TSV Grünwald trifft auf Ex-Trainer Pero Vidak – beide Teams mit Erfolgsserie
Stand: 11.09.2026, 13:16 Uhr
Kommentare

Der TSV Grünwald gastiert beim SV Planegg-Krailling, wo Pero Vidak die Bank hütet – Grünwalds einstiger Coach. Beide Mannschaften präsentierten sich zuletzt mit einer Erfolgsserie.
Grünwald – Es ist schon ein bisschen kurios: Zum vierten Mal hintereinander trifft der TSV Grünwald in der Landesliga Südost auf einen überraschend stark gestarteten Aufsteiger. Nach den Partien gegen den Fünften FC Moosinning, den Dritten SV Nord-Lerchenau und den Zweiten VfB Forstinning gastieren die Grün-Weißen nun am Sonntag um 15 Uhr beim SV Planegg-Krailling, der sich mit zehn Punkten aus den jüngsten vier Spielen auf Rang sechs nach vorne gearbeitet hat.
Nach den Resultaten davor – 5:0 in Moosinning, 1:1 gegen Lerchenau, 3:0 in Forstinning – dürfen die Grünwalder der Begegnung gelassen entgegenblicken. Trainer Sebastian Koch freute sich über „sieben Punkte aus drei Spielen gegen formstarke Gegner“ und damit über die erste positive Serie dieser Spielzeit, denn zuvor hatte seine Mannschaft nie zweimal in Folge gepunktet. Der Aufwärtstrend wurde im Grunde schon vor diesem kleinen Lauf eingeleitet, mit dem Heimspiel gegen den TSV Murnau nämlich. Trotz des 0:2 gegen den überlegenen Spitzenreiter deutete sich da schon an, was Koch, von der Statistik gestützt, nun behaupten darf: „Wir stehen kompakter und stabiler.“
Nach 21 Gegentreffern in den ersten sieben Partien landete der Ball in den folgenden drei nur noch einmal im Netz des zum Murnau-Spiel reaktivierten Stefan Marinovic. Der frühere Nationaltorwart Neuseelands mag der Abwehr Sicherheit verliehen haben, doch betonte Koch nach dem 3:0 in Forstinning vor allem die Einstellung der Feldspieler: „Das war vielleicht nicht über 90 Minuten Fußball für die Galerie, aber es war sehr professionell. Die Mannschaft hat individuelle Qualität mit Mentalität, Disziplin und Arbeit gegen den Ball verbunden. Genau diese Mischung brauchen wir.“
Und daran soll sein Team auch in Planegg anknüpfen: „Natürlich gibt es Dinge, die wir noch besser machen können. Aber in Forstinning haben wir gezeigt, dass wir nicht nur Fußball spielen können, wenn alles läuft, sondern auch dann Lösungen finden, wenn es unangenehm wird. Das ist ein wichtiger Schritt in unserer Entwicklung.“
Unangenehm könnte es an der Würm durchaus werden. Planegg hat den Kader nach dem Aufstieg gut verstärkt und mit Pero Vidak einen Trainerfuchs an der Seitenlinie, der auch schon an der Keltenstraße zweimal tätig war, von 2011 bis 2015 und von 2018 bis 2021, mit teils überragenden Punktbilanzen. So wurde er in seinen ersten drei Amtsjahren mit den Grün-Weißen in der Bezirksliga jeweils Tabellenzweiter – mit 66, 73 und 75 Zählern in 30 Spielen. Zweimal hatte in dieser Zeit übrigens ausgerechnet Planegg die Nase vorn.
Koch kennt Vidak aus gemeinsamen Landesliga-Zeiten, der Trainer hatte ihn 2019 vom VfR Garching als Spieler zum TSV geholt. „Ich freue ich mich aufs Wiedersehen“, sagt der 29-Jährige, der gegenüber Forstinning wieder auf Daniel Leugner (nach Infekt) und Dimitrios Vourtsis (hatte privat bedingt gefehlt) bauen kann, aber Innenverteidiger Valentin Seebauer wegen der fünften Gelben Karte entbehren muss.