Türk Gücü Friedberg siegt spät: Izberovic und Michel treffen zum 2:0


Stand: 18.10.2026, 21:48 Uhr

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Türk Gücü Friedberg gewinnt beim Hünfelder SV nach zwei Niederlagen in Serie wieder. Beide Tore fallen erst in der 80. und 86. Minute.

Während Türk Gücü Friedberg den 2:0-Erfolg nach zuletzt zwei Niederlagen in der Fußball-Hessenliga ausgelassen feierte, herrschte beim Hünfelder SV Frust über die vierte Pleite in Serie und Wut über einige Entscheidungen von Schiedsrichter Maximilian Prölss und dessen Gespann. „Ein wichtiger Sieg für uns. Ich denke, dass wir über 90 Minuten auch einen Tick die bessere Mannschaft waren. Aber wir hätten uns Chancen besser ausspielen, um früher Klarheit zu haben“, sagt Metehan Karadavut, der Sportliche Leiter der Kreisstädter.

Unstrittig war die Entscheidung von Maximilian Prölss, in der Nachspielzeit der Partie Hünfelds Kapitän Marcel Dücker wegen groben Foulspiels mit Rot vom Platz zu stellen. Dücker hatte zunächst den Ball in die Füße von Friedbergs Mittelfeldspieler Peter Jost geklärt und diesen daraufhin rüde abgeräumt. Die ganze Hektik, die besonders in der zweiten Halbzeit durch Foulspiele und Diskussionen zwischen Friedberger Spielern und Hünfelder Zuschauern aufkochte, entlud sich in einer Rudelbildung.

Türk Gücü hatte die Partie zu diesem Zeitpunkt bereits nicht unverdient gewonnen, weil Trainer Maik Vetter mit Noah Michel nach rund einer Stunde den entscheidenden Mann eingewechselt hatte. Michel verlängerte zunächst eine Jost-Ecke auf den Kopf von Alija Izberovic, der Friedberg in der 80. Minute in Führung brachte. Sechs Minuten später schlug Michel zur Entscheidung zu, als Izberovic auf rechts durchstartete, Michel bediente und der mit etwas Glück HSV-Keeper Jannis Maul überwand. Dieser Treffer sorgte für Ärger im HSV-Lager, weil Linienrichterin Louisa Kanwischer die Fahne gehoben hatte und damit Hünfelds Verteidigung irritierte. Schiedsrichter Prölss hatte jedoch richtig erkannt, dass Vorlagengeber Izberovic nicht im Abseits gestanden hatte und ließ weiterlaufen.

Wohl weniger richtig waren die Entscheidungen, den Hünfelder Führungstreffer durch Maximilian Fröhlich kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit wegen einer Abseitsstellung zurückzunehmen und nach einem Tritt gegen Sturmpartner David Costa Sabate nicht auf Foulelfmeter zu entscheiden. „Ein Sieg mit sehr viel Arbeit. In den vergangenen Wochen hatten wir viel Pech und heute mal das Spielglück auf unserer Seite. Es war klar, dass der gewinnen würde, der das erste schießt“, sagte TGF-Schlussmann Philipp Bagus nach seiner Rückkehr nach Osthessen.

Hünfelder SV: Maul; Zentgraf (75. Häuser), Dücker, Banh (87. Witkowski) – Kümmel (56. Paliatka), Kemmerzell, Uth, Lindemann – Kassa (70. Hütsch) – Fröhlich, Costa Sabate.

Türk Gücü Friedberg: Bagus; Izberovic, Sarr, Knothe, Batthi – Henrich (88. Dudda), Nsandi (89. Pehratovic) – Siebert (46. Jost), Reljic, Böger (65. Faqiryar) – Korobskyi (60. Michel).

Im Stenogramm / Tore: 0:1 Alija Izberovic (80.), 0:2 Noah Michel (86.). - SR: Maximilian Prölss (FC Ober-Ramstadt). - Rote Karte: Marcel Dücker (Hünfeld/90.+1). - Zuschauer: 100.