Unicredit: Bundesregierung rückt von Blockadehaltung bei Commerzbank ab
Unicredit: Bundesregierung rückt von Blockadehaltung bei Commerzbank ab
Die Bundesregierung bereitet bei der Commerzbank eine neue Strategie vor. Da sie die Übernahme kaum mehr verhindern kann, will sie nun zumindest einige Bedingungen stellen.
Commerzbank-Zentrale in Frankfurt: Für den Bund hat der Erhalt ihrer Rolle als Finanzierer des Mittelstandes zentrale Bedeutung. Foto: Michael Brandt/dpa
Berlin, Frankfurt. Im Übernahmekampf um die Commerzbank setzt die Bundesregierung auf eine neue Strategie gegenüber Unicredit. Bisher hatte Berlin auf die Eigenständigkeit des zweitgrößten deutschen Finanzinstituts gepocht. Nun scheint die Regierung vor allem eigene Bedingungen bei einer Übernahme durchsetzen zu wollen.
Unicredit besitzt mittlerweile knapp die Hälfte der Commerzbank-Aktien. Eine Übernahme dürfte kaum mehr zu verhindern sein. Diese Erkenntnis scheint sich nun auch in Berlin durchzusetzen, weshalb man jetzt auf Verhandlungen statt auf Blockade setzt.
So wird in der Regierung an Forderungen gearbeitet, über die man mit Unicredit bei möglichen späteren Gesprächen verhandeln könnte. Einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg bestätigte eine mit dem Vorgang vertraute Person dem Handelsblatt.
Einen konkreten Gesprächstermin soll es allerdings noch nicht geben. Die Bundesregierung erwartet, dass Unicredit-Chef Andrea Orcel zunächst mit Commerzbank-Vorstandschefin Bettina Orlopp Gespräche führt. „Der Weg nach Berlin führt über Frankfurt“, sagte ein Insider.

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