Trump verbannt große Sender und Nachrichtenportale aus dem Weißen Haus


Stand: 18.09.2026, 22:25 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Mit sofortiger Wirkung sind CNN, MSNOW und Politico nicht mehr bei Pressekonferenzen beim US-Präsidenten willkommen.

Washington D.C. – Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social verkündet, drei große Nachrichtenportale und Sender von Pressekonferenzen ausschließen zu wollen. In dem Post heißt es: „Ich bin stolz darauf, bekannt zu geben, dass ich mit sofortiger Wirkung Fake-News-Medien wie CNN, MSNOW (...) und Politico (...) aus dem Weißen Haus verbannen werde, da sie ständig ‚FAKE NEWS‘ verbreiten!“

Trump wirft Medienhäuser raus: Fake-News-Vorwurf gegen unliebsame Berichterstattung

Der US-Präsident führt auch aus, warum er in Zukunft keine Berichterstattung von diesen Unternehmen erlauben wird: „Medien sollten nicht in der Lage sein, ständig FIKTION und LÜGEN zu schreiben oder zu berichten, wenn sie über den Präsidenten der Vereinigten Staaten, die Trump-Regierung oder die Vereinigten Staaten von Amerika berichten.“ Weitere Medienorganisationen sollen folgen.

US-Präsident Trump verbannt Medienvertreter, weil sie „Fake News“ verbreiten sollen. (Archivfoto)

US-Präsident Trump verbannt Medienvertreter, weil sie „Fake News“ verbreiten sollen. (Archivfoto) © Alex Brandon/dpa

Welche Termine von dem Bann genau betroffen sind, lässt Trump offen. So bleibt die Frage, ob Journalistinnen und Journalisten der betroffenen Medienhäuser nur der Zugang zu offiziellen Presseterminen im Oval Office verwehrt wird oder ob sie auch nicht mehr bei Regierungsflügen in der Air Force One dabei sein dürfen.

Trumps Kampf gegen die Medien zieht sich durch seine ganze Amtszeit

Trump kämpft seit Beginn seiner ersten Amtszeit gegen liberale und etablierte Medien. Bei seiner zweiten Präsidentschaft ergreift er harte Maßnahmen: Der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) wurde bereits im Januar 2025 der Zugang zum Weißen Haus erschwert. Die Begründung: AP weigerte sich, den Golf von Mexiko als „Golf von Amerika“ zu bezeichnen. Außerdem geht der US-Präsident immer wieder Journalisten – und vor allem Journalistinnen – vehement an, und beleidigt sie unter anderem als „Schwein“.

Auch der Weg vor Gericht ist ein Mittel Donald Trumps. Die New York Times, der britische Sender BBC und die US-Sender CBS und ABC wurden bereits von Trump verklagt. (spr) (Verwendete Quellen: dpa, truthsocial.com, eigene Recherche)