz in die Sonne blickt, kann seine Netzhaut in kürzester Zeit beschädigen. Das Sehvermögen kann dadurch eingeschränkt werden – sogar bis zur Blindheit. Das Tückische dabei sei, dass Netzhautschäden keinen akuten Schmerz auslösen. Es gibt also kein Warnsignal, wenn das Sehvermögen beschädigt wird.
Perseiden 2026: Sternschnuppen erreichen Mitte August ihren Höhepunkt
Auch nach Einbruch der Dunkelheit lohnt ein Blick nach oben, in Deutschland wie im beliebten Urlaubsland Spanien. In der Nacht vom 12. auf den 13. August erreichen die Perseiden ihr Maximum.
Wie das Planetarium Hamburg erklärt, entsteht der jährliche Meteorstrom, wenn die Erde die Staubspur des Kometen Swift-Tuttle durchquert. Die winzigen Teilchen treten mit enormer Geschwindigkeit in die Atmosphäre ein und erzeugen dabei die charakteristischen Leuchtspuren.
„Wir sehen die meisten Sternschnuppen früh am 13. August 2026. Denn die beste Beobachtungszeit der Meteore ist nach Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden, wenn sich der scheinbare Ursprungspunkt der kosmischen Leuchtspuren im Sternbild Perseus hoch am Himmel befindet“, sagt Dr. Voss. „Da der Mond gerade seine Neumondphase erreicht hat, sind die Bedingungen ideal. Hoffentlich spielt das Wetter mit.“
Während für Deutschland Daumendrücken angesagt ist, versprechen die Balearen mit durchschnittlich ein bis zwei Regentagen im August gute Aussichten. Bei idealen Bedingungen sind bis zu 50 bis 100 Meteore pro Stunde möglich.