Wall Street rümpft die Nase: Für 100.000 Dollar im Monat – Trump verkauft Abos auf „Insider-Infos“
USA als Kasino: Trump verkauft Insider-Wissen für 100.000 Dollar monatlich – die Wall Street rümpft die Nase
Stand: 12.08.2026, 19:21 Uhr
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Donald Trump nutzt sein Amt mal wieder zur Selbstbereicherung, wie Sandra Navidi in ihrer Kolumne schreibt. Selbst an der Wall Street sorgt das für Stirnrunzeln.
New York, USA – „Rien ne va plus – nichts geht mehr“, so die Croupiers im Kasino. Demgegenüber geht in Trumps persönlichem Kasino, also unserer US-Regierung, einfach alles. Donald Trump hat die Präsidentschaft zum Geschäftsmodell gemacht: Die Regierung ist nicht mehr für die Bürger da, sondern nur noch für ihn – zur Vergrößerung seines Reichtums und zum Ausleben seiner Machtgelüste. Trump führt Amerika wie einst sein Kasino in Atlantic City: maximales Risiko, Fehlentscheidungen, aber die Zeche zahlt immer jemand anderes.

Seine Selbstbereicherung sprengt die Grenzen des Vorstellbaren. Alles, was irgendwie mit seinem Amt zu tun hat, wandelt er skrupellos in bare Münze um. Das Perfide: Dadurch, dass Trump seine illegitimen Machenschaften nicht geheim hält, sondern der Öffentlichkeit geradezu unter die Nase reibt, suggeriert er Legitimität. Man ist nur noch baff, und das Rechtssystem kommt nicht mehr hinterher. Das neueste Beispiel ist so absurd, dass es wie Satire klingt:
Trump verkauft Insider-Wissen für 100.000 Dollar monatlich und gefährdert die Demokratie
Trump verkauft jetzt Abos auf Insider-Trading! Wall-Street-Firmen und Wohlhabende können für 100.000 Dollar pro Monat seine Social-Media-Posts Millisekunden vor der Allgemeinheit erhalten. Durch den Informationsvorsprung können sie marktrelevante Informationen monetarisieren. Dass Trump vor allem KI-generierte Bilder von sich als Jesus, Elvis oder muskulösem General postet, lassen wir hier mal außen vor.
Ist das nicht Insiderhandel? Well, zufälligerweise habe ich meine Masterthesis an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Fordham University über Insider-Trading geschrieben. Aber, wie bei Trump üblich, gibt es natürlich auch für dieses Szenario wieder mal keinen Präzedenzfall. Denn kein Präsident vor ihm wäre auch nur im Entferntesten auf eine solche Idee verfallen. Wie Gerichte darüber letztendlich entscheiden würden, ist offen. Meine Kontakte an der Wall Street haben über diesen Service nur die Nase gerümpft. Für sie ist das Insider-Trading – wenn nicht juristisch, dann zumindest tatsächlich. Damit wollen sie nichts zu tun haben. Aber: Ein paar Finanzunternehmen sollen bereits ein Abo abgeschlossen haben.
Entscheidend hierbei ist das Muster, das sichtbar wird: Die gesamte Trump-Familie hat wirtschaftliche Interessen, die Trump mit seinen Entscheidungen bedient. Die Zeche zahlt mittlerweile die ganze Welt. Gewinne werden privatisiert, während Verluste sozialisiert werden. Wenn der Präsident die Vereinigten Staaten in ein Kasino verwandelt und zugleich Croupier, Spieler und Kassierer ist, dann heißt es letztendlich doch rien ne va plus … aber für unsere Demokratie.