Trump rudert zurück: Zoll-Einigung mit Kanada doch noch nicht fix
Handelsabkommen
Trump rudert zurück: Zoll-Einigung mit Kanada doch noch nicht fix
Laut dem kanadischen Ministerpräsidenten Carney würden sich beide Seiten "auf eine Einigung zubewegen"
Washington/Ottawa – Die USA und Kanada haben sich entgegen früheren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump doch noch nicht auf ein Handelsabkommen geeinigt. Trump sagte am Mittwoch, die USA würden "wahrscheinlich ein Abkommen mit Kanada schließen. (...) Ich glaube, wir haben eine Einigung." Stunden zuvor hatte Trump Reportern noch gesagt, dass es eine Einigung gebe. Der kanadische Ministerpräsident Mark Carney erklärte auf X, beide Seiten würden sich "auf eine Einigung zubewegen". Ein Insider sagte, dabei könnten die USA einige umstrittene Zölle auf in Kanada hergestellte Pkw und Lkw sowie auf wichtige Metalle senken.
Die USA hatten im vergangenen Jahr unter Berufung auf ein Gesetz zur nationalen Sicherheit Zölle auf Stahl, Aluminium und Autos verhängt, was Kanada zu Gegenmaßnahmen veranlasste. Carney hat wiederholt gesagt, die Nachbarn führten einen Handelskrieg.
Zollsätze für Pkw und Lkw
Einem Insider zufolge soll das jetzt vorgeschlagene Abkommen die höchsten Zollsätze für in Kanada hergestellte Pkw und Lkw von derzeit 25 auf 15 Prozent senken. Auf der Branche hieß es, auch dieser Satz könne die kanadische Automobilproduktion in Existenznot bringen. Kanada dränge daher darauf, den Satz auf 10 Prozent zu senken.
Es ist unklar, ob die Frage der Autozölle noch in dieser Woche geklärt oder bis zu einer geplanten Überprüfung des Handelsabkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada verschoben wird, die sich voraussichtlich bis 2027 hinziehen wird. (Reuters, 20.8.2026)
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