TuS Wüllen bleibt trotz Verletzungspech auf Rang drei: Chemene Lamaitre ragt heraus
TuS Wüllen bleibt trotz Verletzungspech auf Rang drei Chemene Lamaitre ragt heraus
29.09.2026 14:00 Uhr
Die Kunstturnerinnen des TuS Wüllen werden in Ketsch Vierte, verteidigen aber Gesamtrang drei. Verletzungspech verhindert ein noch besseres Ergebnis.
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Die Riege des TuS Wüllen hat den Wettkampf in der 3. Bundesliga Nord in Ketsch bei Mannheim auf dem vierten Platz beendet. Mit 169,60 Punkten musste sie der TSG Backnang (180,80), Eintracht Frankfurt (178,95) und der TG Bodenheim-Pflugscheid (174,20) den Vortritt lassen. In der Gesamtwertung verteidigte Wüllen Rang drei.
Der Wettkampf begann für den TuS denkbar unglücklich. Bei einer Akrobatik am Boden verletzte sich Topscorerin Leonie Schmedthenke bereits beim Einturnen an der Ferse und konnte nicht starten. „Unser Vorsatz und unsere Hoffnung, in Bestbesetzung anzugreifen und vielleicht Vereinsrekord zu turnen, hatte sich damit schon erledigt“, sagte Trainer Jürgen Schalk.
Am Stufenbarren zeigten Katharina Schalk und Hanna Becker solide und fehlerfreie Übungen. Auch Gastturnerin Chemene Lamaitre aus Amsterdam überzeugte an ihrem nach eigener Einschätzung schwächsten Gerät. Franziska Roeder musste in ihrer anspruchsvollen Übung allerdings einen Sturz hinnehmen. Mit 48,45 Punkten blieb Wüllen an diesem Gerät leicht unter den Erwartungen.
Am Schwebebalken musste Nele Schulke nach dem Ausfall von Schmedthenke mit nur 30 Sekunden Einturnzeit einspringen. Sie turnte ihre Übung bis zum Abgang sicher, stürzte dann jedoch. Auch Friederike Seidel und Chemene Lamaitre mussten bei ihren schwierigen Übungen jeweils einmal vom Gerät. Franziska Roeder blieb als einzige Wüllenerin sturzfrei. „41,65 am Balken war gut, aber um vorne anzugreifen, war der eine oder andere Sturz zu viel dabei“, bilanzierte Schalk.
Am Boden blieb das Team fehlerfrei. Anna Schalk, Lea-Marie Hils und Franziska Roeder zeigten solide Übungen, während Chemene Lamaitre mit ihrer Sprungkraft ein „wahres Feuerwerk“ abbrannte. Ihre 12,15 Punkte bedeuteten die zweithöchste Wertung des Tages an diesem Gerät.
Höchstwertung am Sprung
Auch am Sprung überzeugte Lamaitre und erzielte mit 12,90 Punkten sogar die Tageshöchstwertung. Friederike Seidel, Lea-Marie Hils und Franziska Roeder steuerten ebenfalls starke Sprünge zum Mannschaftsergebnis bei.
„Keine Enttäuschung, vor allem aufgrund der unglücklichen Verletzung“, bewertete Schalk den vierten Platz. Mit Blick auf das Saisonfinale am 7. November in Frankfurt bleibt das Ziel Rang drei bestehen.
Für den TuS turnten: Anna Schalk, Nele Schulke, Chemene Lamaitre, Friederike Seidel, Katharina Schalk, Lea-Marie Hils, Franziska Roeder und Hanna Becker.