Hamburg öffnet Türen, die sonst verschlossen bleiben


Hamburg

Tag des offenen Denkmals: Gucken Sie doch mal hinter diese Türen

Das ehemalige DDR-Hochseefischereischiff von 1964 ist weitgehend technisch authentisch erhalten. Am Tag des offenen Denkmals gibt es einige Führungen und Konzerte. (Archivbild)
picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde

Am Samstag und Sonntag können historische Orte kostenlos besucht werden, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Das sind die Best-ofs der Hamburger Angebote.

Am Samstag und Sonntag kann man tief in die Hamburger Geschichte eintauchen. Zum 34. Mal findet der Tag des offenen Denkmals statt. Deutschlandweit öffnen am Sonntag 6500 Denkmaltüren. Auch in Hamburg ist das Angebot groß – und das gleich am ganzen Wochenende, nicht nur an einem Tag. Die meisten Orte sind sonst nicht für Zuschauende zugänglich. 

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals, am 12. und 13. September, steht unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ und wird wie jedes Jahr koordiniert durch die Deutsche Stiftung für Denkmalschutz (DSD). In Hamburg können Interessierte 174 verschiedene Denkmäler besuchen – die Auswahl ist also riesig. Um nicht unterzugehen, hier eine kleine Auswahl der spannendsten Denkmäler.

1. Tag des offenen Denkmals: der Leuchtturm Wittenbergen 

Anzeige

Das Unterfeuer Wittenbergen bildet seit 1900 mit dem Oberfeuer Tinsdal eine Richtfeuerlinie für elbabwärts fahrende Schiffe. Seit 2004 steht der Stahl-Leuchtturm unter Denkmalschutz und ist normalerweise nicht öffentlich zugänglich.

Am Samstag und Sonntag ist er von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Etwa alle 30 Minuten gibt es Führungen durch Mitarbeitende der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.

Anzeige

Das Unterfeuer Wittenbergen bildet seit 126 Jahren zusammen mit dem Oberfeuer Tinsdal die Richtfeuerlinie für Schiffe der Elbe abwärts. (Archivbild)
Das Leuchtturm Wittenbergen gehört zu den ältesten Stahl-Leuchttürmen der Bauweise Treppenrohr mit Gratsparren. (Archivbild)
WSA Elbe-Nordsee / Thomas Jansen

Zu finden ist das Denkmal am Rissener Ufer in Rissen.

2. Maschinenräume und Hafenflair auf der MS Stubnitz

Anzeige

Die Stubnitz wurde 1964 in Stralsund gebaut und steht seit 2003 unter Denkmalschutz. Nach 25 Jahren DDR-Hochseefischerei wurde sie zu einem mobilen Kunst- und Kulturschiff umgebaut.

Am Samstag gibt es um 11, 13 und 15 Uhr Führungen, am Sonntag um 13 und 15 Uhr. Anmeldung ist erforderlich. Am Samstag um 19.30 Uhr findet außerdem ein Konzert mit Valentina Magaletti & YPY, KMRU und Chris Ryan Williams statt. Der Eintritt kostet 23 Euro.

Zu finden ist das Denkmal am Kirchenpauerkai 29 in der HafenCity.

3. Kulturangebote in St. Nikolai

Der 147 Meter hohe Turm von St. Nikolai prägt seit rund 150 Jahren das Hamburger Stadtbild. Die Kirche wurde nach dem Großen Brand von 1842 neu errichtet und im Zweiten Weltkrieg zerstört. Heute erinnert die Ruine an die Geschichte des Ortes.

Die WochenMOPO 37/26

Drei Wochenmagazine auf rotem Hintergrund, in der Mitte die „WOCHENMOPO“ mit roter Titelseite.

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
• Wahlkampf in Meck-Pomm: Stoppt Manuela Schwesig die „blaue Welle“?
• Nach den Schanzen-Morden: Die Spur führt in die Niederlande
• 16 Seiten Sport: HSV-Zugang Møller Wolfe & St. Paulis Torjäger Ceesay sprechen Klartext
• 36 Seiten Rätsel und Kultur: Das Reeperbahn-Festival & Harbour Front macht Leseratten glücklich

Am Samstag gibt es von 18 bis 23 Uhr ein umfangreiches Programm mit Carillonkonzert, Jugendpopchor, verschiedensten besonderen Führungen und einer Taschenlampen-Entdeckungstour. Am Sonntag findet um 11 Uhr zusätzlich eine Führung zum Wandel des Denkmals statt.

Zu finden ist das Denkmal in der Willy-Brandt-Straße 60 in Hamburg-Altstadt.

4. Tempel in der Innenstadt: Das Logenhaus Moorweide 

Das Logenhaus der Freimaurer wurde zwischen 1907 und 1909 erbaut und nach Kriegsschäden wiederaufgebaut. Besonders auffällig ist die tempelartige Hauptfassade.

Am Sonntag ist das Haus von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Während dieser Zeit gibt es etwa 45-minütige Führungen. Dabei werden die Geschichte des Hauses und die Fassadenelemente erklärt. Besonders spannend ist der Einblick in den sonst nicht öffentlich zugänglichen Tempel.

Zu finden ist das Denkmal in der Moorweidenstraße 36 in Rotherbaum.

5. Reetdächer mit Geschichte: Der Biohof Eggers

Der Biohof Eggers in der Ohe ist ein historisches Reetdach-Hof-Ensemble mit mehreren denkmalgeschützten Gebäuden. Besonders bedeutend ist der Kornspeicher von 1535, laut Programm das älteste unverändert erhaltene Wirtschaftsgebäude Hamburgs.

Am Sonntag findet von 10 bis 18 Uhr ein Herbsthoffest statt. Es gibt Führungen vom langjährigen Hofeigentümer Georg Eggers durch Speicher, Deel und Döns, Oldtimer-Traktor-Rundfahrten sowie um 14 Uhr einen Auftritt der Vierländer Speeldeel.

Die Reetdachlandschaft des Biohofs Eggers in der Ohe erstreckt sich über 2.600 Quadratmeter. (Archivbild)
Die Reetdachlandschaft des Biohofs Eggers in der Ohe erstreckt sich über 2600 Quadratmeter. (Archivbild)
Georg Eggers

Zu finden ist das Denkmal am Kirchwerder Mühlendamm 5 in Kirchwerder.

6. Backsteinhaus mit kreativer Geschichte: Das Künstlerhaus Maetzel

Das Wohn- und Atelierhaus der Künstlerfamilie Maetzel wurde zwischen 1924 und 1926 erbaut. Das Ensemble aus Wohnhaus, Atelier, Werkstatt und Garten war ein Treffpunkt der Hamburger Sezession und ein wichtiger Ort der Moderne.

Am Samstag und Sonntag sind die historischen Ateliers geöffnet. Gezeigt wird außerdem die Ausstellung „hauszeit – 64 tage im künstlerhaus maetzel“. Dazu gibt es Rundgänge durch Haus und Garten sowie Architekturvorträge.

Zu finden ist das Denkmal in Langenwiesen 15 in Volksdorf.