+++ Drei weitere Personen in Gewahrsam +++ Hunderte gedenken in Potsdam +++


Liveticker Anschlag auf Berliner CSD

+++ Drei weitere Personen in Gewahrsam +++ Hunderte gedenken in Potsdam +++

Blumenmeer und Gedenkveranstaltung in Solidarität für die Opfer des islamistischen CSD-Anschlags in Berlin.  (Quelle: picture alliance/Ipon/Stefan Boness)
Blumenmeer und Gedenkveranstaltung in Solidarität für die Opfer des islamistischen CSD-Anschlags in Berlin. (Quelle: picture alliance/Ipon/Stefan Boness)

Icon Kommentar

08:23 Uhr: Anschlag in Berlin polarisiert laut Experte den Wahlkampf

Der mutmaßlich islamistische Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin wird nach Einschätzung des FU-Politikwissenschaftlers Thorsten Faas spürbare Auswirkungen auf den Wahlkampf haben. "Wir sehen bereits, dass sich der Fokus der Medien und damit auch der Öffentlichkeit verschiebt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Fragen der inneren Sicherheit und der Integration stehen im Fokus, anderes wird in den Hintergrund gedrängt."

Er geht jedoch davon aus, dass das Thema bis zum Wahltermin in Berlin nicht dominieren wird - "dafür passiert zu viel", so Faas. Gefährlich könne es aber für Regierungsparteien werden, wenn der Eindruck entstehe, es wurden Fehler gemacht oder die Kompetenz der Regierung stehe infrage.

Blumenmeer und Gedenkveranstaltung in Solidarität für die Opfer des islamistischen CSD-Anschlags in Berlin.  (Quelle: picture alliance/Ipon/Stefan Boness)
rbb24 Spezial Livestream zum Nachschauen: "Nach dem CSD-Anschlag: Welche Folgen hat die Tat?"

Blumenmeer und Gedenkveranstaltung in Solidarität für die Opfer des islamistischen CSD-Anschlags in Berlin. (Quelle: picture alliance/Ipon/Stefan Boness)

08:12 Uhr: BKA zählt derzeit 410 islamistische Gefährder

Das Bundeskriminalamt (BKA) stuft mit Stand vom 1. Juli 410 Menschen als islamistische Gefährder ein. Diese seien dem Bereich des islamistischen Terrorismus und Extremismus zuzuordnen, sagte ein BKA-Sprecher dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Als Gefährder gelten Menschen, denen die Sicherheitsbehörden schwere politisch motivierte Gewalttaten bis hin zu Anschlägen zutrauen. Im Bereich Rechtsextremismus waren demnach 65 Menschen als Gefährder eingestuft, im Bereich Linksextremismus 17.

08:04 Uhr: Hunderte gedenken in Potsdam der CSD-Opfer

In Potsdam haben am Montagabend mehrere hundert Menschen der Opfer des Anschlags auf den Berliner CSD gedacht. Sie versammelten sich mit Regenbogenfahnen vor der Nikolaikirche und zeigten Transparente für Vielfalt und Toleranz. In Berlin legten ebenfalls viele Menschen vor dem Brandenburger Tor Blumen nieder.

Menschen in Potsdam gedenken der Opfer des CSD-Anschlags am 27.07.2026  (Quelle: imago images/M.Müller

Gedenken an CSD-Opfer in Potsdam

Menschen in Potsdam gedenken der Opfer des CSD-Anschlags am 27.07.2026 (Quelle: imago images/M.Müller

07:54 Uhr Drei weitere Personen noch in Gewahrsam

Beim Zugriff auf den mutmaßlichen CSD-Attentäter Abdul B. durch die Polizei am Sonntag in einer Spandauer Kleingartenkolonie sind auch drei weitere Personen gefasst worden. Der ARD-Terrorismusexperte Michael Götschenberg sagte im rbb24-Spezial am Montagabend, dass diese Personen noch in Gewahrsam seien.

Man versuche jetzt, sich das Umfeld des mutmaßlichen Attentäters anzuschauen, zu gucken, ob es Personen gegeben habe, die ihn unterstützt haben, die möglicherweise etwas von seinem Plan gewusst haben, so Götschenberg. Diese Fragen stellten sich auch mit Blick auf die drei, die in Gewahrsam genommen wurden. Diese werde man dann zur Verantwortung ziehen.

Sendung: rbb24 Spezial, 27.07.2026, 20:15 Uhr
Video: rbb24 Spezial, 27.07.2026, Moderation: Andrea Vannahme

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Symbolbild: Im Garten eines Rentners aus Spremberg (Brandenburg) steht ein Wildschwein. (Quelle: dpa/Pleul)
Nach dem Anschlag auf dem CSD bewachen Polizeibeamte das betroffene Areal im Berliner Tiergarten. (Quelle: picture alliance / Geisler-Fotopress, Bernd Elmenthaler)
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Blumenmeer und Gedenkveranstaltung in Solidarität für die Opfer des islamistischen CSD-Anschlags in Berlin.  (Quelle: picture alliance/Ipon/Stefan Boness)
Blumen vor dem Brandenburger Tor nach dem CSD-Anschlag, 27. Juli 2026 (Quelle: dpa/Sebastian Gollnow)