Trotz Startplatz zehn: Nico Hülkenberg hatte in Ungarn mehr erwartet


(Motorsport-Total.com) - Für den Großen Preis von Ungarn konnte sich Nico Hülkenberg in den Top 10 qualifizieren. Mit Startplatz zehn ist der Audi-Pilot zwar nicht unzufrieden, doch zeigt sich der 38-Jährige von der starken Performance der Racing Bulls ein wenig überrascht.

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Insgeheim hatte Nico Hülkenberg im Qualifying von Ungarn mehr erwartet Zoom

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"Es ist ein lachendes und ein weinendes Auge", so Hülkenberg nach der Session. "Das liegt an der Lücke zu den Racing Bulls. Ich weiß nicht, ich dachte, wir wären deutlich näher an ihnen dran und könnten sie herausfordern."

Zwar konnte Hülkenberg den VCARB von Liam Lawson hinter sich lassen, allerdings startet Rookie Arvid Lindblad am Rennsonntag vor dem Audi-Piloten. Lindblad konnte sich im Qualifying auf dem Hungaroring Startplatz neun sichern.

Auf den Racing-Bulls-Piloten fehlten Hülkenberg am Ende von Q3 mehr als vier Zehntelsekunden. "Wir hatten heute nicht mehr in petto", so seine Einschätzung, "was mich durchaus ein wenig überrascht hat."

Bei Sky Sport F1 fasst es Hülkenberg folgendermaßen zusammen: "[Wir haben] keine Erklärung. Speed fehlt, ein bisschen Balance, ein bisschen Harmonie. Es ist natürlich [eine] kurvenreiche Strecke [...], und es ist einfach ein Ritt auf der Rasierklinge."

"Ja, das war nicht einfach. [Die Runde] war sauber, aber wie gesagt: Ich glaube, die anderen haben vielleicht ein bisschen mehr in petto."

Teamkollege Gabriel Bortoleto hat es im Qualifying von Ungarn nicht in die Top 10 geschafft. Stattdessen geht der Audi-Pilot am Sonntag von Position 14 ins Rennen. Nachdem er bei den letzten beiden Grand Prix in die Punkte fahren konnte, wäre der 21-Jährige fast in Q1 ausgeschieden.

"Für uns sollte es eigentlich einfach sein, aus dem Q1 herauszukommen", erklärt Bortoleto nach dem Qualifying. "Wenn ich das nicht schaffe, dann habe ich einen echt schlechten Job abgeliefert."

Nachdem ihm eine Runde aufgrund des Überschreitens der Streckenbegrenzung gestrichen worden war, konnte sich der Audi-Pilot mit einer vergleichsweise sicheren Runde für Q2 qualifizieren. Doch für Q3 reichte die Pace des letztjährigen Rookies nicht aus.

"Ich hatte in Q2 keinen Grip", so Bortoleto, "und bin zweimal in Kurve 4 ausgeritten. Vielleicht habe ich mir dabei mein Fahrzeug beschädigt, aber das wäre dann mein Fehler."

Zudem erklärt Bortoleto, dass er in FT1 mit seinem R26 noch am glücklichsten war. "Ich weiß nicht", so sein Kommentar, "was seitdem passiert ist. Ich habe komplett das Vertrauen und das Feeling verloren, und das ist wirklich hart."


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Trotz der Sorgen seines Teamkollegen und der Lücke zu den Racing Bulls zeigt sich Hülkenberg für das Rennen auf dem "Monaco ohne Leitplanken" optimistisch. "Die Rennpace kommt uns meistens zugute, aber du kannst das im Vorfeld nie wissen. Wir werden das erst [am Sonntag] herausfinden."

Das Leistungsdefizit der Power-Unit dürfte dem Team mit den vier Ringen, zumindest in der Theorie, kein großes Problem darstellen. "Hier geht es vor allem um die Kurven und den Grip", betont Hülkenberg.

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"In den letzten Rennen waren [die Racing Bulls] auf den Geraden wirklich stark, aber nicht unbedingt in den Kurven. Irgendwie haben sie seit letzter Woche etwas aus dem Hut gezaubert, oder ein Update gebracht. Das hat ihnen in den Kurven wirklich geholfen."