Toni Mang bringt seine Weltmeistermaschinen mit – und verrät Renngeheimnis


Stand: 14.07.2026, 06:06 Uhr

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Inning,12.07.2026, Zündapp-Freunde Ammersee Treffen (v.li.): Sepp Metz, Toni Mang, Tom Metz(Präsident Zündapp Freunde Ammersee), Sepp Schlögl

Wesentlich schneller als die Zündapp-Oldtimer: Toni Mang (2.v.l.) mit seinen Weltmeistermaschinen von Kawasaki, seinen damaligen Mechanikern Sepp Metz (l.) und Sepp Schlögl (r.) und dem Präsidenten der Zündapp-Freunde Ammersee, Tom Metz. © Andrea Jaksch

Der fünffache Motorrad-Weltmeister war Stargast beim 7. Oldtimer-Treffen der Zündapp-Freunde Ammersee. Vor zwei Wochen war der 76-Jährige noch auf dem Sachsenring unterwegs – auf einer modernen Rennmaschine.

Inning – Das ist doch … genau: Toni Mang. Der 76 Jahre alte Inninger Ehrenbürger und fünffache Motorrad-Weltmeister hat sich am Sonntag beim 7. Oldtimertreffen der Zündapp-Freunde im Gewerbegebiet Billerberg die Ehre gegeben. Trotz hoher Temperaturen versammelten sich rund 250 Fahrzeughalter, um ihre motorisierten Schätze zu präsentieren und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Etwa 100 weitere Besucher wollten sich die historischen Zweiräder ebenfalls nicht entgehen lassen, wie der Präsident der Zündapp-Freunde, Tim Metz, dem Starnberger Merkur berichtet. Gleichzeitig nutzte der Verein die Gelegenheit, mit einem Jahr Verspätung sein zehnjähriges Bestehen von 2025 nachzuholen.

Inning,12.07.2026, Zündapp-Freunde Ammersee Treffen

Die gemeinsame Ausfahrt mit den alten Zündapp-Maschinen gehörte zu den Höhepunkten des Treffens am Billerberg. © Andrea Jaksch

Das Treffen war keinesfalls nur Zündapp-Besitzern vorbehalten. Willkommen waren alle historischen Zweiräder, unabhängig von Hersteller oder Modell. So waren zum Beispiel auch Mopeds von Hercules, Kreidler und Simson am Billerberg zu sehen. Voraussetzung für die Teilnahme war lediglich, dass es sich um ein mindestens 30 Jahre altes Zweirad handelte. „Besonders beeindruckend waren mehrere Maschinen aus den 1930er-Jahren, die trotz ihres hohen Alters noch gut erhalten waren und zahlreiche Betrachter anzogen“, erklärt Metz.

Neben bekannten Zündapp-Vereinen aus der Region kamen auch zahlreiche Einzelpersonen aus einem Umkreis von rund 200 Kilometern nach Inning. „Sogar ein Schweizer verirrte sich auf seiner Rundreise zum Treffen an den Ammersee“, erzählt Metz. Der prominenteste Gast war jedoch ein anderer: Toni Mang begleitete die Veranstaltung und brachte sogar seine ehemaligen Weltmeistermaschinen von Kawasaki mit. Dem interessierten Publikum erklärte er diese bis ins kleinste Detail, erzählte spannende Geschichten aus seiner aktiven Zeit und verriet, dass seine Motorsportkarriere noch lange nicht beendet sei. Erst vor zwei Wochen sei er auf dem Sachsenring unterwegs – allerdings nicht mit einem Oldtimer, sondern auf einer modernen Rennmaschine, erzählte Mang.

Auch für seine Fans nahm sich der 76-Jährige viel Zeit. Mang erfüllte zahlreiche Fotowünsche und verteilte Autogrammkarten. Der Kontakt zum ehemaligen Weltmeister kam über den Vater des Vereinspräsidenten zustande: Sepp Metz war gemeinsam mit Sepp Schlögel einst Mechaniker des Weltmeisters, der seit einigen Jahren auch Ehrenmitglied der Zündapp-Freunde Ammersee ist.

Neben einer gemeinsamen Ausfahrt war der Leistungsprüfstand ein weiterer Höhepunkt des Tages. Dort konnten die Teilnehmer die Leistung ihrer Zweiräder messen lassen. Neben dem vereinsinternen Wettbewerb um die stärkste Maschine nutzten viele Besitzer die Gelegenheit, den Zustand und möglichen Verschleiß ihrer mehr als 30 Jahre alten Fahrzeuge überprüfen zu lassen.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Fleisch und Wurst vom Grill sowie selbst gebackene Kuchen der Vereinsmitglieder fanden großen Anklang. Auch der stark nachgefragte Getränkewagen konnte dank rechtzeitigem Nachschub alle Gäste ausreichend versorgen.

Die Veranstalter zeigten sich vom großen Besucherandrang überwältigt. „Mit so vielen Besuchern hätten wir nicht gerechnet“, sagte Tom Metz. Das nächste Oldtimer-Zweirad-Treffen ist für 2028 geplant – die Vorbereitungen laufen bereits.

Nicolas Burner