Ukraine-Krieg aktuell: Drohne schlägt auf dem Staatsgebiet der Republik Moldau ein


Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Drohne schlägt im Nachbarland der Ukraine ein und explodiert


Aktualisiert am 30.09.2026 - 07:39 UhrLesedauer: 12 Min.

Wegen steigender Kriegskosten kürzt Russland bei den Sozialausgaben. Eine Drohne ist in der Republik Moldau eingeschlagen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Mittwoch, 30. September

Drohne explodiert in Moldau

In der Nacht hat eine Drohne den moldauischen Luftraum verletzt und ist im Nachbarstaat der Ukraine explodiert. Das meldet das Verteidigungsministerium in Chișinău. Auf einem veröffentlichten Überwachungsvideo ist die Ortschaft Hîrbovăț zu sehen, die gegen 5.55 Uhr von einer Explosion erleuchtet wird.

Zur Explosion kam es während des massiven nächtlichen russischen Angriffs auf die Ukraine. Bislang gibt es keine Meldungen über Verletzte oder Tote in Moldau.

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Polen schließt Luftraum teilweise, Flughäfen stellen Betrieb ein

Wegen russischer Angriffe auf die Westukraine hat Polen den östlichen Teil seines Luftraums zeitweise geschlossen. Auch die Flughäfen in Lublin und Rzeszów mussten vorübergehend schließen.

Laut dem Verteidigungsministerium in Warschau kam es zu dem Schritt, um die "Handlungsfreiheit des Militärs" im polnischen Luftraum zu sichern. Mehrere Kampfflugzeuge stiegen auf. Bislang meldete Polen allerdings noch keine Verletzungen des Luftraums.

Nordkoreanische Kriegsgefangene von Ukraine an Südkorea übergeben

Zwei nordkoreanische Kriegsgefangene sind nach Angaben eines südkoreanischen Parlamentariers kürzlich aus der Ukraine in Südkorea eingetroffen. "Auch wenn ich das genaue Datum ihrer Ankunft in Südkorea nicht nennen kann, so kann ich doch bestätigen, dass die beiden Mitte September eintrafen", erklärte der Abgeordnete Youn Kun Young am Mittwoch. Die Mitteilung erfolgt nur wenige Tage nach dem mutmaßlichen Verstoß der Ukraine gegen eine vertrauliche Vereinbarung mit Südkorea über die Übergabe der beiden Männer, wegen der Seoul den ukrainischen Gesandten einbestellte.

Explosionen in Kiew gemeldet

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind Explosionen zu hören, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Der Bürgermeister der Stadt, Vitali Klitschko, teilt über den Kurznachrichtendienst Telegram mit, in einem Wohngebiet sei ein Feuer ausgebrochen.

Vize-Regierungschef in der Slowakei abgesetzt

In der Slowakei hat Vize-Regierungschef Tomas Taraba eine Vertrauensabstimmung im Parlament verloren. Selbst seine eigene rechtsnationalistische SNS-Partei, einer der Koalitionspartner von Ministerpräsident Robert Fico, stimmte am Dienstag gemeinsam mit der Opposition für die Absetzung des bisherigen Umweltministers. Angesichts der äußerst knappen Mehrheit seiner Koalition im Parlament kündigte Fico für Mittwoch eine Sitzung seiner Partei Smer an, um "über die nächsten Schritte zu entscheiden".

Fico steht seit 2023 an der Spitze einer nationalistischen Drei-Parteien-Koalition, die im Parlament über eine hauchdünne Mehrheit von drei Sitzen verfügt. Das Misstrauensvotum gegen seinen Vize Taraba dürfte Ficos Regierung nun weiter schwächen.

Wegen der internen Konflikte beim kleineren Koalitionspartner SNS hatte Fico vergangene Woche die Möglichkeit vorgezogener Neuwahlen ins Spiel gebracht. Taraba hatte zuvor angedeutet, dass er gemeinsam mit anderen Abgeordneten eine neue Oppositionsgruppe bilden könnte – wodurch Ficos Regierung ihre Mehrheit im Parlament einzubüßen droht.

Russland kürzt Sozialausgaben – Rekordbudget für Militär

Russland plant angesichts drastisch steigender Rüstungsausgaben eine Kürzung der Sozialausgaben. Die Mittel für die Sozialpolitik, zu der unter anderem Renten, Zahlungen an Kriegsveteranen und Mutterschaftsleistungen gehören, sollen im Jahr 2027 um sieben Prozent sinken. Dies geht aus Regierungsdokumenten hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlagen. Die Budgets für Bildung und Gesundheit sollen im Vergleich zu den ursprünglichen Plänen um sechs beziehungsweise 6,8 Prozent gekürzt werden.

Die Regierung in Moskau plant für das Jahr 2027 Militärausgaben in Höhe von 17,1 Billionen Rubel (rund 178 Milliarden Euro). Dies ist ein Anstieg um rund 27 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Entwurf und der höchste Wert seit Beginn des Krieges in der Ukraine im Jahr 2022.

Die steigenden Rüstungsausgaben belasten den russischen Haushalt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Montag unter Berufung auf Regierungsdokumente berichtete, verdoppelte die Regierung in Moskau ihre Prognose für das Haushaltsdefizit im Jahr 2026 auf 3,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Russland plant zur Finanzierung des Defizits für 2027 Steuererhöhungen, darunter eine Sonderabgabe für Metall- und Bergbauunternehmen. Die Kosten für den Schuldendienst steigen.

Nato wirft Russland "unverantwortliche Atomwaffenrhetorik" vor

Die Nato hat eine russische Warnung an das Verteidigungsbündnis zurückgewiesen. "Ich kann bestätigen, dass Russland ein informelles Schreiben an die Nato übermittelt hat und dass wir darauf geantwortet haben", sagte Nato-Sprecherin Allison Hart am Dienstag in Brüssel. "Wir verurteilen nachdrücklich die Androhung jeder Gewaltanwendung, einschließlich jeglicher unverantwortlicher Atomwaffenrhetorik", fügte sie hinzu. "Keine unserer Übungen oder Aktivitäten stellt eine Gefahr für irgendeinen Teil Russlands dar."

Die russische Botschaft in Brüssel hatte sich an das Bündnis gewandt, um sich über "die provokativen Äußerungen und Handlungen der Führung der Nato sowie der Mitgliedstaaten in Bezug auf die Region Kaliningrad" zu beschweren. Grund sei "die beispiellose Verstärkung der militärischen Aktivitäten des Bündnisses entlang unserer Westgrenzen", teilte die Botschaft im Onlinedienst X mit. Moskau sei "bereit, sein gesamtes Arsenal zur Verteidigung seines Territoriums einzusetzen, sollten Nato-Staaten versuchen, die Region Kaliningrad vom Rest unseres Landes zu isolieren", fügte Moskau in dem informellen Schreiben an die Nato hinzu.

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Die russische Exklave Kaliningrad grenzt an Polen und Litauen, beides sind Nato-Staaten. Eine Landverbindung nach Russland gibt es nicht. Die russische Armee hat dort Kampfflugzeuge und Iskander-Marschflugkörper stationiert, die Atomwaffen transportieren können.