Trump überall: Wo die Regierung seinen Namen und sein Gesicht angebracht hat


Stand: 04.09.2026, 14:00 Uhr

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Ein Porträt von Präsident Donald Trump ist am Samstag, dem 30. August 2025, an der Fassade des Hauptsitzes des Arbeitsministeriums in Washington, D.C., angebracht (Symbolbild).

Ein Porträt von Präsident Donald Trump ist am Samstag, dem 30. August 2025, an der Fassade des Hauptsitzes des Arbeitsministeriums in Washington, D.C., angebracht (Symbolbild). © BONNIE CASH/Imago

Trump erscheint auf US-Münzen, Pässen, Parkkarten und Regierungsgebäuden. Warum sein Name sogar ein Friedensinstitut ziert, zeigt der Überblick. Eine Analyse.

Washington, D.C. – Die U.S. Mint gab am Mittwoch bekannt, dass sie eine Goldmünze mit dem Bild von Präsident Donald Trump in Umlauf gebracht habe, um den 250. Jahrestag der USA zu würdigen.

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Die Münze gehört zu mehr als einem Dutzend staatlicher Objekte, Dokumente, Gebäude und Programme, die die Trump-Regierung mit Trumps Namen oder Bild versehen hat. In einigen Fällen gab es Klagen, nachdem der Name eines Gebäudes oder eines anderen staatlichen Besitzes geändert worden war.

The Washington Post hat eine Liste der Objekte und Gebäude zusammengestellt, die die Regierung während Trumps zweiter Amtszeit mit seinem Namen oder Bild versehen hat.

US-Münze

Am Mittwoch brachte die U.S. Mint eine goldene 1-Dollar-Münze mit dem Gesicht des Präsidenten in Umlauf. Sie würdigt den 250. Geburtstag der Nation in diesem Jahr. Damit ist erst zum zweiten Mal eine noch lebende Person auf einer US-Münze abgebildet. Das erste Mal geschah dies 1926: Damals war das Gesicht von Präsident Calvin Coolidge gemeinsam mit dem von George Washington auf einer Silbermünze im Wert von einem halben Dollar zum 150. Geburtstag der Nation abgebildet.

Nach Bundesrecht dürfen nur Verstorbene auf US-Währungen abgebildet werden. Diese Tradition stammt aus der Kolonialzeit und sollte Abstand zur britischen Monarchie schaffen, die ihre regierenden Monarchen auf Banknoten abbildete. Das Finanzministerium verteidigte seine Entscheidung nach Kritik an diesem Schritt.

Vom 18. Dezember bis zum 13. Juni trug das Kennedy Center Trumps Namen. Das Zentrum für Bühnenkunst entstand zu Ehren eines ermordeten Präsidenten und erhielt dessen Namen. Der Vorstand des Zentrums benannte es in „The Donald J. Trump and The John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts“ um.

Präsident Dwight Eisenhower unterzeichnete 1958 das Gesetz zur Gründung des Zentrums. 1964, nach Kennedys Ermordung, unterzeichnete Präsident Lyndon Johnson ein Gesetz, das es in John F. Kennedy Center for the Performing Arts umbenannte. Treue Anhänger, die Trump in den Vorstand des Kennedy Center berufen hatte, fügten seinen Namen hinzu. Trump sagte, die Ergänzung seines Namens sei eine Überraschung gewesen.

Die Namensänderung stieß sofort auf heftige Kritik und führte zu einer Klage. Daraufhin ordnete eine Bundesrichterin an, seinen Namen zu entfernen.

Im August stellte der Vorstand des Zentrums die Anordnung der Richterin auf die Probe. Er stimmte dafür, unterhalb der Beschilderung den Satz anzubringen: „Restored and Renovated by President Donald J. Trump.“

Pässe

Trumps Bild ist auf einem US-Gedenkpass zu sehen, dem „Patriot Passport“.

Das Außenministerium, das Pässe ausstellt, erklärte zunächst, der Pass werde in begrenzter Stückzahl bei der Washington Passport Agency erhältlich sein. Später kündigte Außenminister Marco Rubio unter Verweis auf das „außergewöhnlich große öffentliche Interesse“ an, dass das Ministerium 250.000 Exemplare drucken und Anträge dafür bei Passbehörden im ganzen Land entgegennehmen werde.

