Wiesn-Analyse: Jeder Vierte fährt mit dem Auto zur Wiesn – Wie lang ein Besucher im Schnitt bleibt
Stand: 30.09.2026, 07:41 Uhr
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Eine Auswertung anonymisierter Handydaten zeigt, wie die Besucher zur Wiesn kommen – und wann es dort am vollsten ist.
München – Das Oktoberfest hat in seine zweite Woche gestartet. In den ersten sieben Tagen kamen bei bestem Wetter 3,8 Millionen Menschen auf die Wiesn – doch wie reisten sie an? Eigentlich gelten Bierzelt und Steuer ja als keine gute Kombination. Dennoch kam laut einer aktuellen Mobilitätsanalyse gut jeder vierte Wiesn-Gast mit dem Auto zur Theresienwiese. Die Auswertung anonymisierter Handydaten durch Vodafone liefert zudem überraschende Erkenntnisse darüber, wann das Oktoberfest besonders voll ist – und wohin es die Besucher nach dem Festbesuch zieht.

Mobilitätsdaten zur Wiesn: ÖPNV bleibt Spitzenreiter – doch das Auto liegt auf Platz zwei
Für den Zeitraum zwischen dem ersten und dem zweiten Wiesn-Samstag hat die Analyse die Anreisewege der Gäste untersucht. Demnach nutzten 59 Prozent der Besucher öffentliche Verkehrsmittel, um zur Theresienwiese zu gelangen. Mit 28 Prozent landete das Auto auf dem zweiten Rang. Sieben Prozent der Festgäste reisten über den Fernverkehr an, während fünf Prozent zu Fuß oder mit dem Fahrrad kamen.
Bemerkenswert ist der Trend, dass das Oktoberfest auch an Werktagen immer stärker besucht wird. Allein für einen Freitag ermittelte die Analyse rund 600.000 Gäste. „Auf der Wiesn wird immer öfter auch unter der Woche gefeiert“, sagt Michael Reinartz, Innovationschef bei Vodafone. „Die Besucherzahlen waren unter der Woche fast gleich hoch wie am Wochenende.“ Im Vorjahr habe sich der Andrang noch wesentlich stärker auf Samstag und Sonntag konzentriert. Die meisten Gäste verbrachten dabei mehr als drei Stunden auf dem Festgelände. Ein Drittel der Besucherinnen und Besucher blieb gerade einmal zwischen 30 und 60 Minuten.
Nach der Wiesn geht es oft noch in andere Stadtviertel
Unter der Woche erreichte der Besucherstrom laut der Datenauswertung zwischen 16 und 17 Uhr seinen Höhepunkt. Ab 21 Uhr lichteten sich die Reihen dann spürbar. Allerdings zog es viele Gäste nach dem Festbesuch nicht direkt nach Hause, sondern in andere Teile der Stadt – die Innenstadt, Maxvorstadt, Schwabing, Haidhausen, Giesing und Perlach verzeichneten laut der Daten zusätzlichen Zulauf. „Die Wiesn wirkt weit über die Theresienwiese hinaus und sorgt für zusätzliches Besucheraufkommen in zahlreichen Stadtteilen und im Münchner Umland“, sagt Reinartz. (Quellen: Daten von Vodafone, dpa), (leo)