Speicherkrise: Nächste Xbox und Playstation 6 könnten absurd teuer werden


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Speicherkrise: Nächste Xbox und Playstation 6 könnten absurd teuer werden

Leaks und Insiderinformationen zu Komponentenkosten zeigen, dass auch Preise über 1500 Euro möglich sind

Georg Pichler

Es ist schon wieder sechs Jahre her, dass die aktuelle Konsolengeneration ihr Debüt gegeben hat. Als im Herbst 2020 die Playstation 6 und Xbox Series auf den Markt kamen, plagte sich die Welt mit dem Coronavirus. Aber zumindest die Preisgestaltung war moderat, auch wenn knappe Liefermengen und Scalping die Geräte zunächst verteuerten. 300 Euro wollte Microsoft für die Xbox Series S, 500 Euro für die besser ausgestattete Series X. Sonys Spieleplattform wurde offiziell ebenfalls mit 500 Euro ausgepreist.

Den üblichen Zyklen folgend ist entweder im kommenden Jahr oder 2028 mit der nächsten Generation zu rechnen. Diese dürften im Vergleich allerdings absurd teuer werden, wie Leaks und Medienberichte andeuten.

Eine weiße, rechteckige Spielekonsole liegt auf einer hellen Oberfläche. Daneben befinden sich zwei Controller: ein weißer und ein roter mit schwarzem Muster. Im Hintergrund sind Kabel sichtbar.
Die Xbox Series S ging um 300 Euro an den Start. Von solchen Preisen wird man bei der nächsten Konsolengeneration nur träumen können.

Die Speicherkrise, hauptsächlich ausgelöst vom großen Hunger der KI-Branche nach DRAM-Chips, hat bereits deutliche Spuren hinterlassen. Sowohl Sony als auch Microsoft haben die Preisempfehlungen für die aktuelle Generation angehoben. Die günstigste Playstation-Variante, die "Digital"-Ausgabe ohne Laufwerk, schlägt mit 600 Euro zu Buche, die Xbox Series X mit 800 Euro. Die Playstation 5 Pro kommt gar auf 900 Euro. Der reale Handelspreis liegt üblicherweise noch einmal deutlich darüber.

Speicher der PS6 kostet schon über 600 Euro

Ein Ende ist aber nicht in Sicht. So berichtet der üblicherweise zuverlässige Leaker "Kepler L2" im Neogaf-Forum, welche Auswirkungen die Speicherpreise auf die "Bill of Materials" der nächsten Playstation haben. Alleine der Arbeitsspeicher und Onboardspeicher der Konsole sollen mittlerweile Kosten von über 680 Dollar (derzeit etwa 606 Euro) verursachen. Dieser Betrag liegt damit gut 50 Prozent über den gesamten Herstellungskosten, die 2020 für die Playstation 5 berechnet wurden. Damals schätzte man diese auf 450 Dollar (401 Euro).

In der aktuellen Zahl sind aber andere Komponenten – vom Mainboard über den Prozessor bis hin zu Gehäuse und Netzteil – noch nicht einmal enthalten. Es ist auch nicht die erste Zahl von Kepler L2 zur Playstation 6. Im Frühjahr hatte er die gesamten Herstellungskosten noch mit 960 Dollar (momentan 855 Euro) beziffert. Dieser Betrag müsste heute wohl merklich nach oben korrigiert werden, da sich Speicherchips seitdem weiter verteuert haben. Damit ist, selbst wenn diese Verteuerung sich wider Erwarten nicht fortsetzt, ein Endpreis von deutlich über 1000 Euro wahrscheinlich.

Auch die Playstation 6 wird wohl von der 500-Euro-Preisempfehlung ihres Vorgängers deutlich entfernt sein.

Preisprognose für nächste Xbox: Bis zu 1800 Dollar

Für die kommende Generation der Xbox sieht es nicht besser aus. Berichten zufolge plant Microsoft für Ende 2027 die Veröffentlichung einer Handheld-Konsole. 2028 soll dann wieder eine Wohnzimmer-Spieleplattform auf den Markt kommen, deren Entwicklung unter dem Namen "Project Helix" läuft.

Hier hat Fortune auf Basis von Insiderinformationen über den Stand der Dinge berichtet. Laut aktuellen, internen Prognosen wird der Releasepreis sich zwischen 1200 und 1800 US-Dollar (aktuell 1068 bis 1602 Euro) bewegen. Ein niedriger Preispunkt wäre nur denkbar, wenn Microsoft die Hardware subventioniert, also zugunsten höheren Absatzes seine eigene Gewinnmarge stutzt.

Das bedeutet, dass die nächste Konsolengeneration von Microsoft und Sony wohl im günstigsten Fall mehr als doppelt so viel kosten wird, als die Vorgängergeräte. Aber auch eine Verdreifachung des Preises liegt durchaus im Rahmen des Möglichen. Dabei geht es wohlgemerkt um den von den Herstellern empfohlenen Nennpreis und nicht den tatsächlichen Marktpreis, der durch Lieferengpässe bei den Geräten selbst noch einmal höher ausfallen kann. (gpi, 21.10.2026)

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