Pässe für Nationalparks

Wer sich in diesem Jahr für einen America-the-Beautiful-Pass entscheidet, erhält eine Karte mit Trumps Gesicht. In einer Sonderausgabe des Passes zum 250. Geburtstag der Nation ist er Seite an Seite mit George Washington abgebildet. Auf den Pässen sind normalerweise Bilder von Wildtieren oder Parklandschaften zu sehen.

Das Innenministerium stellte die neuen Karten im November vor und löste damit Proteste sowie Klagen von Tierschutzgruppen aus. Diese erklärten, das Bundesrecht schreibe vor, dass auf den Karten das Siegerfoto eines jährlichen Naturfotowettbewerbs abgebildet werde.

Einige Parkbesucher versuchten, Trumps Gesicht mit Aufklebern zu verdecken oder sein Bild anderweitig unkenntlich zu machen. Das Innenministerium änderte daraufhin seine Regeln: Der Pass wird ungültig, wenn jemand eine Information – einschließlich Trumps Bild – verdeckt oder anderweitig unkenntlich macht.

Friedensinstitut

Im Dezember benannte das Außenministerium das U.S. Institute of Peace in Donald J. Trump Institute of Peace um. Der Kongress hatte es als unabhängige Einrichtung geschaffen, um bei der Beilegung internationaler Konflikte zu helfen.

Die Umbenennung folgte auf Trumps im Februar 2025 erlassene Verordnung zur Verkleinerung der Behörde. Die Regierung entließ die meisten Mitarbeiter des Instituts an dessen Hauptsitz in Washington, D.C. Sicherheitskräfte führten den Präsidenten des Instituts aus dem Gebäude.

Trump sagte, Rubio habe seinen Namen diesmal ohne sein Wissen an dem Gebäude angebracht. Unklar ist, auf welche Befugnis Rubio sich bei einer solchen Änderung hätte stützen können. Der Kongress schuf das USIP, doch die Trump-Regierung argumentiert, es unterstehe der Regierung.

Gerichte prüfen weiterhin die Rechtmäßigkeit von Trumps Verordnung.

Regierungsgebäude

An mehreren Regierungsgebäuden in der Hauptstadt, darunter am Justiz- und Landwirtschaftsministerium, hängen mehrstöckige Banner. Darauf sind Trumps Gesicht sowie die Gesichter anderer Präsidenten zu sehen.

Die Banner mit den Bildern von Trump, Washington und Theodore Roosevelt brechen mit der bisherigen Praxis. Das gilt besonders für Einrichtungen wie das Justizministerium, die traditionell unabhängig von der Regierung gearbeitet haben. Nachts beleuchten Scheinwerfer Trumps Gesicht auf einigen der Banner.

Staatliche Programme

Während seiner zweiten Amtszeit hat der Präsident eine Reihe neuer staatlicher Maßnahmen und Programme vorgestellt, die seinen Namen tragen.

Die vom Heimatschutzministerium betriebenen Programme „Trump gold card“ und „Trump platinum card“ sollen gegen eine Zahlung von 1 bis 5 Millionen Dollar eine Aufenthaltserlaubnis in den Vereinigten Staaten gewähren.

Die Regierung startete außerdem TrumpRx, eine Website für verschreibungspflichtige Medikamente. Dort können Verbraucher nach Angaben von Regierungsvertretern vergünstigte, mit den Herstellern ausgehandelte Medikamente erhalten.

Das Gesetz One Big Beautiful Bill Act of 2025 schuf die „Trump accounts“, also Anlagekonten für Kinder. Die Regierung führte sie am 4. Juli ein.

Von Violet Jira.

Dieser Artikel war zuerst am 3. September 2026 in englischer Sprache bei der „Washingtonpost.com“ erschienen – im Zuge einer Kooperation steht er nun in Übersetzung auch den Lesern der IPPEN.MEDIA-Portale zur Verfügung.