Ski alpin: Stecher hat hohe Erwartungen für Saison
Ski alpin
ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher hat hohe Erwartungen an seine alpinen Skifahrerinnen und Skifahrer für die Saison 2026/27. Der Anspruch von Ski Austria solle sein, „dass man wirklich ständig am Stockerl steht“, sagte der ehemalige Nordische Kombinierer am Donnerstag im ORF-Interview mit Andreas Felber. Österreich habe das Potenzial dafür. Und die Vorbereitung sei heuer besser gewesen als in den letzten Jahren.
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Weltcup-Auftakt ist am Wochenende mit einem Riesentorlauf der Damen am Samstag sowie einem Riesentorlauf der Herren am Sonntag (jeweils 10.00 bzw. 13.00 Uhr, live in ORF1) in Sölden. Die Ergebnisse nach den ersten beiden Rennen müsse man aber „immer individuell sehen“, so der ehemalige nordische Kombinierer. „Die Sportlerinnen, die von Haus aus schon um Siege mitfahren, wie Julia Scheib zum Beispiel, wollen natürlich jetzt auch wieder um den Sieg mitfahren. So wird sie sich auch definieren.“
„Das soll auch der Anspruch des Österreichischen Skiverbandes sein, dass man wirklich ständig am Stockerl steht, dass man ums Stockerl auch mitfährt“, meinte Stecher. Wenn Athletinnen oder Athleten aus anderen Nationen besser sind und „unsere Leute haben die Leistung geboten“, sei das aber auch anzuerkennen. „Dann muss man sich wieder hinter den Tisch setzen und versuchen zu analysieren, warum, weshalb waren die anderen vielleicht besser?“
Sportdirektor sieht ÖSV gut aufgestellt
Von Läuferinnen wie Stephanie Brunner erwartet sich Stecher, dass sie ihre gezeigten Leistungen aus dem Training auch im Rennen umsetzen können. „Wenn das gelingt, dann ist man wieder einen Schritt weiter.“ Im Herren-Team sieht der 49-Jährige den ÖSV gut aufgestellt. „Wir haben wirklich sehr, sehr viele gute Herren, mittlerweile“, sagte Stecher, ohne Namen zu nennen. „Ich bin guter Dinge, dass wir wirklich auch erfolgreich sind.“ Das Potenzial in Österreich sei auf jeden Fall „unglaublich“ und werde „zurzeit sicher ausgeschöpft“.
Stecher: „Österreich hat unglaubliches Potenzial“
Mario Stecher hat im ORF-Interview über die Rolle als Sportdirektor im ÖSV gesprochen. Zudem gab der 49-Jährige Einblicke in die Vorbereitung der Saison. Es wurde im Sommer gezielt an den Stärken und Schwächen gearbeitet. Der Steirer blickt positiv auf die kommende Saison.
In der Vorbereitung wurde versucht, „an unseren Schwächen definitiv zu arbeiten, ohne dass wir vergessen, auch die Stärken hochzuziehen“. Besonders hilfreich seien die Speed-Camps in Chile gewesen, wo bei winterlichen Bedingungen trainiert werden konnte. „Das ist das, was uns in den letzten Jahren vielleicht ein bisschen abgegangen ist. Dass man auch bei etwas weicheren Verhältnissen insgesamt feinfühliger fahren muss. Da hoffen wir uns natürlich einiges an Zuwachs an Leistung.“
Der sportlichen Leitung den Rücken stärken
Als Sportdirektor sieht sich Stecher in einer Beobachterrolle und mit einer Unterstützerfunktion. „Wenn mir gewisse Dinge auffallen, dass ich definitiv zum sportlichen Leiter gehe und sage: ‚Okay, wie könnte man das, oder das besser machen?‘.“ Eine seiner wichtigsten Aufgaben in den letzten zwei Jahren sei gewesen, „dass man der sportlichen Leitung mit Christian Mitter den Rücken stärkt“.
Mitters Weg sei über viele Jahre durchaus erfolgreich gewesen. Diesen Weg solle er jetzt auch in seinem zweiten Jahr in Österreich fortsetzen können. Dem 46-Jährigen soll auch dahingehend der Rücken gestärkt werden, „dass er das hinunterbringen kann in die Landesskiverbände, bis hin zu den Vereinen. Da hat man wirklich sehr, sehr viel zusammengeholfen“, sagte Stecher.