Trotz Führung: Energie Cottbus verliert zuhause gegen Fürth


2. Liga

Trotz Führung: Energie Cottbus verliert zuhause gegen Fürth

Energie Cottbus Torwart Marcel Lotka liegt frustriert am Boden. (Quelle: imago-images / Zink)
Energie Cottbus Torwart Marcel Lotka liegt frustriert am Boden. (Quelle: imago-images / Zink)

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Energie Cottbus hat das Heimspiel gegen Greuther Fürth mit 3:4 verloren. Nach einem guten Start häuften sich die Fehler der Lausitzer im Aufbauspiel, die Fürth eiskalt ausnutzte. Der zwischenzeitliche Ausgleich von Tolgay Cigerci zum 2:2 reichte nicht aus. Nach dem erfolgreichen Auftakt gegen Hannover ist es die zweite Niederlage für Cottbus im dritten Spiel.

Copado eröffnet früh

Das zweite Heimspiel der Cottbuser nach der Rückkehr in die Zweite Liga hätte nicht besser starten können: Nach einem schnell ausgeführten Freistoß war die Fürther Hintermannschaft nachlässig, den langen Ball von der linken Seite legte Leonardo Bittencourt per Kopf für Stürmer Copado ab, der in die linke Ecke einnetze.

Trainer Claus-Dieter Wollitz nahm im Gegensatz zur Niederlage in Bielefeld mehrere Wechsel in der Startelf vor. In der Abwehr begannen King Manu und Borgmann für Rorig und Pelivan, Boziaris und Hannemann starteten im Mittelfeld für Guttau und Cigerci - bei Cigerci zumindest eine kleine Überraschung.

Claus-Dieter Wollitz beim Pokalspiel auf der Trainerbank
Claus-Dieter Wollitz beim Pokalspiel auf der Trainerbank

Fürther Doppelschlag dreht die Partie

Doch auch ohne Cigerci zeigten die Lausitzer eine starke Anfangsphase und drängten auf das zweite Tor. In der 18. Minute scheiterte Lucas Copado mit einem Lupfer am Fürther Schlussmann Hellstern. In der 22. Minute jubelte die Cottbuser Arena erneut: Nach einer Ecke drückte Abwehrmann King Manu den Ball über die Linie. Vorlagengeber Copado stand jedoch bei seinem Pass im Abseits.

Weiter spielte nur Cottbus. Die Gäste aus Fürth kamen kaum zu Entlastungsangriffen und hatten keinen Zugriff im Mittelfeld. Eine Flanke des Cottbusers Luca Erlein landete auf der Latte. Cottbus verpasste in dieser Phase, die Führung zu erhöhen.

Und das sollte sich rächen: Fürth kam eine Viertelstunde vor der Pause wieder besser in die Partie. Cottbus schien ein wenig müde gelaufen und ließ sich zurückfallen. In der Nachspielzeit dann zeigte Schiedsrichter Felix Weller nach einem Foul von King Manu an Shinta Appelkamp auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Felix Klaus sicher.

Cottbuser ohne Zuordnung in der Abwehr

Und es sollte noch dicker für die Cottbuser kommen. Nur 45 Sekunden nach der Wiederanpfiff lies sich Borgmann auf der linken Seite den Ball klauen. Felix Klaus dribbelte frei auf Lotka zu, seinen Pass schob Fousseny Doumbia ins eigene Tor. 2:1 für Fürth. Cottbus agierte in der Folge verunsichert, die Gäste aus Fürth übernahmen die Kontrolle.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Nach einer Flanke von Bittencourt kam Tolgay Cigerci in der 70. Minute hinter der Fürther Abwehr frei zum Kopfball und verwandelte ins lange Ecke zum Ausgleich. Doch der währte nur wenige Sekunden. Direkt nach Wiederanpfiff zeigte sich die Cottbuser Abwehr erneut unsortiert, Nutznießer Pohlmann tauchte frei vor dem Cottbuser Tor auf und schloss wuchtig zum 3:2 ab.

Cottbus taumelte und bekam schließlich den Knockout: Erneut ein Ballverlust der Cottbuser vor dem eigenen Sechzehner, erneut fehlende Zuordnung, Felix Klaus musste nach einem Querpass von Sacha Bansé nur noch zum 4:2 einschieben.

Spätes Cottbuser Aufbäumen

In der Nachspielzeit konnte Bogdanov (Leihe von Union Berlin) noch den Anschlusstreffer zum 3:4 erzielen. In einem zeitweise wilden Spiel zog Cottbus dennoch folgerichtig den Kürzeren. Das Team von Claus-Dieter Wollitz muss sich zum einen über die mangelnde Chancenverwertung, zum anderen über die Fehler in der Abwehrkette ärgern.

Leonardo Bittencourt (l.) und Tolgay Cigerci im Spiel gegen Fürth (imago images / Steffen Beyer)
Leonardo Bittencourt (l.) und Tolgay Cigerci im Spiel gegen Fürth (imago images / Steffen Beyer)

Wollitz: "Reicht nicht, um in dieser Liga Punkte zu holen"

Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz ärgerte sich nach dem Spiel über die Fehleranfälligkeit seines Teams: "Sagen wir mal: Energie Cottbus hat sechs Tore geschossen, Greuther Fürth hat eins, aber das Ergebnis ist 3:4." Nichtsdestotrotz lobte er sein Team für die erste Hälfte. "Wir haben zumindest in der ersten Halbzeit gezeigt, dass wir fußballerische Argumente haben", so Wollitz. "Aber nur das reicht nicht, um in dieser Liga Punkte zu holen."

Ähnlich sah es Leonardo Bittencourt. "Wenn wir in der ersten Halbzeit zwei, drei Tore machen, wäre das völlig verdient gewesen", so der Rückkehrer aus Bremen. "Das machen wir nicht und werden dann bestraft."

Für Cottbus geht es am nächsten Wochenende zu Bundesliga-Absteiger Wolfsburg.

Das Spiel im Liveticker

Sendung: rbb|24, 29.08.2026, 13:00 Uhr

Audio: rbb|24, 29.08.2026, Philipp Höppner

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