Tagebau-Brand in Meuselwitz: Löschhubschrauber kämpft gegen Glutnester
AUDIO: Kampf gegen Schwelbrand: Hubschrauber oder Flutung? (1 Min)
Feuerwehr
Kampf gegen den Schwelbrand: Wird das Areal geflutet?
Stand: 12.07.2026 19:10 Uhr
Am Montag soll entschieden werden, wie der unterirdische Brand auf einer ehemaligen Kohlebergbaufläche im Altenburger Land am besten bekämpft wird - per Löschhubschrauber oder durch eine Flutung.
von MDR THÜRINGEN
Bei der Bekämpfung des unterirdischen Brandes auf einer ehemaligen Kohlebergbaufläche im Altenburger Land wird über eine Flutung nachgedacht. Nach Angaben der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) werden derzeit Drohnen-Aufnahmen einer Wärmebildkamera ausgewertet.
Sie sollen zeigen, wie groß die unterirdische Brandfläche noch ist und ob der Einsatz eines Löschhubschraubers am Wochenende erfolgreich war.
Je nach Ergebnis sei eine Flutung des Areals über eine vier Kilometer lange Rohrleitung aus einem Bergbaurestloch eine Option. Die LMBV ist Eigentümerin der Fläche.
Hochspannungskabel löste Ende Juni wohl Feuer aus
Der Brand auf dem Gelände war am extrem heißen letzten Juni-Wochenende ausgebrochen. Ausgelöst wurde er den Angaben zufolge vermutlich durch ein durchhängendes Hochspannungskabel, das einen Baum entzündete. Feuerwehren hatten den Brand unter Kontrolle gebracht.
Wochen nach dem Waldbrand nahe Meuselwitz ist die Feuerwehr immer noch mit Löscharbeiten beschäftigt.
Unterirdisch schwelt er auf einer Fläche von acht Hektar aber weiterhin. Glutnester reichten laut LMBV etwa einen halben Meter in die Tiefe. Dort lägen brennbare Kohlereste aus der Zeit, in der an dem Standort Kohle zur Stromgewinnung verarbeitet wurden. Anwohner leiden unter Rauch- und Geruchsbelästigungen.
MDR (gh)
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