Stichwahlen in Niedersachsen: Erste Ergebnisse und alle Entwicklungen im Live-Ticker


Stand: 26.09.2026, 22:01 Uhr

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In Niedersachsen wird erneut gewählt. Am Sonntag geht es in die Stichwahl, viele Sieger müssen noch ermittelt werden. Alle Ergebnisse im News-Ticker.

Hannover – Am kommenden Sonntag (27. September) gehen in Niedersachsen erneut Hunderttausende Bürgerinnen und Bürger an die Urnen. In 123 Kommunen finden Stichwahlen statt – weil beim ersten Wahlgang am 13. September kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht hat.

Auf dem Spiel stehen Bürgermeister- und Oberbürgermeisterposten sowie Landrats- und Regionspräsidentenämter. Die Wahllokale öffnen um 8 Uhr und schließen um 18 Uhr – erste Ergebnisse zu der Stichwahl in Niedersachsen werden noch am Abend erwartet. Alle Entwicklungen können Sie in unserem News-Ticker nachlesen.

Keine klaren Sieger: Darum kommt es in Niedersachsen zu Stichwahlen

Das Prinzip ist simpel: Bei Direktwahlen in Niedersachsen muss ein Kandidat ein Ergebnis von mehr als der Hälfte aller gültigen Stimmen auf sich vereinen, um im ersten Anlauf gewählt zu werden. Gelingt das niemandem, treten zwei Wochen später die beiden Bestplatzierten erneut gegeneinander an. Insgesamt fanden am 13. September landesweit 395 Direktwahlen statt – in der Region Hannover, in 32 Landkreisen, acht kreisfreien Städten sowie in Kreisstädten, Gemeinden und Samtgemeinden.

Kommunalwahl in Niedersachsen - Auszählung

In Niedersachsen wird am Sonntag (27. September) erneut gewählt. (Symbolfoto) © Hauke-Christian Dittrich/dpa

In vielen dieser Kommunen gab es finale Ergebnisse bereits im ersten Wahlgang. In 123 Fällen aber steht der Sieger noch aus. Die Amtszeit für die künftigen Bürgermeister und Landräte beträgt nach der Reform des niedersächsischen Kommunalrechts acht Jahre – die Wahl am Sonntag ist also eine Entscheidung mit langem Nachhall.

Wie läuft die Stichwahl in Niedersachsen ab – und wann kommen die Ergebnisse?

Im Vergleich zum ersten Wahlgang werden die Ergebnisse bei der Stichwahl für die meisten Wählerinnen und Wähler deutlich übersichtlicher. Statt bis zu fünf Stimmzetteln gibt es in den meisten Kommunen nur noch einen – mit genau zwei Namen darauf. Wer die meisten Stimmen erhält, ist der Sieger – eine absolute Mehrheit ist nicht mehr nötig. Im äußerst unwahrscheinlichen Fall eines Gleichstands entscheidet das Los.

Die Wahllokale schließen um 18 Uhr, danach beginnt die Auszählung. Erste Ergebnisse werden noch am Sonntagabend erwartet. Wer nicht persönlich ins Wahllokal gehen kann oder möchte, hatte die Möglichkeit, per Briefwahl zu wählen. Eine neue Wahlbenachrichtigung wurde nicht verschickt – der Wahlschein vom 13. September gilt auch für die Stichwahl.

Stichwahlen in Niedersachsen: Wer tritt wo an?

Das größte Interesse gilt dem Ergebnis in der Landeshauptstadt Hannover, wo gleich zwei Stichwahlen gleichzeitig stattfinden. Die Hannoveraner erhalten am Sonntag zwei Stimmzettel: einen für das Amt des Oberbürgermeisters, einen weiteren für die Spitze der Region Hannover. Um das Rathaus kämpfen Amtsinhaber Belit Onay von den Grünen, der im ersten Wahlgang 45,6 Prozent holte, und sein Stellvertreter Axel von der Ohe von der SPD, der auf ein Ergebnis von 21,5 Prozent kam. Bei der Regionspräsidentenwahl treten Eva Bender (SPD, 30,6 Prozent) und Oliver Junk (CDU, 22,0 Prozent) gegeneinander an.

In Braunschweig, Niedersachsens zweitgrößter Stadt, hofft Amtsinhaber Thorsten Kornblum (SPD) auf ein gutes Ergebnis. Er ging mit 43,3 Prozent aus dem ersten Wahlgang hervor, sein Herausforderer Maximilian Pohler von der CDU kam auf 17,2 Prozent. In Oldenburg liefern sich SPD-Kandidat Ulf Prange (33,2 Prozent) und der Grünen-Bewerber Jascha Rohr (30,5 Prozent) ein enges Rennen. In Osnabrück kämpft CDU-Oberbürgermeisterin Katharina Pötter (42,2 Prozent) gegen Volker Bajus von den Grünen (22,3 Prozent) um ihre Wiederwahl. In Göttingen treten Onyeka Oshionwu (Grüne, 41,4 Prozent) und Ehsan Kangarani (CDU, 27,9 Prozent) gegeneinander an.

Besondere Duelle in Niedersachsen: In Salzgitter könnte die AfD siegen

Besondere Aufmerksamkeit zieht die Stichwahl in Salzgitter auf sich. Dort trifft CDU-Oberbürgermeister Frank Klingebiel (Ergebnis im ersten Wahlgang: 45,6 Prozent) auf AfD-Bewerberin Patricia Mair (25,7 Prozent). Es ist das erste Mal, dass die AfD in Niedersachsen in eine Stichwahl um ein kommunales Spitzenamt einzieht. Auch in Delmenhorst, Lüneburg und Hildesheim sind die Ergebnisse noch offen. In Lüneburg kommt es dabei zu einem Déjà-vu: Amtsinhaberin Claudia Kalisch und Heiko Meyer standen sich bereits 2021 in einer Stichwahl gegenüber. Auf Kreisebene sind unter anderem die Landkreise Osnabrück, Göttingen, Hildesheim, Aurich, Ammerland, Helmstedt, Peine, Wolfenbüttel und Hameln-Pyrmont noch ohne Ergebnis – auch dort steht der Sieger erst am Sonntag fest. (Quellen: NDR, kommunal.de, Votemanager) (red mit Agenturen)